Menschen als Chipkarten

Researchability - Verantwortung für Markt und Daten

Cyborgs sind Menschen mit Chips unter der Haut. Wir berichten über eine neue Dimension der Vernetzung.

Menschen als Chipkarten (Bild: Weisskopf - fotolia.com)
Menschen als Chipkarten (Bild: Weisskopf - fotolia.com)

Dass Menschen Technik im Körper tragen, ist ein alter Hut. Herzschrittmacher, Hörgeräte, Prothesen kennt man. Einen Chip im Daumen zu haben, um die Haustür zu öffnen, ist aber neu. Cyborgs lassen sich Chips mit einer Spritze durch eine dicke Nadel unter die Haut, genauer unter den Daumenknochen spritzen.

Vom Holzbein zum Chip im Daumen

Das Speichervolumen beträgt 800 Byte. Damit fängt man in Deutschland noch nicht viel an. Es reicht nicht für ein Foto, wohl aber für eine digitale Visitenkarte. Sie besteht aus Mailadresse, Telefonnummer oder einem WLAN-Schlüssel. Die kann man ähnlich wie per Bluetooth auf ein Android-Handy übertragen. In Schweden ist man weiter. Da kann man den Daumen schon als Haustürschlüssel oder wie eine Checkkarte zum Bezahlen nutzen.

Wir senden unseren Pulsschlag um die Welt

Chips in Alltagsgegenständen, die miteinander kommunizieren sind schon gespenstisch genug. Wir tragen sie an uns und sie schicken unsere persönlichen Daten, wie Pulsschlag, Essverhalten & Co. an zahlreiche uns nicht bekannte Daten(be)nutzer. Chips im Körper sind keine Science Fiction mehr. Sie sind eine wahr gewordene Vision, die ganz schön erschrecken kann.

Gechipte Menschen sind steuerbar

Wer sich einen solchen Chip unter die Haut spritzen lassen möchte, darf kein Waschlappen sein. Die dicke Nadel tut weh. Hinterher muss man gut kühlen. Wer sich dadurch immer noch nicht abschrecken lässt, sollte sich deutlich machen, was es bedeutet, wie ein Tier gechipt zu sein und dass man Chips auch von außen manipulieren und eines Tages hacken kann. Gehackte Autos sind realer Horror. Gehackte Menschen bislang hoffentlich nur eine realistische Horrorvision.

Von Prof. Dr. Rolf Schwartmann

Veröffentlicht am: 09.12.2015

 

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