Gruselig: Smarte Elektronik mit Augen

Researchability - Verantwortung für Markt und Daten

Auch auf der Fernsehcouch kann es heißen: Sehen und gesehen werden. (Bild: Andrey Popov - fotolia.com)
Auch auf der Fernsehcouch kann es heißen: Sehen und gesehen werden. (Bild: Andrey Popov - fotolia.com)

Manche schauen sich auf dem Handy gerne Videos für Erwachsene an. Wer das mag, sollte unseriöse Angebote meiden.  "Adult Player" etwa zeigt keine Pornos, sondern erpresst den Nutzer. Angeblich im Namen des FBI sperrte kürzlich ein Virus das Handy. Man solle es durch Zahlung auf ein Konto freikaufen. Damit der Panikfaktor stimmte, machte die App ein Foto vom Nutzer und legte es auf den Sperrbildschirm. Technisch kein Problem, denn schließlich hat ein normales Smartphone ja vorne und hinten eine Kamera. Die können Betrüger per Hack auslösen.

Trojaner verwanzen Kinderzimmer

Auch bei Onlinespielen auf Smartphones kann einem ganz schön mulmig werden, wenn die Kinder einem zeigen, dass sie beim Daddeln live gefilmt werden und in der Ecke ihres eigenen Handys erscheinen. Wem das noch nicht gespenstisch genug ist, der sollte sich vor Augen führen, dass auch neuere Laptops Webcams haben, die über Trojaner aktiviert werden können. Der Polizei ist ein Hacker in die Lappen gegangen, der an Mädchen Bildschirmschoner verschickt hatte, die ihm über die von ihm kontrollierte Webcam den Blick in verschiedene Kinderzimmer ermöglichte. Ihnen war aufgefallen, dass das Licht der Webcams blinkte, ohne dass sie sie aktiviert hatten.

Was kann man tun?

Wer sich noch mehr gruseln möchte, kann sich klar machen, dass auch viele smarte Fernsehgeräte Webcams haben und  mit dem Internet verbunden sind. Auch auf der Fernsehcouch kann es also heißen: Sehen und gesehen werden. Wer Erwachsenen-Apps aus nicht vertrauenswürdigen Quellen bezieht, ist irgendwie selber schuld. Wenn der Virus einmal auf dem Smartphone gelandet ist, sollte man das Handy gegebenenfalls durch einen Spezialisten von der schädlichen App befreien lassen. Lösegeld zu zahlen, dürfte jedenfalls nichts bringen. Wer nicht gefilmt werden möchte, kann die Kameras auf seinen Geräten zukleben. Beim Fernseher nicht schlimm. Nachteil bei Laptop und Handy: Man kann dann auch selber nicht skypen oder fotografieren.

Von Prof. Dr. Rolf Schwartmann

Veröffentlicht am: 25.11.2015

 

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