Gläsernes Zuhause mit Fernbedienung

Researchability - Verantwortung für Markt und Daten

Nur so viel Strom zu bezahlen, wie man braucht ist umweltschonend und gut für die Geldbörse. Intelligenter Strom macht aber auch gläsern.

Smart Home kann zu einem gläsernen Zuhause führen. (Bild: Tereez - fotolia.com)
Smart Home kann zu einem gläsernen Zuhause führen. (Bild: Tereez - fotolia.com)

Viele kennen das: Man verlässt morgens hektisch das Haus und hastet zur Bahn. Wenn man sitzt, stellen sich Fragen: Habe ich das Bügeleisen ausgemacht? Ist der Herd noch an?  Habe ich die Heizung runtergedreht? Das muss nicht mehr sein. Energieunternehmen bieten Apps an, über die man per Smartphone jedes Gerät im Haushalt, das einen Stecker hat, steuern kann. Smart Home heißt das Stichwort. Das funktioniert über die Vernetzung der eigenen vier Wände mit dem Stromanbieter.

Elektrogeräte aus der Ferne kontrollieren hilft Energie zu sparen

Das Haus per Fernbedienung zu steuern, hat erhebliche Vorteile. Man schont neben den Nerven auch die Umwelt und spart Energiekosten. Wie alles, was "smart" ist, haben auch Häuser mit Fernsteuerung einen Nachteil. Sie ermöglichen es jedem, diese Informationen auszuwerten; gleich, ob er bestimmungsgemäß oder nicht damit in Berührung kommt. Über das Stromverhalten ist es etwa nachvollziehbar, wer ein Haus bewohnt, welche Zimmer und Geräte wann und wie genutzt werden. Diese Informationen erleichtern Kriminellen, die sich in eine solche Datenbank einhacken, die Arbeit. Die Möglichkeiten der Auswertung sind weitreichend. Weil helle Szenen im Fernseher mehr Strom verbrauchen als dunkle, lässt sich vom Stromanbieter anhand des Hell-Dunkel-Profils ermitteln, was in der Glotze läuft.

Das Smart-Home kann seine Bewohner aber auch gläsern machen

Wer solche Angebote nutzen will, sollte seinen Anbieter insbesondere auch danach auswählen, wie er die Daten aus Wohnungen gegen unbefugte Zugriffe sichert. Wer sich für ein Smart Home entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass ihn sein Zuhause gläsern machen kann.

Von Prof. Dr. Rolf Schwartmann

Veröffentlicht am: 06.01.2016

 

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