Sicherheitsbarometer gegen Trojaner

Researchability - Verantwortung für Markt und Daten

Trojaner, die Rechner lahm legen, werden mehr. Sie sind eine gefährliche, lästige und teure Plage. Wie schützt man sich?


Mails mit Nachrichten wie diesen nehmen Überhand: Sie haben wahlweise ein Smartphone oder einen Haufen Geld gewonnen, es wurde Ihr Passwort geklaut oder es fanden Unregelmäßigkeiten auf einem Ihrer Konten statt, oder Sie haben angeblich eine Rechnung nicht gezahlt. Um genaueres zu erfahren, muss man dann auf einen Link klicken oder eine angehängte Datei öffnen. Was dann passiert, ist nicht witzig. Erpressungstrojaner (Ransomware) legen den Rechner lahm und fordern zu Lösegeldzahlung auf.

Angriffe aus dem Darknet

Betrieben werden sie aus dem Darknet, einem Teil des Internet, der keine räumlichen Grenzen kennt und völlige Anonymität ermöglicht. Nicht nur Privatpersonen sind Opfer von Trojanern, sondern auch Krankenhäuser oder Kraftwerke. Das macht Angst. Solchen Links nicht zu folgen und Anhänge nicht zu öffnen, ist ein guter Rat.

So sichert man sich ab

Wenn es doch passiert ist, hängt das, was zu tun ist, vom Trojaner ab. Wenn man Zugangsdaten und ein Passwort eingegeben hat, dann sollte man es schnell ändern, damit man vor neuen Zugriffen sicher ist. Größere Dienste bieten zum Anmelden auch eine sogenannte Zwei-Wege-Authentifizierung an. Dabei muss man zusätzlich zu seinem Passwort noch ein weiteres Erkennungszeichen angeben, wie bei Pin und Tan.

Um sich über aktuelle Gefährdungen auf dem Laufenden zu halten, hilft das SiBa (Sicherheitsbarometer). Es wird vom Bundesinnenministerium unterstützt. Man kann sich eine App auf das Smartphone laden, die über aktuelle Sicherheitsrisiken informiert und Hinweise zur Abhilfe gibt. Das ist praktisch und es schafft Bewusstsein dafür, dass Smartphones irgendwie auch gefährliche Spielzeuge sind.

Von Prof. Dr. Rolf Schwartmann

Veröffentlicht am: 05.07.2016

 

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