Methode des n-ten Besuchs

Über die Methode des n-ten Besuchs kann jedem Website-Besucher mit einer vorab definierten Wahrscheinlichkeit ein Online-Fragebogen zugespielt werden. Dies ist eine Voraussetzung für die Ziehung einer repräsentativen Zufallsstichprobe. Die automatische Rekrutierung im Rahmen von On-Site-Befragungen kann über Pop-Up-Fenster oder Layer (falls beim User Pop-Up-Blocker zum Einsatz kommen) erfolgen. Das Pop-Up-Fenster öffnet sich in einem gewissen Schaltungsintervall, z.B. nach jedem 10., 15. oder 20. Zugriff auf die Seite. Alternativ wird der Fragbogen bei jedem Zugriff mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (z.B. 10-20%) geöffnet. Mit der Methode des n-ten Besuchs wird Verzerrungen der Stichprobe durch Mehrfachbeteiligung gezielt entgegengewirkt, da der User – bei entsprechend großem Schaltungsintervall – den Fragebogen nur mit hohem Aufwand mehrfach aufrufen kann. Zudem wird verhindert, dass die Nutzer der Website bei jedem Zugriff mit der Befragung konfrontiert werden. Prinzipiell sind drei alternative Vorgehensweisen der Befragungsschaltung denkbar:

  • Pop-Up on Exit: Dabei muss im Webauftritt ein JavaScript-Befehl eingebaut werden, der dazu führt, dass bei Verlassen der Seite mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit das Pop-Up-Fenster mit dem Fragebogen geöffnet wird. Jeder Website-Besucher geht auf diese Weise mit der gleichen Grundwahrscheinlichkeit in die Stichprobe ein.
  • Pop-Up on Surf: Mit zunehmender Dauer des Surfvorgangs steigt hierbei die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem nächsten Klick das Pop-Up-Fenster mit dem Fragebogen geöffnet wird. Dazu muss wiederum eine JavaScript-Funktion in die Website eingebaut werden. Außerdem muss die Möglichkeit bestehen, einen Cookie zu setzen. Diese Befragungsform empfiehlt sich für Seiten, bei denen aus technischen Gründen kein Pop-Up on Exit möglich ist (bei bestimmten Content-Management-Systemen).
  • Pop-Up on Load: Die einfachste Form der On-Site-Rekrutierung, wobei sich der Fragebogen parallel zum Aufbau der eigentlichen Website öffnet. Voraussetzung ist hier lediglich aktiviertes JavaScript.

Die Methode des n-ten Besuchs hat spezifische Vor- und Nachteile: Zwar wird – wie oben beschrieben – Effekten der Selbstselektion entgegengewirkt. Auf der anderen Seite lässt sich Feldzeit und Ausschöpfung bei Anwendung dieser Methode nur schwer steuern, da sie stark vom Teilnahmeinteresse der Nutzer und der Zahl der qualifizierten Visits abhängt. Der Rücklauf kompletter Fragebögen bei dieser Methode liegt erfahrungsgemäß bei ca. 2-6%, in Einzelfällen auch höher.

 

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