Involvement

auch: Involviertheit. Ausmaß der kognitivemotionalen Beteiligung. Beeinflusst die Art und die Tiefe der Informationsverarbeitung.

1. In Konsumentenpsychologie und Marketing wird der Begriff auf Entscheidungs- und Kaufsituationen bezogen.

  • High-Involvement-Käufe bzw. -Produkte (auch: High-Interest-Produkte, z. B. Finanzprodukte): Kauf ist durch hohen Informationsbedarf, gezielte Informationssuche und differenzierte Entscheidungsprozesse geprägt. Werbung für diese Produkte sollte daher informativ sein und überzeugen.
  • Low-Involvement-Käufe bzw. -Produkte (auch: Low-Interest-Produkte; z. B. Taschentücher): Kauf ist durch geringen Informationsbedarf und Spontaneität geprägt. Werbung für diese Produkte sollte aufmerksamkeits- und emotionsstark sein; es empfiehlt sich eine hochfrequente Schaltung des Werbemittels.

2. In der Medienpsychologie wird der Begriff auf die Rezeption von Medienerzeugnissen bezogen (z. B. emotionale Beteiligung beim Sehen eines Spielfilms, Mitfiebern bei Fußballübertragungen). Auch Werbung kann (unabhängig vom beworbenen Produkt) durch Story, Gestaltung und präsentierte Informationen ein hohes Involvement auslösen. Um die Werbebotschaft nachhaltig zu kommunizieren, muss ein niedrig involvierendes Werbemittel häufiger geschaltet werden.

 

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