BVM - Aufgaben und Pflichten des betrieblichen Datenschutzbeauftragten

15. November 2022
Veranstaltungsort: online

Dieses Seminar kann nur in Verbindung mit dem Seminar "Aktuelle Datenschutzprobleme in der Markt- und Sozialforschung (insb. EU-Datenschutz-Grundverordnung)" gebucht werden, welches die Grundlage für dieses Seminar ist. Im Seminar "Aktuelle Datenschutzprobleme" werden die rechtlichen Grundlagen gelegt und in diesem Seminar erfahren Sie, wie Sie diese rechtlichen Grundlagen im Unternehmen umsetzen.
Das Seminar wurde aufgrund der aktuellen Corona-Lage angepasst und behandelt u. a. Themen wie "Home-Office" und "Online-Kundentermine", um Ihnen auch in der jetzigen Situation Unterstützung zu bieten.

Den meisten Unternehmen ist bekannt, dass sie einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen. Nach Art. 37 Abs. 4 DSGVO i.V.m. § 38 BDSG-neu müssen nicht-öffentliche Stellen, die personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zwecke der Markt- und Meinungsforschung automatisiert verarbeiten, unabhängig von der Anzahl der beschäftigten Personen, einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Oft müssen Mitarbeiter ins kalte Wasser geworfen werden und von einem auf den anderen Tag die Verantwortung als Datenschutzbeauftragter übernehmen. Insbesondere am Anfang stellt sich oft die Frage: Wie soll ich das machen? Was muss ich tun? Muss ich für datenschutzrechtliche Verstöße haften? Welche Aufgaben, Pflichten und Rechte habe ich? Wo informiere ich mich?

Aufgrund der aktuellen Situation sind viele Mitarbeiter im Home-Office, und Kundentermine müssen telefonisch oder online erledigt werden. Jetzt muss alles schnell gehen, und oft werden in der Hektik der Datenschutz und die IT-Sicherheit übersehen. Was muss aus datenschutzrechtlicher Sicht beim Home-Office beachtet werden? Muss geprüft werden, welche Konferenzlösungen eingesetzt werden? Müssen Vereinbarungen mit den Kollegen/Mitarbeitern getroffen werden?

Der Datenschutzbeauftragte steht möglicherweise plötzlich vor der Aufgabe, dass er auf die Einhaltung der Vorschriften zum Datenschutz hinwirken muss und bei falschen Entscheidungen dem Unternehmen und eventuell dem Beauftragten Schadensersatzforderungen und Bußgelder drohen. Der Beauftragte muss unter Umständen Gutachten erstellen, Verträge mit Kunden und Dienstleistern prüfen, möglicherweise mit dem Betriebsrat Betriebsvereinbarungen abschließen, Auskünfte erteilen, mit den Aufsichtsbehörden kommunizieren, und sich darum kümmern, dass die restlichen Mitarbeiter regelmäßig geschult werden.

Der Datenschutzbeauftrage ist Ansprechpartner für Mitarbeiter im Unternehmen, für Betroffene und für Aufsichtsbehörden, für alle datenschutzrechtlichen Probleme und Fragen. Dieses Seminar soll dazu dienen, Unternehmen und Datenschutzbeauftragten mehr Sicherheit zu vermitteln und sie in Zeiten von Corona, Home-Office und weiterer geänderter Arbeitsbedingungen zu unterstützen.

Lernziele

  • Kenntnis und Grenzen der eigenen Aufgaben, Rechte und Pflichten
  • Schärfung des Problembewusstseins für datenschutzrechtliche Gefahren
  • Fachkunde

Für wen gedacht?

Das Seminar wendet sich an Führungskräfte der Institute sowie bereits bestellte betriebliche Datenschutzbeauftragte und potentielle betriebliche Datenschutzbeauftragte.

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