Studie - Food Report 2016

Zukunftsinstitut
07.2015
112 Seiten

 
Typ:
Studie
Verfüg­barkeit:
verfügbar
Regionen/­Länder:
  • Deutschland
Sprache:
Deutsch

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Food Report 2016

Essen wird zum Stilmittel. Künftig definieren wir uns über unsere Ernährung. Was wir wann wie und mit wem genießen. Dies ist die provokante These, die Hanni Rützler im Food Report 2016 vertritt.
Bereits im dritten Jahr erscheint der Food Report vom Zukunftsinstitut in Kooperation mit der Lebensmittel Zeitung. Die Autorin Hanni Rützler — längst eine Ikone der Food-Forschung — beweist auch in dieser Ausgabe ihr feines Gespür für Trends und eine klare Analysefähigkeit. Im Food Report teilt sie mit Ihnen ihr Wissen und ihre Einblicke in die wichtigen Entwicklungen für die Lebensmittelbranche, die Gastronomie und den Handel.

Themenschwerpunkte:

Halal, vegan, koscher, glutenfrei: Tauchen Sie ein in eine Welt, in der sich immer mehr Menschen via Food identifizieren und erfahren Sie, was diese Entwicklung für die Food-Branche bedeutet.
  • Infinite Food: In der urbanen Alltagskultur wird künftig rund um die Uhr und überall gegessen wird.
  • Spiritual Food: Für bewusste Esser rücken neben gesundheitlichen Kriterien verstärkt spirituelle Aspekte in den Vordergrund. Essen wird zur Religion.
  • Fast Good: Künftig erlebt Fast Food eine Qualitätsrevolution. Das schnelle Essen wird durch arabische, hispanische und asiatische Einflüsse bereichert.
Branchenschwerpunkt Retail
Die Renaissance der Märkte und Markthallen wird künftig auch den Lebensmittelhandel vor Herausforderungen stellen. Wie ein Supermarkt zurück zu seinen Stärken finden, sich die Marktatmosphäre zu eigen und letztendlich zu einem super Markt werden kann, beschreibt die Autorin im Retail-Kapitel.

Themenschwerpunkt Küche
Selbermachen erfreut sich vor allem unter jungen Menschen neuer Beliebtheit — und so wird die Küche zum multifunktionalen und vernetzten Lebensmittelpunkt. Sich Zeit nehmen zu können für kreatives Tun in der Küche wird zum neuen Luxus.

Branchenschwerpunkt Gastro
Die Gastrobranche wird aktuell von zwei Trends geprägt: Zum einen von einer Rückbesinnung auf klassische Rezepte und eine neue Bodenständigkeit. Zum anderen findet sie in der Hyperpersonalisierung eine attraktive Nische.

trend Update

Zur Identifizierung von Food Trends kommen in der Trendforschung oft verschiedene Blickwinkel zum Einsatz. Je näher man bestimmte Entwicklungen betrachtet, desto differenzierter können sie beschrieben werden. Und desto besser können Akteure in der Foodbranche darauf reagieren. Mitunter ist es aber auch sinnvoll, bereits identifizierte Trends aus einer größeren Distanz zu beobachten, um Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Auf diese Weise können Gastronomen, Lebensmittelproduzenten und der Handel verhindern, den Fokus ihrer Angebote allzu eng auszurichten. Vom Standpunkt eines erweiterten Blickwinkels aus sehen wir auch, wie sich bestimmte Trends ergänzen und verstärken, sich weiter ausdifferenzieren oder abschwächen bzw. durch neue Trends abgelöst werden, die zwar von ähnlichen Werten getragen werden, aber sich durch eine andere Fokussierung auszeichnen. In diesem Trend Update werfen wir daher einen breiten Blick aus der Vogelperspektive auf jene Trends, die wir in den letzten beiden Ausgaben des Food Report' im Detail beschrieben haben. So werden ihre andauernde Aktualität sowie die sich verstärkenden Wechselbeziehungen untereinander besser sichtbar.

Gut und Gesund -der wichtigste trendcluster im Foodbusiness

'Gut' und 'gesund' sind Begriffe, die immer häufiger gemeinsam auftreten. Ihre Kombination markiert einen deutlichen Wandel in unserer Esskultur. Es ist noch nicht lange her, dass 'gesund' im kulinarischen Kontext eher als Gegenteil von 'gut' wahrgenommen wurde. Viele Konsumenten haben Lebensmittel und Speisen, die sie als 'gut' und wohlschmeckend empfanden, oft unter 'ungesund' eingereiht. Inzwischen greift der 'Quasigenuss' wie z. B. in Form von fettreduziertem Schokojoghurt, bei dem die Kalorienreduktion im Zentrum steht, zu kurz. Die Angst vor fetten Joghurts und Avocados, vor Butter und Olivenöl schmilzt dahin. Gefragt sind natürliche Ausgangsprodukte, möglichst wenig verarbeitet und frisch zubereitet, gepaart mit Genuss in neuen, einfachen Gerichten oder Produkten, sowie passende, d. h. meist kleinere, Portionsgrößen.

Food Trends wie Soft Health, Sensual Food, Flexitarier und Food Pairing, die wir im 'Food Report 2014' und im 'Food Report 2015' beschrieben haben, oder Fast Good, dem wir in diesem Report ein eigenes Kapitel widmen, stehen für diesen Wandel. In ihnen drückt sich die Sehnsucht vieler, vor allem auch jüngerer Konsumenten der Generation Y aus, 'gesund' und 'gut' in ihren Essalltag integrieren zu können — mit je unterschiedlicher Gewichtung und Fokussierung sowie Motivation. Diese Sehnsucht spiegelt sich nicht nur im Kochbuchboom wider (laut BBC wurden 2014 allein auf dem englischen Markt mehr als doppelt so viele 'gesunde Kochbücher' verkauft als in den Jahren davor), sondern sie kommt vor allem auch in der wachsenden vegetabilen Vielfalt in der Gastronomie zum Ausdruck (siehe das Kapitel 'Gastroveggies' im 'Food Report 2015', S. 58 ff.). Vorangetrieben wird sie nicht zuletzt von engagierten Entrepreneuren der Generation Y.

nahrhaft, natürlich und frisch

Als Meister der Improvisation, als StartupKünstler und Quereinsteigerchampions mit Gefühl für gutes Design und relaxte Atmosphäre tragen die 'heimlichen Revolutionäre' (wie Klaus Hurrelmann und Erik Albrecht in ihrem gleichnamigen Buch die Generation Y nennen) aktiv zu diesem Wandel in unserer Esskultur bei. Viele früher als 'politisch' definierte Themen sind für die Ypsiloner heute vor allem eine Frage von Konsum, Ethik oder Lifestyle. Statt sich mit AntiCorporateAktivismus aufzuhalten, gründen sie selbst Restaurants, Takeaways und MealDeliveryUnternehmen, die bessere und gesündere Alternativen anbieten und damit zunehmend erfolgreich den Trendcluster 'Gut und gesund' beackern.

Über die Autorin Hanni Rützler

Die Zukunft lässt sich nicht voraussagen, aber durch die konsequente Auseinandersetzung mit ihr wächst der Spielraum, sie besser gestalten zu ko?nnen. Das ist Hanni Rützlers Credo und die große Herausforderung, der sie sich in ihrer Arbeit gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut seit über zehn Jahren erfolgreich stellt. Mit ihren Publikationen, Vorträgen und Workshops möchte sie Lebensmittelproduzenten, Handelsunternehmen und Gastronomen dabei unterstuützen, handlungs­ und entscheidungsfähig zu bleiben und sich auf zukünftige unternehmerische Herausforderungen besser einzustellen. Aufbauend auf ihrer fachlichen Kompetenz als Ernährungswissenschaftlerin und Gesundheitspsychologin, die sich mit einem interdisziplinären Forschungsansatz immer auch schon für die kulturellen und sozialen Aspekte unserer Ernährung interessiert hat, entwickelte Hanni Rützler im Zuge ihrer langjährigen Praxis ein feines Sensorium für Trends. Das macht die Autorin des 'Food Report' europaweit auch zu einer begehrten Beraterin und Referentin. Ihre internationalen Vortragsreisen verbindet die bekennende Genießerin vielfach mit praktischen Recherchen vor Ort.

* Alle Preise sind netto ausgewiesen. In Abhängigkeit von Ihrer Rechnungsanschrift ist hierauf noch USt. zu entrichten (Deutschland z.Z. 19%). Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler.

 

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