Studie - Creative Work

Zukunftsinstitut
04.2007
146 Seiten

 
Typ:
Studie
Verfüg­barkeit:
verfügbar
Regionen/­Länder:
  • Deutschland
Sprache:
Deutsch

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Kurzinfo

Wenn sich die Arbeit grundlegend wandelt, dann ist unsere Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert — und gefordert. Genau das erleben wir gerade. Wir befinden uns im tiefgreifendsten Wandel der Arbeit seit der industriellen Revolution. Selbstverantwortung, Veränderungsbereitschaft und Kreativität — dies sind die Kernanforderungen an den Arbeitnehmer von morgen. Auf der anderen Seite: Arbeitsorganisation und HR-Management geschehen unter neuen Vorzeichen, denn in der 'Creative Economy' bleibt kein Stein auf dem alten. Die vorliegende Studie zeigt Ihnen, wie Sie die neuen Herausforderungen meistern.

Schwerpunkte


Kreativität ist mehr als künstlerische Schöpferkraft. Kreatives Denken und Handeln ist die Fähigkeit, ständig neue Zusammenhänge herzustellen, unterschiedlichste Perspektiven zu integrieren und Bestehendes zu hinterfragen — auch sich selbst und den eigenen Lebens- und Arbeitsplan. Für Unternehmen heißt das: Wie gelangt man an die kreativsten Köpfe und wie organisiert man sie.

Der endgültige Abschied von der Industriegesellschaft

Die vorliegende Studie untersucht die Ursachen und Chancen einer Transformation in der Arbeitswelt, die schon jetzt spürbar ist und sich in den nächsten 10 Jahren eklatant in der Organisation von Unternehmen widerspiegeln wird. Wer in den kommenden Jahren im globalen Wettbewerb um Talente, Märkte und Wissen mithalten möchte, der sollte sich ausführlich mit den neuen Bedingungen der 'Creative Work' beschäftigen.

Denn längst ist klar: Das industriegesellschaftliche Modell der Organisation von Arbeit und Freizeit sind in einer auf die Produktion und Weiterverarbeitung von Wissen ausgerichteten Ökonomie nur bedingt übertragbar. Diese Studie liefert Ihnen deshalb Antworten auf folgende Fragen:

Welche Veränderungen und neuen Anforderungen zeichnen sich auf dem Arbeitsmarkt ab?
Wie steht es dabei um Deutschland? Welche Dynamiken in Bezug auf die Zukunft sind bereits absehbar?
Muss das Thema 'Zukunft der Arbeit' zwingend angstbesetzt behandelt werden?
Was machen Kreativ-Arbeiter anders? Wie und wo leben und arbeiten sie und mit welchen Werten und Erwartungen gestalten sie ihr (Arbeits-)Leben?
Was heißt es 'Lebensunternehmer' zu sein? Wie stark sind Arbeits- und Lebensplanung in der Zukunft miteinander verbunden? Aus welchen Modulen setzt sich unsere Biografie künftig zusammen?
Wie lassen sich die Chancen der neuen Arbeitskultur am besten nutzen? Warum zählen gerade Frauen zu den Trendsettern der neuen Arbeitsära? Welche Arbeit wird in Zukunft bevorzugt 'exportiert' werden — und welche Art von Arbeit wird im Rahmen der internationalen Arbeitsteilung künftig innerhalb Deutschlands erledigt werden?
Was bedeutet der Wettbewerbsfaktor 'Creative Capital' auf Unternehmensseite? Was können Organisationen tun, um sich für 'Creative Work' fit zu machen? Wie sieht die neue Unternehmenskultur aus, die zu echten Innovationen führt?

Die Studienautorinnen Kirsten Brühl und Imke Keicher zeichnen ein differenziertes Bild vom Arbeitsmarkt der Zukunft. Gespaltene Arbeitsmärkte und Diskontinuitäten werden unser Berufsleben begleiten, denn nur so entstehen neue Beschäftigungsformen und eine Kultur der Selbstständigkeit. Und diese Bedingungen müssen als Chance begriffen werden.

Kreativität ist die Schlüsselressource der Zukunft

Mit der 'Creative Economy' steht eine neue Ära vor der Tür, die durch grundlegend andere Werthaltungen, Glaubenssätze und Strukturen gekennzeichnet sein wird als die Industrie- und Wissensgesellschaft. Wir werden uns zu einer 'Work-Life-Play'-Gesellschaft entwickeln, in der die Grenzen zwischen Arbeit und Leben zunehmend durchlässiger werden — davon sind die Autorinnen überzeugt.

Schließlich liefert Ihnen diese Studie einen inspirierenden Ausflug nach Deutschland im Jahr 2030, auf dem Sie die Berufe der Zukunft und den Alltag eines Kreativarbeiters kennen lernen dürfen.
Vorwort 6



1. Global, weiblich, gereift — und kreativ:

Welche neuen Anforderungen der Arbeitsmarkt für uns bereit hält 8



'My work is myself' — Arbeit als Selbst-Definition 11

Das Gefühlsparadox: Warum die Angst uns oft eine Falle stellt 13

Der neue Arbeitsmarkt: älter, weiblicher — und weltumspannend 14

Trend 1: Arbeitnehmer werden weniger, es entstehen gespaltene Arbeitsmärkte 15

Trend 2: Brüche und Diskontinuitäten bei der Arbeit werden zur Regel 16

Trend 3: Unser Arbeitsmarkt ist die Welt 18

Trend 4: Die neue Qualität der Arbeit heißt Kreativität 21

Neue Arbeit — neues Spiel. Kreativ, kundenbezogen und kommunikativ 23

Play-Mates 23

Co-Creation 24

Innovationswettlauf 25

Creative Work — das Big Picture verändert sich 25

Der Organization Man (bis 1980 der 'Normalfall') 27

Der Wissensarbeiter (bis 2010) 28

Der Kreativarbeiter (ab 2010) 28



2. Uniquability statt Employability:

Wie die neuen Kreativarbeiter denken, leben und arbeiten werden 32



Creative Industries auf dem Vormarsch 34

Der weltweite Markt der Kreativen 35

Deutschland: Kreativer Exportweltmeister, aber noch wenig Marktanteil 35

Großbritannien in der kreativen Pole Position 35

Österreich und die Schweiz: Kreativität als Wachstumsbranche 36

Von der industriellen Produktion zum kreativen Netzwerk 37

1. Traditionelle Arbeitskultur: Der Organization Man — Sicherheit, Männlichkeit, Arbeitsplatz 38

2. Moderne Arbeitskultur: Der Wissensarbeiter — eine Durchgangstation auf dem Weg ins Creative Age 40

3. 'Creative Work': Erschaffe Dich selbst, unser Arbeitsalltag 2015 42

Die Avantgarde: Der kreative Kern 48

Wenn Arbeit ihren 'Arbeitsplatz' verliert 49

Die neue Lounge- und Caféhauskultur: 'Office to go' 49

Die neue Generation der Mietbüros: Office to show off 50

Das Büro rüstet für die Creative Economy: Creative Landscape im Office 21 51

Networking: Kreativität baut auf Beziehungen 52

Entspannungsorte: Kreatvität braucht Ruhe 52

Mindness: Bewusstseinserweiterung ist 'Kapital-Pflege' 53

Von der Employability zur Uniquability 56

Die Standorte der Zukunft: Wohin zieht es die Kreativarbeiter? 58

Creative Work: Die Macht der 3 T’s 59

Wie kreativ ist Deutschland? Toleranz, Technologie und Talent im globalen Vergleich 62





3. Freie Wahl nach dem Cafeteria-Prinzip:

Warum wir künftig unseren Arbeits-Mix individuell und selbstverantwortlich zusammenstellen werden 64



Freie Wahl der Arbeitssituation als verantwortungsvoller Luxus 66

Das Prinzip Selbstverantwortung: Identitätsarbeit gewinnt an Gewicht 68

Zukunft der Arbeit: Eine neue Arbeitkultur der Selbstverantwortung 69

Create Yourself! — Beratungsservices unterstützen Selfness-Trend 70

Arbeit nach der Lohnarbeit: Sozialromantik oder Zukunftskonzept? 71

Selbstständigkeit und Selbstverantwortung — in Deutschland noch terra incognita 72

Karriere-Coaching: Mit Hilfe anderer die eigene Berufung finden 74

Effektive Karriere-Beratung ist Remote-Beratung 74

Creative Work: Kompetenzbilanz statt Tätigkeitsprofil 75

Selbstverantwortliche Lebensgestaltung statt Arbeitslosigkeit 76

Lebensunternehmer positionieren ihre Fähigkeiten: Das Ich als Marke 77

Selfdesign-Coaching: Durch Selbsterkenntnis in den neuen Job 78

Beziehungssicherheit ersetzt Arbeitsplatzsicherheit 79

Geld ist nicht mehr alles: Die neue Freiwilligen-Kultur 79

Creative Work heißt auch: Altruismus und Bürgerlichkeit 80

Bürgerstiftungen: Mit Kreativität Gutes tun 82



4. Frauen als Trendsetter einer neuen Arbeitsära:

Wer im Creative Age die besten Chancen hat 88

Kreative Frauen werden sichtbarer 90

Fast Forward: Warum Frauen das Creative Age als Startrampe nutzen können 91

Die 'Glasdecke' funktioniert — noch 92

Karriere ist das, was mir Spaß macht — Frauen beginnen ihr eigenes Spiel zu spielen 94

Ex-Chefinnen weisen den Weg 95

Neue Lebensbalance: Die Home Heroes kommen 96

Lebenslange Beziehungspflege — Care-Companies sorgen für ihre Mitarbeiter 98

Ich bin mein Boss? Nachholbedarf für Unternehmerinnen! 100



5. Unternehmen auf dem Weg zum kreativen Hotspot:

Wie sich Unternehmen 'Creative Capital' sichern können 104



Für das Human-Ressources-Management bricht eine neue Ära an 107

Der neue War for Talents 107

Wie kommen Kreative ins Unternehmen? 108

Attract Creativity Strategie 1: Einstellungskriterium 'Einstellung' und Kreativität 108

Recruiting wie es Google macht 109

Creativity-Selfassessment 110

'Wie gut ist Ihre Creativity Pipeline?' 111

Interimsmanagement neu gedacht 112

Attract-Creativity-Strategie 2: Positionieren Sie sich als Uniquability-Partner 113

SAP: Maßgeschneiderte Jobs statt Suche nach dem Traumprinzen 113

Google: Uniquability führte zur Entwicklung von GoogleNews und Gmail 114

Attract Creativity Strategie 3: Nehmen Sie Kontakt zu 'Aliens' auf 115

Evolution Lounges: Treibhäuser für Uniquability 115

Attract Creativity Strategie 4: Schaffen Sie 'Hot Spots', weil viele es heiß mögen 116

Google: Hotspot mit Campus-Feeling 117

Wie werden Unternehmen kreativer? 117

Fünf beliebte Kreativitätsmythen 117

Creative Culture — was Unternehmen kreativer macht 119

1. Kreativitätsfaktor Vernetzen 120

2. Kreativitätsfaktor Spielen 123

3. Kreativitätsfaktor 'Schöner Scheitern' 128

4. Kreativitätsfaktor 'Neue Führung' — Creative Capital Developer 130

Interview mit Professor Kruse, Komplexitätsexperte 133



6. Deutschland 2030. Eine mögliche Zukunft 136

Neun Schlüsselthesen zu Creative Work 138

Wie wir morgen arbeiten werden. Eine Auswahl an Zukunftsberufen. Ohne Gewähr, aber mit Potential 141

Epilog: Familie Sander. Ein Arbeitsalltag 143
Vorwort

Arbeit bringt Geld. Arbeit bringt Status. Arbeit ist Beziehungslieferant. Arbeit vermittelt Zugehörigkeit. Arbeit ist Lernen. Arbeit ist Aufgabe. Arbeit stiftet Sinn. Unsere Gesellschaft ist eine Arbeitsgesellschaft — Arbeit prägt uns, wenn wir sie haben, und sie prägt unser Selbstbild, wenn wir sie verloren haben und 'arbeitslos' sind. Wenn die Arbeit sich grundlegend wandelt, dann ist unsere Gesellschaft in den Grundfesten erschüttert und gefordert. Und genau das erleben wir gerade. Wir befinden uns im tiefgreifendsten Wandel der Arbeit seit der industriellen Revolution. Unser Bild von Arbeit ist noch stark von der industriellen Arbeitskultur geprägt — und die nimmt weiter ab.

Doch vor unseren Augen entsteht eine neue Arbeitskultur: 'Creative Work'. Eine Arbeitskultur, die von Selbstverantwortung, Wandel und Kreativität geprägt ist. Dabei meint Kreativität mehr als nur künstlerische Schöpferkraft. Kreatives Denken und Handeln ist die Fähigkeit, ständig neue Zusammenhänge herzustellen, unterschiedlichste Perspektiven zu integrieren und Bestehendes immer wieder zu hinterfragen — auch sich selbst und den eigenen Lebens- und Arbeitsplan. Die vorliegende Studie hat diese Fährte aufgenommen und untersucht die Ursachen und Chancen, die mit dieser Transformation einhergehen.

'Global, weiblich, gereift — und kreativ' — das 1. Kapitel beschreibt die Veränderungen und die neuen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Es liefert die Hintergründe für das Entstehen einer neuen von Kreativität geprägten Arbeitskultur.

Uniquability statt Employability — das 2. Kapitel hat die Akteure der gerade entstehenden Creative Economy im Fokus. Was machen die Kreativarbeiter anders? Wie und wo leben und arbeiten sie? Mit welchen Werten und Erwartungen gestalten sie ihr (Arbeits-)Leben?

Das Kapitel Freie Wahl nach dem Cafeteria-Prinzip untersucht, warum wir alle 'Lebensunternehmer' werden müssen, und warum wir kreativ unsere Biografie immer wieder neu und modular nach einem individuellen Mix zusammensetzen müssen. Diese Biografien unterscheiden nicht mehr streng nach Leben und Arbeiten und haben den Anspruch auf eine lebenslange Festanstellung ins Museum verbannt.

Wie die Chancen der neuen Arbeitskultur am besten genutzt werden können und warum vieles dafür spricht, dass gerade Frauen die Trendsetter einer neuen Arbeitsära sind, beschreiben wir in Kapitel 4.

Für Unternehmen heißt der Wettbewerbsfaktor der Zukunft 'Creative Capital'. Sie brauchen kreative Köpfe und eine Unternehmenskultur, die aus kreativem Potenzial echte Innovationen werden lässt. Kapitel 5, Unternehmen auf dem Weg zum kreativen 'Hotspot', beschreibt, was Organisationen tun können, um sich für 'Creative Work' fit zu machen.

Kapitel 6 lädt zu einem inspirierenden Ausflug nach Deutschland im Jahre 2030 ein: Welche Berufe könnten uns in der Zukunft begegnen, wie könnte unser Alltag als Lebensunternehmer aussehen? Denn dass 'Creative Work' Spaß machen und völlig neue Lebensoptionen bereit halten kann, davon sind wir zutiefst überzeugt.

* Alle Preise sind netto ausgewiesen. In Abhängigkeit von Ihrer Rechnungsanschrift ist hierauf noch USt. zu entrichten (Deutschland z.Z. 19%). Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler.

 

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