Zwischen Umweltschutz und Konsumklima

Medienspiegel

13.04.2017

Menschen wollen weniger Autofahren. Doch das wird gerade im Osten schwierig, wo die Bevölkerungsdichte immer mehr abnimmt. Der Mittelstand setzt voll auf Digital – und plant an seinen Kunden vorbei. Diese und weitere Themen lesen Sie in unserer Medienschau der Woche.

Menschen wollen weniger Autofahren, doch dafür braucht es Alternativen (Bild: esthermm - fotolia.com)

Menschen wollen weniger Autofahren, doch dafür braucht es Alternativen (Bild: esthermm - fotolia.com)

Von Tim Farin

Mag sein, dass der Karfreitag ein Tag des Glaubens und der Einkehr ist – ganz sicher aber ist das Osterwochenende ein Anlass für Konsum. Ganz besonders hoch im Kurs liegt Spielzeug, wie die Stuttgarter Zeitung basierend auf einer dpa-Meldung berichtet. "Für viele Hersteller ist diese nach Weihnachten die zweitstärkste Verkaufsperiode im Jahr", heißt es in dem Artikel. Da setzen die Anbieter längst auf österliche Spielzeugangebote.

Die Marken-Top-Ten

Wissen Sie, welche Marke bei Facebook die meisten Fans hat? Laura Melchior berichtet auf Internet World Business über die Top-Ten, die Fan Page List zusammengetragen hat. Man findet Süßigkeiten, Turnschuhe, Apps und Brause. Aber wer hat wohl die Nase vorn? Schauen Sie selbst!

Raus aus dem Auto

"Die Menschen sind bereit, auf das Auto zu verzichten, aber sie brauchen gute Alternativen", sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Anlass ist die Vorstellung einer repräsentativen Umfrage zum Umweltbewusstsein der Menschen in Deutschland, über die Zeit.de berichtet. Für 91 Prozent der Befragten wäre das Leben mit weniger Autofahren besser. Umweltschutz ist der Untersuchung zufolge ein Mainstream-Thema: "Für die Menschen in Deutschland ist er mehr als nur Politik, sie sehen ihn vielmehr als Teil der Lösung für große Probleme."

Marktforschung agil

Für die klassische Marktforschung wird es in Zeiten der Agilität immer schwieriger: "Ihre Methoden sind oft zu unflexibel, langwierig und teuer – insbesondere für kleinere und kurzfristige Projekte", schreibt Annette Speck in einem Beitrag für Springer Professional. Sie analysiert, dass Beschleunigung mit neuen Softwarelösungen möglich ist und den Unternehmen und Agenturen die Chance gibt, auch selbst den Markt auszuleuchten. "Ein Wegbereiter für mehr Agilität in der Marktforschung sind zweifellos Online-Erhebungen", schreibt Speck – längst gibt es in diesem Segment sehr genaue und kundennahe Möglichkeiten.

Was denn nun?

Was soll man tun, wenn zwei der wichtigsten Marktforscher in einer Branche zu substanziell unterschiedlichen Aussichten kommen? Im PC-Markt ist genau das passiert und für Christian Kahle auf WinFuture einen Blick wert. Zwischen den neuesten Publikationen von Gartner und IDC gibt es demnach eine gehörige Diskrepanz. "Während etwas unterschiedliche Zahlen bei den beiden Marktforschern normal sind, kommen solch gewaltige Unterschiede in den Statistiken dann doch ziemlich selten vor", schreibt Kahle.

Digital vorbei am Kunden

Wie digitalisiert der deutsche Mittelstand? Oft leider an den Kunden vorbei, wie eine Studie der Düsseldorfer Unternehmensberatung Vivaldi Partners zeigt, über die die WirtschaftsWoche nun anlässlich der Hannover Messe berichtet. "Die überwiegende Mehrheit der Anstrengungen sei effizienzgetrieben", lautet ein Fazit der Untersuchung – also geht es nicht so sehr um neue Kunden oder besseren Nutzen für bestehende Abnehmer, sondern eher ums Sparen. "Das könnte binnen weniger Jahre existenzbedrohend für viele Unternehmen werden", schreibt Autorin Anke Henrich.

Der Osten leert sich

Dem deutschen Osten läuft die Bevölkerung weg – das ist dem britischen Wirtschaftsblatt Economist einen Report wert. Ohnehin hat Deutschland ein Problem mit sinkenden Bevölkerungszahlen. "Wenn Deutschland eine Warnung für andere ist, ist der östliche Teil eine Warnung an den Westen." Auch drei Jahrzehnte nach der Wende leide das Land noch unter dem Nachbeben von 1989. Auch Migration kann da bislang nicht recht helfen, wie der Economist darstellt.

Deutschland in Bildern

Unser Land hat viele Schilder, liebt Sauerkraut, trinkt Bier und versteht manchmal die eigenen Regeln nicht. Wie das Leben in Deutschland wirklich ist, zeigt eine Sammlung mit 54 Bildern auf BuzzFeed.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit. In diesem Sinne: Frohe Ostern!

 

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