Wie WhatsApp & Co. das Kommunikationsverhalten beeinflussen

Hochschule Fresenius/WIK

Sogenannte "Over-The-Top-Dienste" (OTT) erfreuen sich laut der Studie "OTT-Dienste und Kommunikationsverhalten in Deutschland" bei Verbrauchern zunehmend großer Beliebtheit. Und so laufen WhatsApp & Co. den klassischen Telekommunikationsdiensten allmählich den Rang ab.

© ra2 studio - Fotolia.com

Wie WhatsApp &Co. das Kommunikationsverhalten beeinflussen (Bild: ra2 studio - fotolia.com)

Dr. Anna Schneider von der Hochschule Fresenius hat das Kommunikationsverhalten der Deutschen gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste unter die Lupe genommen. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass das anfängliche Argument der Kostenersparnis bei den Konsumenten in den Hintergrund getreten ist. Mittlerweile überzeugen die neuen Services eher durch ihre Funktionsvielfalt, die direkte Kommunikation und die Möglichkeit zur Selbstpräsentation.

OTT-Dienste haben der Studie zufolge zahlreiche neue Kommunikationsanlässe geschaffen. Bereits über 60 Prozent der Befragten nutzen die neuen Dienste in Situationen, in denen sie früher eine SMS verschickt hätten. Zudem substituiere bereits fast die Hälfte (49 Prozent) der befragten Konsumenten zumindest gelegentlich Telefonate durch Messenger-Dienste. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) sei erst durch Messenger-Dienste zum Schreiben von Nachrichten gekommen.

Die  Analyse der Befragungsdaten zeigt laut Studienautoren außerdem, dass Telekommunikationsunternehmen vom Trend zur stärkeren Nutzung von OTT-Diensten profitieren könnten. Denn gerade die Konsumenten, die diese Dienste stark nutzten, erwarben demnach in den vergangenen zwei Jahren einen neuen Mobilvertrag und hochwertige Endgeräte mit mehr High-Speed-Datenvolumen.

Zur Studie:
Für die Studie wurden insgesamt 1.027 Personen vom 30.11. bis 07.12.2015 von YouGov befragt. Zusätzlich wurden 28 qualitative Interviews in den Monaten April und Mai 2016 geführt. Die Studie entstand in Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Fresenius und dem WIK, Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste.

dr

Veröffentlicht am: 27.06.2016

 

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