Werbemarkt Banken: PayPal hat Ausgaben deutlich erhöht

18.02.2015

Esslingen am Neckar – Im gesamten Bankenmarkt wurden von den Unternehmen für mediale Kommunikation innerhalb eines Jahres insgesamt rund 837 Millionen Euro ausgegeben. Die Ausgaben sind, nach einem Rückgang im Jahr zuvor, erneut um über elf Prozent gestiegen. Auf Basis der Werbemonitoringergebnisse von Ebiquity Germany haben die Werbespendings in sieben der zwölf untersuchten Produktmärkte zugenommen, besonders stark war die Zunahme in den Bereichen Bargeldlose Zahlungen und Imagewerbung. Deutliche Rückgänge verzeichnen allein die Produktmärkte Altersvorsorge und Baufinanzierung. In den drei Bereichen Bausparen, Girokonto und Kreditkarte sind die Rückgänge moderat.

Vergleicht man die Anbieter produktmarktübergreifend, so entfällt auf die zehn Unternehmen mit den höchsten Werbespendings gut die Hälfte der gesamten Werbeausgaben. Die  Sparkassen verteidigen im Ausgabenranking ihren ersten Platz vom Vorjahr und belegen in zehn von zwölf Produktmärkten einen Platz unter den Top 10. Es folgen wie im Vorjahr Commerzbank und ING-DiBa. Den größten absoluten Anstieg hat das Online-Bezahlsystem PayPal zu verzeichnen, das sich damit neu auf Platz vier positioniert und im Produktmarkt Bargeldlose Zahlungen die mediale Kommunikation zu über 90 Prozent dominiert.

Die größte relative Zunahme hat der bisher kleine Produktmarkt Bargeldlose Zahlungsmittel durch die enormen Werbespendings von PayPal erfahren. Die größte absolute Zunahme hingegen ergibt sich in der Kategorie Imagewerbung. Dieser Markt ist um über 37 Millionen Euro gewachsen. Er ist gleichzeitig mit 184 Millionen Euro größter Bereich nach Volumen und beinhaltet mit über 400 die höchste Anzahl werbender Unternehmen. Der Produktmarkt PKW-Finanzierung ist der zweitgrößte Wachstumsmarkt. Hier dominiert die ING-DiBa, die durch eine erhebliche Aufstockung die anderen Anbieter in den Schatten stellt.  

Im Mediensplit sind in den betrachteten Märkten vor allem TV-Werbung, aber auch Internet- und Printwerbung dominierend. Im Bereich Imagewerbung werden über 40 Prozent des Budgets von sieben der Top 10 Unternehmen in TV-Werbung investiert. In der inhaltlichen Kommunikation der Top 10 spielt die Sicherheit der Finanzprodukte sowie das Vertrauen und die persönliche Beratung der Kunden eine große Rolle.

Zur Studie: Mit der „Werbemarktanalyse Banken 2015“ untersuchen die Herausgeber Ebiquity und research tools bereits zum dritten Mal den Werbemarkt der Banken in den zwölf Produktmärkten Altersvorsorge, Bargeldlose Zahlungsmittel, Baufinanzierung, Bausparen, Girokonto, Imagewerbung, Kreditkarte, Pkw-Finanzierung, Ratenkredit, Sonstige Finanzprodukte, Sparprodukte und Wertpapiere. 

ah

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren

Ipsos

Erfolgsgeschichte EU?

Erfolgsgeschichte EU? (Bild: VanderWolf Images - fotolia.com)

24.03.2017 - Vor 60 Jahren unterschrieben Belgien, Frankreich, Westdeutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Wie Bürger auf die heutige EU blicken, hat Ipsos in einer internationalen Studie untersucht. weiterlesen

 
Medienspiegel

Smartphones, Sex und Sterne

Männer, die auf Smartphones starren (Bild: santypan - fotolia.com)

24.03.2017 - Ticken die Digital Natives wirklich so anders als ihre Vorgänger? Warum möchte die ungarische Regierung einem niederländischen Bierkonzern sein Wahrzeichen verbieten? Und was passiert jetzt mit der Weltwirtschaft? Erfahren Sie es in unserem Medienrückblick der Woche. weiterlesen

 
Nielsen

Lebensmitteleinzelhandel in Westeuropa wächst weiter

supermarkt-eisenhans-fotolia

24.03.2017 - Nielsen zeigt anhand einer Analyse des Lebensmitteleinzelhandels, dass 61 Prozent des Wachstums in Westeuropa 2016 auf das Konto der frischen Lebensmittel und Süßwaren beziehungsweise Snacks gehen. weiterlesen

 

KKR will GfK von der Börse nehmen

23.03.2017 - Im SDax ist die GfK bereits wegen des geringen Streubesitzes seit dem gestrigen Mittwoch nicht mehr gelistet. Nun fordert der Investor KKR die Zwangsabfindung der restlichen Kleinaktionäre. Dann würde GfK nach 17 Jahren von der Börse verschwinden. weiterlesen

 
Gallup

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

23.03.2017 - Der Anteil von Arbeitnehmern, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, stagniert laut Engagement Index 2016 von Gallup bei 15 Prozent. Ebenso viele Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt – und das mit weitreichenden Folgen für die Unternehmen. weiterlesen

 

Werbung

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus