Weiterbildung to go: Fast jeder Zweite bildet sich online fort

Bitkom-Studie zur Nutzung digitaler Weiterbildung

23.01.2018

45 Prozent der Bundesbürger nutzen digitale Lernmittel zur Weiterbildung. Jeder Fünfte lernt mit kostenpflichtigen Angeboten. Kein Wunder: Zeit- und ortsunabhängiges Lernen bietet diverse Vorteile.

Ob im Bus oder auf der Parkbank: Lernen mit digitalen Mitteln ist überall möglich (Bild: Coyot - Pixabay)

Ob im Bus oder auf der Parkbank: Lernen mit digitalen Mitteln ist überall möglich (Bild: Coyot - Pixabay)

 

Smartphone-Apps, Online-Vorlesungen und Webinare sind für viele eine praktische Alternative zu klassischen Weiterbildungsformaten wie Volkshochschulkursen oder Fachbuchlektüre. Laut einer aktuellen Bitkom-Befragung hat bereits knapp die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) schon einmal digitale Lernformate genutzt, um sich privat weiterzubilden. Jeder Fünfte (20 Prozent) lernt mit kostenpflichtigen Angeboten. Die Bereitschaft, für digitales Lernen zu zahlen, ist am größten bei Nutzern von Blended-Learning-Formaten (77 Prozent), also einem kombinierten Angebot aus Präsenzveranstaltungen und einem digitalen Lernformat. Auch Nutzer von Lern-Apps für Smartphone und Tablet wie zum Beispiel Babbel (75 Prozent) und von interaktiven E-Books (64 Prozent) geben dafür mehrheitlich Geld aus, seltener ist das der Fall bei PC-Lernprogrammen und -spielen (22 Prozent) und Online-Kursen (15 Prozent).

Digitale Lernformate machen Weiterbildung in den Alltag integrierbar

Für Nutzer digitaler Lernformate liegen die Vorteile klar auf der Hand. Neun von zehn (87 Prozent) schätzen besonders, sich dank digitaler Technologien immer und überall weiterbilden zu können. Sechs von zehn (59 Prozent) sind überzeugt, mit digitalen Formaten schneller und zielgerichteter zu lernen. Und immerhin vier von zehn (43 Prozent) meinen, dass digitales Lernen mehr Spaß macht als klassische Lernformate. "Digitale Angebote sind viel leichter in den Alltag zu integrieren und steigern Motivation und Lernerfolg. Nie war es einfacher, unabhängig von Zeit und Ort zu lernen – etwa auf Bahnfahrten, im Wartezimmer oder in der Mittagspause", erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. Ein weiterer Pluspunkt ist seiner Meinung nach, dass Inhalte zielgerichteter vermittelt werden können und Technologien – wie etwa das sogenannte adaptive Learning  – Lernangebote genau an den individuellen Wissensstand und die Lernfortschritt des Nutzers anpassen.

Allgemein gibt es eine große Bereitschaft, sich privat weiterzubilden. Drei von vier Bundesbürgern (76 Prozent) nutzen private Weiterbildungsangebote, sei es in klassischen oder digitalen Formaten. Hiermit steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, der in Zukunft immer stärker von der Digitalisierung geprägt sein wird.

Zur Studie: Es wurden im August 2017 1.010 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt.

 

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