Virenbefall, Diebstahl und sexuelle Belästigung

Bitkom-Befragung zur Cyberkriminalität

Jeder zweite deutsche Internetnutzer ist in den vergangenen zwölf Monaten ein Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Befragung. Vor allem Viren sind nach wie vor ein riesiges Thema.

Cybercrime: Polizei und Justiz im Einsatz (Bild: Alexas_Fotos - pixabay.com)

Cybercrime: Polizei und Justiz im Einsatz (Bild: Alexas_Fotos - pixabay.com)

 

43 Prozent der Internetnutzer wurden Opfer eines solchen Angriffs. Rund jeder Fünfte gab in der Bitkom-Befragung an, dass bei ihm im zurückliegenden Jahr mindestens einmal Zugangsdaten zu Online-Diensten wie Sozialen Netzwerken oder Online-Shops gestohlen, oder persönliche Daten illegal genutzt wurden. Rund jeder Sechste ist beim Online-Shopping oder Online-Banking betrogen worden.

Acht Prozent berichteten von massiven Beleidigungen, fünf Prozent von sexueller Belästigung im Netz. "Das Wissen der Nutzer über mögliche Angriffe im Netz und Schutzmöglichkeiten muss verbessert werden", sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Winfried Holz zum Auftakt der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg.

Finanzieller Schaden

In jedem zweiten Fall von Cybercrime entstand durch einen Angriff ein finanzieller Schaden. So gibt jedes vierte Opfer an, dass wegen des Angriffs ein IT-Experte hinzugezogen wurde, etwa bei einem Reparaturdienst. Oder die Geschädigten kauften Hard- oder Software (23 Prozent). 16 Prozent erlitten einen finanziellen Schaden, weil sie Waren bezahlt haben, die nicht angekommen sind oder weil sie für privat online verkaufte Waren kein Geld erhalten haben. Und fast jeder Zehnte schaltete einen Rechtsanwalt ein. 

Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.017 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. 

ts

Veröffentlicht am: 11.10.2017

 

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