Über die Auswirkungen der Gewalt beim G20-Gipfel

YouGov

14.07.2017

Nach den schweren Ausschreitungen während des G20-Gipfels hält laut einer Umfrage von YouGov eine knappe Mehrheit der Deutschen (52 Prozent) solche Treffen für nicht sinnvoll.

Nachdenkliches Paar (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

Auswirkungen der Gewalt beim G20-Gipfel (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

Die Kosten und Probleme mit Gewalt stehen aus Sicht der Befragten in keinem Verhältnis zu den konkreten Ergebnissen. Am vergangenen Freitag, also kurz vor den Ausschreitungen, hielten noch 59 Prozent der Deutschen den G20-Gipfel für sinnvoll. Angesichts der Gewalt in Hamburg befürworten außerdem 50 Prozent der Deutschen, die Versammlungsfreiheit stärker einzuschränken, um solche Ausschreitungen zu verhindern. Nur 30 Prozent der Befragten erachten das Versammlungsrecht für so wesentlich für die Demokratie, dass sie eine Einschränkung ablehnen. Allerdings hält mindestens jeder Zehnte die Gewalt in Hamburg für gerechtfertigt: die Gewalt gegen Sachen (11 Prozent), um mediale Aufmerksamkeit zu erzielen (17 Prozent) oder weil die Polizei das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit beim G20-Gipfel verletzt habe (15 Prozent). 

Damit es nicht noch einmal zu solch massiven Krawallen in Deutschland kommt, wünschen sich fast drei Viertel der Deutschen, dass eine europäische Datenbank zu linken Gewalttätern aufgebaut wird. Nur 30 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Scholz die politische Verantwortung tragen und zurücktreten sollte.

Zur Studie:

YouGov befragte 1.079 Deutsche im Alter ab 18 Jahren vom 10. bis 11. Juli 2017 mittels standardisierter Online-Interviews. 

dr

 

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