Softwareentwicklung braucht mehr Digital Designer

Bitkom

Softwareentwickler von morgen brauchen gestalterische Kompetenz, doch diese ist Mangelware. Der Grund: Nur fünf Prozent der IT-Studiengänge bieten Gestaltungsdisziplinen überhaupt an.

Mehr als Nullen und Einsen: Softare-Entwickler müssen heute auch Designer sein (Bild: Geralt - Pixabay)

Mehr als Nullen und Einsen: Softare-Entwickler müssen heute auch Designer sein (Bild: Geralt - Pixabay)

 

Software kann auf vielfältige Weise überzeugen – sei es durch hohe Reaktionsgeschwindigkeit, eine neuartige Funktionsweise oder eine moderne Oberfläche. Doch Informatiker treten nur selten als aktive Software-Gestalter auf.

Kreatives Know-How von der Pieke auf? Fehlanzeige!

Problematisch ist im Hinblick auf Konzeptions- und Gestaltungskompetenz bereits die Ausbildung. In 95 Prozent der Informatik-Studiengängen liegt der Fokus ausschließlich auf technologischer Kompetenz. Nur bei fünf Prozent der Studiengänge tauchen Gestaltungsdisziplinen wie Computervisualistik, Multimedia oder Usability im Lehrplan auf. Dabei ist die Kombination von Informatik und Design schon heutee unerlässlich.

"Software ist das zentrale Element der Digitalisierung und muss ganzheitlich gedacht werden: Entwickler allein als Umsetzer der Technik zu sehen, ist nicht mehr zeitgemäß. Sie sind die Architekten komplexer Systeme und müssen damit stärker in die Gestaltung von Software involviert werde", sagt Dr. Frank Termer, Bereichsleiter Software beim Digitalverband Bitkom. "Wenn die Softwareentwicklung im Zuge der Digitalen Transformation ihr volles Potenzial ausschöpfen will, muss der Gestaltungskompetenz in der IT-Ausbildung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Technologische Kompetenz allein reicht nicht mehr aus."

Symbiose von technologischer und gestalterischer Kompetenz

Termer betont außerdem, die Ausgewogenheit zwischen Digital Designern, Software Ingenieuren und Software Managern müsse erreicht werden, um optimale Ergebnisse erzielen zu können." Seine Überzeugung lautet: "Nur in der Verbindung von technologischer und gestalterischer Kompetenz lassen sich in Zukunft wirtschaftlich tragfähige und erfolgreiche Produkte, Dienstleistungen und Services entwickeln."

Hinweis zur Methodik: Die Ergebnisse basieren auf den Daten von www.hochschulkompass.de, die für den Leitfaden "Rollenideal ‚Digital Designer‘" erhoben wurden.

Veröffentlicht am: 13.11.2017

 

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