Sharing, Reisen, Emotionen

Medienspiegel

28.07.2017

Carsharing ist nicht so beliebt, wie man mit Blick auf die Trendberichterstattung meinen könnte. Eine gute Reputation kann helfen, wenn schlechte Nachrichten aufkommen. Und Facebook kann sich freuen, weil es immer aufwärts geht. Mehr in unserem Medienspiegel.

(Bild: david_leshem - fotolia.com)

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Von Tim Farin

Wer ins Kino geht, taucht in einen dunklen Raum, vermeintlich unbeobachtet und voll auf den Film konzentriert. Stimmt eigentlich, doch der Unterhaltungskonzern Disney will mehr darüber wissen, wie die Kinogänger emotional auf seine Streifen reagieren – und stattet deshalb ein Kino mit 400 Sitzen mit neuer Technik aus, wie Deutschlandfunk Nova berichtet. "Anhand der detaillierten Analyse können die Filmemacher jetzt genau sehen, ob ihre geplanten Filmmomente auch funktionieren oder nicht", heißt es in dem Beitrag. Ziel ist natürlich die größere Planbarkeit von Blockbustern.

Die Bank und das Vertauen

"Eine gute Reputation schützt Kreditinstitute davor, bei kritischen Themen von Kunden und Medien allzu negativ bewertet zu werden", berichtet Jörg Forthmann auf "Der Bank Blog" über eine Studie von Ubermetrics und Faktenkontor. Demnach hilft es Kreditinstituten bei schwierigen Themen in der Öffentlichkeit, wenn sie sich bereits eine gute Reputation aufgebaut haben. Manche Themen schlagen auf die ganze Branche durch, aber der Ton der Berichterstattung unterscheidet sich von Bank zu Bank – was an eben diesem Ruf liegt.

Wer will schon teilen?

Wann kommt die Sharing Economy? Es gibt viele Optimisten, die es nur für eine Frage der Zeit halten, bis etwa der persönliche PKW abgeschafft und durch vernetzte Carsharingangebote ersetzt wird. Allerdings ist der Weg bis dahin noch sehr weit. Eine Studie der gik, über die t3n berichtet, fördert Beachtliches zutage. "Acht von zehn Führerscheinbesitzern lehnen Carsharing aktuell ab. Hinzu kommen noch 1,3 Millionen Autofahrer, die zwar schon einmal Carsharing praktiziert, das Konzept aber für "nicht überzeugend" befunden haben", heißt es in dem Beitrag.

Macron – eine erster Check

Europa stand vor dem Untergang, Frankreich vor der Machtergreifung der Rechtsextremen – so kam es dann aber nicht. Arte blickt drei Monate nach der Wahl Emmanuel Macrons auf den vermeintlichen "Heilsbringer" und unterwirft seine politische Leistung einem Realitätscheck. "Macrons bisherige Auftritte auf internationalem Parkett bestanden vor allem aus Kommunikation und weniger aus konkreten Vorschlägen", heißt es zum Beispiel über die internationale Politik des französischen Präsidenten, dessen Auftreten ja auch für Deutschland große Relevanz besitzt.

Die Facebook-Balken

Wie geht es Facebook? Setzt das Unternehmen auf die richtige Strategie? Hat es zuletzt Fehler gemacht? Darüber diskutieren viele Experten in aller Welt. Es gibt aber eine Grafik, die eine eindeutige Sprache spricht – weswegen sie auf The Atlas auch besonders hervorgehoben wird: "Facebooks monatliche Umsätze". Schauen Sie sich einmal den Verlauf an, den die Facebook-Umsätze in den vergangenen Jahren genommen haben. Beeindruckend.

Reiseweltmeister Luxemburg

Von wegen, die Deutschen sind Reiseweltmeister! Stattdessen geben die Menschen aus Luxemburg im weltweiten Vergleich am meisten fürs Reisen in andere Länder aus – nämlich 5.915 US-Dollar pro Kopf. Capital hat einmal den internationalen Vergleich der Reisenationen zusammengefassst. Interessant auch: Die vermeintlich reisefreudigen Japaner geben sich de facto äußerst sparsam.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

 

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