Saturn, Excel und DFB

Medienspiegel

30.05.2018

Der Abstieg der einstigen Top-Elektronikmarktkette Saturn droht. Lokale Händler profitieren vom Internet. Einer der reichsten Männer der Welt gibt wertvolle Buch-Inspirationen. Und Excel lässt sich leichter lernen als gedacht. Das sind die Themen im Medienspiegel der Woche.

© Mitrija - fotolia

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Von Tim Farin

Ist Profifußball im Grunde nur noch Monopoly, wie es ein Gesprächspartner den Machern der ZDF-Doku "Kick & Cash – Macht Geld den Fußball kaputt?" sagt? Die Zeit zwischen Champions-League-Finale und WM bietet Gelegenheit, sich diese Mechanismen noch einmal in Ruhe anzuschauen, ohne gleich wieder an die Aufstellungen für den nächsten Kracher zu denken. Béla Rethy und Halim Hosny werfen einen nachdenklichen Blick auf ein Business, das an vielen Stellen nicht nur für Begeisterung, sondern auch für Empörung sorgt.

Geil gewesen

Die einst stolze Unterhaltungsmarktkette Saturn steckt in einer tiefen Krise, vielleicht ist sie sogar auf dem Weg in den Untergang. Was mal geil war, ist heute vor allem Grund zur Verzweiflung – meint zumindest der Verfasser einer Einordnung in W&V. Die legt nahe, dass der einstige Vorreiter des Elektronikkonsums im Niedergang steckt. "Saturn krankt an einem schweren Infekt: Die Marke ist diffus bis zur Unkenntlichkeit – und daher leicht zu verwechseln mit ihrer übermächtigen Schwester Media-Markt", schreibt Autor Martin Bell. 

Lokale Händler und das Netz

Der Handel im Wandel – darüber kann man natürlich nicht nachdenken, ohne über elektronische Absatzkanäle zu grübeln. Die WirtschaftsWoche zeigt Beispiele dafür, wie örtliche Publikumsgeschäfte auch in Kooperationen mit Internetriesen den Weg in die Zukunft suchen. Ein Beispiel aus Mönchengladbach bringt ermutigende Ergebnisse zutage: 6,7 Millionen Euro haben die teilnehmenden Händler dort in einem Internet-Projekt erwirtschaftet: "Die Zahlen hätten die Erwartungen übertroffen, verkündet die Wirtschaftsförderung der Stadt stolz. Sie setzt das Projekt gemeinsam mit Ebay um", berichtet die WiWo.

Die Gates-Liste

Welche Bücher sollten wir gelesen haben? Wer sich diese Frage stellt, bekommt vom Multimilliardär und Software-Vordenker Bill Gates regelmäßig Angebote. Nun hat QZ.com eine Liste der Buchempfehlungen des Microsoft-Gründers zusammengetragen. Dass unter den empfohlenen Werken nur wenige Romane zu finden sind, dürfte kaum verwundern. Aber: "Gates empfiehlt überraschenderweise nicht regelmäßig Bücher über den Geschäftserfolg oder digitale Technologie." Wer spannende Lektüre mit Langzeitwirkung sucht, kann hier gut stöbern.

Qualität in der Marktforschung

Die Marktforschungsbranche hat in diesem Jahr schon eine Menge negativer Schlagzeilen erlebt. So erstaunt es nicht, dass die Qualitätssteigerung ein wichtiges Thema ist – und ihr nun sogar eine eigene Konferenz in Österreich gewidmet wurde. Leadersnet berichtet über die Veranstaltung und deren Tenor: "Sowohl die Institute als auch die Marktforscher in den Unternehmen orientieren sich sehr stark an strengen Qualitätskriterien, um damit die Aussagekraft und Genauigkeit von Studien zu garantieren." Ein wichtiges Thema der Zukunft wird sein, wie sich künstliche Intelligenz auf die Datenqualität auswirkt. Jörg Tschasche, CPO von respondi, warnte deshalb vor Befragungsrobotern. 

Excel als Endgegner

Um Excel kommt kaum jemand herum. Doch viele Menschen tun sich schwer damit, die Zellen mit Geschick zu nutzen. Irgendwann möchte man auch nicht mehr zugeben, dass man ausgerechnet im Standardprogramm für Daten und Tabellen eine Null notiert. Um die eigenen Fähigkeiten ein bisschen aufzupeppen, bietet Vice.com zehn praktische Tipps. "Excel ist der Endboss der Bürosoftware, aber ihr könnt ihn bezwingen." Hier gibt es gute Tipps zum Einstieg in Pivot-Tabellen, Autosummen und den S-Verweis.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit, das in Ruhe zu tun. Schon jetzt: Schönen Feiertag und erholsames Wochenende!

 

Kommentare (2)

  1. Daniel Schumann vor 3 Wochen
    Fehler im Abschnitt "Die Gates-Liste": In Satz 2 ist sicher nicht Steve Jobs als Microsoft-Gründer gemeint, oder? :-)
  2. marktforschung.de vor 3 Wochen
    Lieber Daniel Schumann,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Es handelt sich natürlich um Bill Gates. Wir haben den Text dementsprechend korrigiert.

    marktforschung.de-Redaktion

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