Repricing-Barometer: Preiskampf im Weihnachtsgeschäft

metoda

11.01.2017

Das metoda Repricing-Barometer registrierte im Dezember 2016 deutlich mehr als zwölf Millionen Preisschritte. Damit war das Weihnachtsgeschäft 2016 im deutschen E-Commerce von einem harten Preiskampf gekennzeichnet.

E-Commerce (Bild: Maksym Yemelyanov - fotolia.com)

Repricing-Barometer: Preiskampf im Weihnachtsgeschäft (Bild: Maksym Yemelyanov - fotolia.com)

Marktführer Amazon hat mit einer im Vergleich besonders agilen Preisstellung das Fundament für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft gelegt. Große Händler wenden den Umsatzhebel Repricing weiterhin messbar effektiver an und festigen aus Sicht von metoda mit einer erfolgsorientierten Preisstrategie ihre führende Stellung in wettbewerbsintensiven Märkten. Diesen Weg gehen allerdings nicht alle Marktteilnehmer: So entfielen auch im Dezember fast 45 Prozent aller Preisschritte auf die zehn preisaktivsten Händler. 41 Prozent der mehr als 2.000 erfassten Anbieter haben im wettbewerbsintensiven Weihnachtsgeschäft keine aktive Preisstrategie verfolgt.

Marktführer Amazon kam auf fast 3,3 Millionen Preiskorrekturen. Aktivitäten gab es insbesondere in preissensitiven und wettbewerbsintensiven Märkten. So wurde im Dezember die höchste Preisaktivität im Bereich Drogerie und Körperpflege gemessen. Zum saisonalen Erkältungsschwerpunkt kommen Nachfragetrends, etwa aus den Produktbereichen Lichttherapie und elektronische Zahnbürsten. 

Mit der Elektronik- sowie der Beauty-Kategorie landen zudem zwei klassische Weihnachtsfelder unter den besonders preisaktiven Amazon-Kategorien. Nachfragepeaks bei Notebooks und Co. sowie bei Parfüms dürften hier ursächlich sein.

Elektronikversender Jacob aus Karlsruhe trägt sich mit annähernd 760.000 Preiskorrekturen auf dem zweiten Platz ein. Dritter im Bunde ist der DHL-Marktplatz Allyouneed.com (571.000 Preiskorrekturen), gefolgt von Hitmeister (543.000) und Reifensuche.com (378.617). Dies ist exakt die gleiche Reihenfolge wie im Vormonat, was laut metoda daran liegt, dass sich in engen Wettbewerbsfeldern die erfolgsorientieren Anbieter bereits frühzeitig preislich in Stellung gebracht haben.

Rund 41 Prozent der erfassten Händler waren hingegen in der Weihnachtszeit zwar mit Angeboten auf Preissuchmaschinen vertreten, hielten die Preise jedoch ungeachtet der schwankenden Nachfrage und wechselndem Wettbewerbsdrucks über den gesamten Monat hinweg stabil. Etwa 33 Prozent der erfassten Händler nahmen bis zu 100 Preisanpassungen im Dezember vor, rund 13 Prozent drehten bis zu 1.000 Mal an der Preisschraube. Etwa gleich viele Händler nahmen mehr als 1.000 Preisanpassungen vor, wobei die zehn preisaktivsten Anbieter auf einen Durchschnitt von fast 700.000 Preisschritten in den Wochen rund ums Fest gekommen sind.

Zur Methodik:

Das metoda Repricing-Barometer ermittelt monatlich die Preisaktivität im deutschen E-Commerce. Grundlage der Erhebung sind die auf Preissuchmaschinen eingestellten Angebote. Daten von mehr als 2.000 Shops aus allen Segmenten wurden im Dezember für das metoda Repricing-Barometer analysiert. Für die monatlich ermittelten Werte erfasst die PriceAPI mehrere Millionen Datenpunkte.

dr

 

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