Rekrutierung, Bewerbung, Einstellung – Wie verlaufen Personalprozesse in der Marktforschung?

Recruiting-Studie

Warum wird man überhaupt Marktforscher (w/m)? Wie spielen sich Bewerbungsprozesse in der Branche ab, worauf kommt es Personalentscheidern bei Bewerbungen an und was sind die Kompetenzen der Zukunft? Für eine Sonderpublikation rund um HR-Prozesse in der Marktforschung haben wir diese und weitere Fragen genauer analysiert.

marktforschung.de präsentiert: Recruiting, Bewerbungs- und Einstellungsprozesse in der Marktforschung © Tero Vesalainen - pixabay.com

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Von Matthias Richter, marktforschung.de

Jedes Jahr untersucht marktforschung.de in der Gehaltsstudie zusätzlich ein wechselndes Sonderthema. In der vergangenen Befragungswelle ging es dabei um „Rekrutierungs-, Bewerbungs- und Einstellungsprozesse“ in der Marktforschung. Hierfür haben uns Marktforscher einen Einblick in ihre Bewerbungsprozesse gegeben. Über einen eigenen Filterpfad wurden außerdem Geschäftsführer und Personalverantwortliche befragt, um mehr über die Rekrutierungs- und Einstellungsprozesse aus Unternehmenssicht zu erfahren.

Traumberuf Marktforscher?

marktforschung.de ist sicher: Auch wenn es vermutlich selten dem einstigen Kindheitswunsch entspricht, den "Traumberuf Marktforscher" gibt es. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Marktforscher insbesondere die Vielseitigkeit ihrer Tätigkeit schätzen, die mit der Natur der Projektarbeit einhergeht. Wechselnde Themen, Methoden, Branchen und Kunden lassen selten Eintönigkeit oder gar Langeweile aufkommen und führen dazu, dass sich der Forscher stets neuen Gegebenheiten anpassen muss. Einigen Befragten ist der Forschungsprozess besonders wichtig. Sie erfreuen sich besonders an der Konzeption von Forschungsdesigns, dem Erkenntnisgewinn und anschließendem Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Die Erforschung und Ergründung menschlichen Verhaltens ist für viele Befragte der Mehrwert ihrer täglichen Arbeit. Unabdinglicher Bestandteil der eigenen Persönlichkeit sollten eine ausgeprägte Neugier und Lernbereitschaft sein.

Der Weg dorthin ist allerdings nicht immer zielgerichtet, so die Ergebnisse. Etwa jeder Fünfte gibt an, dass er oder sie eher zufällig in die Branche geraten ist. Dass es viele Quereinsteiger in der Branche gibt, ist bekannt, trotzdem erscheint es bemerkenswert, wie viele mit einem Wortlaut antworten, der mit "ich bin da irgendwie so reingerutscht" gut beschrieben ist. Einige davon sagen dann aber wiederum, dass sie schnell gelernt haben, die Branche und ihre Tätigkeit zu schätzen. Interessant ist: Kaum einer begründet seine Berufswahl mit guten Karrieremöglichkeiten oder gar mit einem attraktiven Gehalt, auch wenn Letzteres aus Sicht des Autors – zumindest isoliert – ein trauriger Beweggrund wäre.

Networking lohnt sich

Es ist kein Geheimnis, dass berufliche und private Kontakte – zurückhaltend formuliert – das Zünglein an der Waage sein können, wenn es um die Einstellungsentscheidung bezüglich offener Stellen geht. Hier stellt die Marktforschungsbranche den Studienergebnissen zufolge keine Ausnahme dar. So geben mehr als ein Viertel der Befragten an, dass bestehende Kontakte in ihr jetziges Unternehmen bei der Einstellung hilfreich waren. Gerade bei den Stellen für Berufserfahrene geben einige an, dass sie gar keine klassische Bewerbung verfassen mussten und Gespräche unmittelbar stattfanden.

Auch ein Profil und Austausch über XING oder LinkedIn können hilfreich sein. Den Studienergebnissen zufolge sind die beiden Business-Netzwerke sowohl bei Unternehmen, als auch externen Personalvermittlungen für die Suche nach marktforschungsbezogenen Stellen beliebt.

Bewerbungsprozess nicht immer einfach

Bei verschiedenen Fragen zum Prozess von der Bewerbung bis hin zur Einstellung wird bei einigen Befragten durchaus eine gewisse Frustration deutlich. Besonders häufig werden extrem lange Wartezeiten, fehlende Rückmeldungen und eine zu geringe Transparenz während des Bewerbungsprozesses moniert. Die befragten Marktforscher haben hier eine klare Erwartungshaltung: 60 Prozent möchten bereits zwei Wochen nach Bewerbung eine Rückmeldung abseits einer automatischen Eingangsbestätigung und fast alle (97 Prozent) denken, dass spätestens nach vier Wochen ein Feedback kommen sollte. Es wird aber auch über besonders positive Erfahrungen berichtet. Einige sprechen zum Beispiel über eine freundliche und lockere Atmosphäre im Vorstellungsgespräch oder darüber, dass im Gespräch der Fokus mehr auf der Persönlichkeit als auf rein fachlichen Kompetenzen lag.

Weitere Informationen und Bestellung der Studie:

Downloaden Sie hier unsere Studien-Infos! (Bild: RAM – Fotolia.com)

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Zur Studie: Ziel der Untersuchung war, die Rekrutierungs-, Bewerbungs- und Einstellungsprozesse in der Marktforschungsbranche genauer zu beleuchten. Dafür wurden im Rahmen einer Onlineumfrage insgesamt 621 Personen befragt; darunter 380 Marktforscher zu vergangenen und aktuellen Bewerbungsprozessen. Die anderen 241 Befragten sind an der Rekrutierung und/oder Einstellungsentscheidung neuer Mitarbeiter beteiligt. Diese haben aus Unternehmenssicht Auskunft über Einstellungsprozesse bei marktforschungsbezogenen Stellen gegeben.

Veröffentlicht am: 25.06.2018

 

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