Nur jeder Dritte glaubt an einen deutschen WM-Sieg

Fußball-WM 2018

Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sind die Erwartungen gedämpft. Lediglich 31 Prozent der Deutschen glauben an den WM-Sieg der Nationalmannschaft. In den Vormonaten sah dies noch anders aus, im Mai beispielsweise waren es noch 44 Prozent. Das geht aus der Trendstudie von OmniQuest hervor.

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Die Vorfreude auf die WM 2018 ist leicht gedämpft ©Gellinger - pixabay

 

Seit Dezember 2017, waren mindestens 40 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Deutschland auch 2018 die Fußball-WM gewinnen wird. Der höchste Wert lag bei 45 Prozent im Januar, der Durchschnitt aller Monate liegt bei 41 Prozent. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass Männer optimistischer als Frauen in Bezug auf einen Erfolg der deutschen Mannschaft sind (44 Prozent zu 38 Prozent). Desweitern zeigt sich auch ein Alterseffekt: Je älter die Befragungsteilnehmer sind, desto geringer ist der Anteil derer, die von einem Sieg der deutschen Mannschaft überzeugt sind.

Mitfavoriten: Spanien, Frankreich und Brasilien

Den anderen 31 Teilnehmern des Turniers werden wesentlich geringere Siegchancen eingeräumt. Lediglich Spanien (7 Prozent), Frankreich (6 Prozent) und Brasilien (6 Prozent) kann man anhand der Ergebnisse als Mitfavoriten bezeichnen. Im zeitlichen Verlauf lassen sich bei Brasilien und Spanien deutliche Veränderungen der Werte feststellen: Ab April glauben fast doppelt so viele Befragte daran, dass diese Mannschaften Weltmeister werden. Dazu passt, dass Brasilien und Spanien Ende März aus Begegnungen gegen Deutschland beziehungsweise Kolumbien als Gewinner hervorgegangen sind.

"WM-Fieber" nimmt mit steigendem Alter ab

Die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft ist im Juni signifikant geringer, lediglich 27 Prozent erklären, sie seien im "WM-Fieber"; im Mai bestätigten dies noch 36 Prozent. In den Monaten davor zeigte sich - ausgehend von 16 Prozent im Dezember - ein fast kontinuierlicher Anstieg der "WM-Fieberkurve". Auch bei dieser Frage lässt sich feststellen: Männer sind eher im "WM-Fieber" als Frauen (28 Prozent zu 17 Prozent). Gleichzeitig nimmt auch die Begeisterung für die WM mit steigendem Alter ab, bei den 18- bis 29-Jährigen sind 31 Prozent im "WM-Fieber", demgegenüber sind es bei den über 60-Jährigen lediglich 13 Prozent.

Eine Erklärung für den deutlichen Rückgang der Werte in der Befragung Anfang Juni: Wenige Tage vor Befragungsstart verlor die deutsche Nationalmannschaft erstmals seit 32 Jahren wieder gegen Österreich und war damit seit fünf Länderspielen ohne Sieg.

Zur Studie: Ergebnis einer OmniQuest-Trendstudie im Onlinepanel mit insgesamt 7.000 Befragten im Zeitraum von Dezember 2017 bis Juni 2018 mit sieben Messzeitpunkten.

Veröffentlicht am: 12.06.2018

 

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