Mieten statt kaufen: Die Potenziale von Mietservices

SPLENDID RESEARCH-Studie

Neue Produkte kommen in immer kürzeren Intervallen auf den Markt. Doch mit diesem Tempo können die Verbraucher kaum mithalten. Wer trotzdem auf dem neusten Stand sein möchte, erfreut sich der zunehmenden Verbreitung von Mietservices. Welche Potenziale hier noch brach liegen, zeigt eine Studie von SPLENDID RESEARCH.

Beliebt: Online-Mietservice bei Elektronik-Produkten © Mediamodifier-pixabay

Beliebt: Online-Mietservice bei Elektronik-Produkten © Mediamodifier-pixabay

 

Ein Produkt zunächst zur Miete beziehen mit der anschließenden Option des Kaufs – so lässt sich das Geschäftsmodell Mietservice in wenigen Worten beschreiben. Fast die Hälfte der deutschen Konsumenten fühlt sich von solchen Angeboten angesprochen, so die Studie.

Ein Drittel der Befragten würde mieten

Von den Befragten ist fast ein Drittel (32 Prozent) an der Möglichkeit interessiert, Produkte zu mieten. Unter den Interessierten sieht die Mehrheit (75 Prozent) jedoch einige Voraussetzungen für die Nutzung von Mietservices. Lieferung, Reparatur und der Rückversand der Produkte müssten dafür kostenlos sein – auch die Neuartigkeit der Produkte verleitet potentielle Kunden zur Miete.
Von den Ablehnern von Mietservices (36 Prozent der Befragten) könnte fast ein Drittel (32 Prozent) durch einen kostenfreien Testlauf umgestimmt und zu einer Teilnahme bewegt werden.

Konsumenten besonders an Miet-Elektronik interessiert

Unter den insgesamt 130 getesteten Produkten, sprachen die Verbraucher am stärksten auf Elektronik an. 40 Prozent der interessierten Konsumenten könnten sich hier das Mieten vorstellen – besonders beliebt sind Smart TV und Smartphone. Einen entsprechenden Service von Media Markt loben 87 Prozent seiner Nutzer für den unkomplizierten Bestellvorgang. 

Hinter Elektronik-Produkten rangiert im Gesamtinteresse die Kategorie "Heimwerken". Die Mietgeräte von Obi können allerdings nach dem Mieten nicht gekauft werden, aber der Service des Baumarkts wird rege genutzt: 77 Prozent aller Kenner des Anbieters haben seinen Mietservice auch schon genutzt.

Ein vor wenigen Monaten gestarteter Mietservice für Kinderkleidung von Tchibo ist unter nur acht Prozent der Befragten bislang ein Begriff.

Gründe für Mietservices und Befürchtungen

Hauptgründe für die Nutzung von Mietservices sind laut der Studie der zeitlich begrenzte Nutzungsbedarf, die Vermeidung hoher Anschaffungskosten und die Möglichkeit, so die aktuellsten Produkte nutzen zu können. 

Die größten Befürchtungen, die im Rahmen der Nutzung auftreten, sind, dass die Miete im Vergleich zum Sofortkauf teurer ist, Reparaturkosten selbst getragen werden müssen, oder man ein bereits gebrauchtes Produkt bekommt.

Zur Studie: Im Rahmen der Studie “Online Mietservice Monitor“ befragte SPLENDID RESEARCH im Juli 2018 insgesamt 1.014 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren online.

Veröffentlicht am: 13.09.2018

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Weitere Meldungen

DIW-Studie

Kita-Besuch hängt vom Elternhaus ab

Kita-Besuch hängt vom Elternhaus ab ©elfpreschool-pixabay

19.09.2018 - Seit 2013 existiert ein rechtlicher Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr. Entsprechend dazu sind in den vergangenen zehn Jahren Kita-Plätze für unter drei Jährige massiv ausgebaut worden. Und trotzdem: Ob die Kleinen in die Kita gehen,... weiterlesen

 

Dialego Foundation erhält CSR-Preis

Dialego for Children

19.09.2018 - Das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego erhält für sein soziales Engagement mit der Dialego Foundation for Children den CSR-Preis 2018. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der CSR-Tagung verliehen. weiterlesen

 
Civey-Studie

Deutsche haben wenig Vertrauen in Digitalkonzerne

80 Prozent der Deutschen misstrauen den großen Digitalkonzerne wie Google, Facebook oder Amazon. © Julien Eichinuger - fotolia

19.09.2018 - In der Digitalisierung haben Google, Facebook oder Amazon einen großen Einfluss auf die Gesellschaft. Laut einer aktuellen Studie ist das Vertrauen der Deutschen in diese Konzerne jedoch gering. Vielmehr wünscht sich die Mehrheit strengere Regeln für Digitalkonzerne. weiterlesen

 
SVR-Studie

Integration: Alltagserfahrungen deutlich besser als der Diskurs

Menschen mit wie ohne Migrationshintergrund bewerten das Zusammenleben in Deutschland positiv. © Franz Pfluegl - fotolia

18.09.2018 - Das Zusammenleben mit diversen Kulturen in Deutschland wird in der Bevölkerung positiv wahrgenommen. Dies gilt besonders dort, wo kulturelle Vielfalt im Alltag erlebt wird. Dennoch befürwortet die Mehrheit eine Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme. weiterlesen

 
Nordlight Research-Studie

Jeder Dritte lehnt Kreuzfahrten ab

Aida Cruises ist der beliebteste Anbieter © wasi1370 - pixabay

18.09.2018 - Kreuzfahrten gelten als besonders umweltschädliche Form des Reisens, trotzdem erfreuen sie sich einer steten Beliebtheit. Besonders unter Deutschen gibt es viele Kreuzfahrt-Fans. Nordlight Research hat den deutschen Kreuzfahrt-Tourismus daher in einer Studie untersucht. weiterlesen

 

Werbung

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus