Klassische Brettspiele bleiben trotz Digitalisierung beliebt

Freizeitverhalten

Grafik: Ipsos

 


Hamburg - Die Digitalisierung unseres Alltags in den letzten 40 Jahren hat der Beliebtheit von Gesellschaftsspielen, Brettspielen oder Kartenspielen wenig geschadet. Noch immer ist diese Art von Spielen die beliebteste in Deutschland. Fast jeder Zweite (47%) gibt an, sie zumindest gelegentlich zu spielen. Dabei sind die Klassiker Monopoly, Mensch ärgere Dich nicht und Rommé die Lieblingsspiele der Deutschen. Neben den Brettspielen erfreuen sich aber auch „klassische“ PC Spiele großer Beliebtheit, 45% der Deutschen nutzen diese. Die Digitalisierung hat also durchaus Auswirkungen auf das Spielverhalten in Deutschland. Dies zeigt eine Studie von Ipsos. Das auf vielen PCs und Laptops vorinstallierte Kartenspiel Solitär, ist das beliebteste PC-Spiel, gefolgt von Mahjong und den Sims. Insgesamt spielen 80% der Deutschen regelmäßig irgendein Spiel über alle Plattformen hinweg.

Dass die Spielewelt im Wandel begriffen ist, zeigt sich auch darin, dass Browsergames von fast jedem fünften Befragten (18%) gespielt werden. Smartphones und Tablets konnten sich in der Beliebtheit als Spieleplattform klar gegen Handhelds, wie den Nintendo 3DS oder die Playstation Portable, durchsetzen. Diese Entwicklung ist vor allem getrieben durch erfolgreiche App-Spiele wie Candy Crush und Quizduell. 

Betrachtet man die jüngeren Befragten, zeigt sich ein anderes Bild: Zwar spielen auch 47% der 16-29 Jährigen Gesellschaftsspiele, Brettspiele und Kartenspiele, doch sind digitale Spiele in dieser Gruppe deutlich beliebter als bei den Älteren. Gespielt wird auf allen Plattformen, 66% der Jüngeren nutzen Spiele-Apps, jeder zweite spielt auf dem PC oder Laptop und jeder vierte auf einer TV-Videospielkonsole.

Die traditionellen Gesellschafts-, Brett- und Kartenspiele wurden vor 40 Jahren von 81% der damaligen Jugend gespielt: Als ihr damaliges Lieblingsspiel benennen die heute 50-59 Jährigen Monopoly und Mensch ärgere Dich nicht. Eine Position, die die scheinbar zeitlosen Klassiker bis heute behaupten. 

Die Mitte der 70er Jahre gerade aufkommenden Videospiele für den PC oder die Videospielkonsole wurden in ihrer Zeit nur von 4% der Jugendlichen gespielt. Seitdem haben digitale Spiele einen beachtlichen Sprung in der Beliebtheit gemacht. Ob die bei den heutigen Jugendlichen angesagten Spiele auch in 40 Jahren als Klassiker noch eine Rolle spielen, wird die Zukunft zeigen. 

Zur Studie: Diese Ergebnisse stammen aus einer Kooperation von Ipsos Observer mit Ipsos Connect. In einer Online Befragung im Februar 2015 wurde eine Stichprobe von 1.000 Personen (deutsche Bevölkerung zwischen 16-70 Jahren) befragt.

ah

Veröffentlicht am: 17.03.2015

 

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