Kfz-Versicherer verdreifachen ihr Werbevolumen

research tools

Kfz-Versicherungen scheinen im Marketing zurzeit verstärkt auf Werbung zu setzen. Wie research tools in einer Werbemarktanalyse ermittelte, haben die zehn werbestärksten Versicherer innerhalb von zwölf Monaten 67 Millionen Euro für mediale Kommunikation ausgegeben.

Chart zum Werbemarkt der Kfz-Versicherer (Infografik: research tools)

Während klassische Versicherer vor allem auf TV-Werbung setzen, verteilen Direktversicherer ihre Ausgaben auf mehrere Kanäle. (Infografik: research tools)


Damit erhöhten die Unternehmen ihre Werbeausnahmen im Vergleich zum vorherigen Untersuchungszeitraum um 45 Millionen Euro, wodurch sie nicht nur ihr Werbebudget verdreifachten, sondern auch ein neues Fünfjahreshoch erreichten. Den Großteil dieser Ausgaben stemmten laut der Analyse von research tools mit einem Anteil von 66 Prozent die klassischen Kfz-Versicherer. Die vier Direktversicherer, die sich in den Top Ten platzieren konnten, investierten 27 Prozent der Gesamtsumme. Die restlichen 7 Prozent entfielen auf Spezialversicherer.

Klassische Versicherer setzen vor allem auf TV-Werbung

In der Auswahl der Werbemedien unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter allerdings teilweise erheblich. Während klassische Versicherer 89 Prozent ihrer Werbeausgaben in TV-Werbung investieren und diese Werbestrategie nur punktuell durch Radio- (5 Prozent) und Zeitschriftenwerbung (4 Prozent) ergänzen, setzen Direktversicherer auf einen Marketingmix, der nicht nur Internet- (45 Prozent) und Fernsehwerbung (40 Prozent) zu etwa gleichen Teilen umfasst, sondern auch durch Radiowerbung (13 Prozent) komplettiert wird. Werbemaßnahmen im Printbereich spielen für die Direktversicherungen hingegen kaum eine Rolle.

In der qualitativen Kommunikationsstrategie setzen die Versicherer primär auf die Nutzenvermittlung. Potenzial bleibt nach Ansicht von research tools hauptsächlich im Bereich der Alleinstellung ungenutzt. In ihren Werbebotschaften sprechen einige Top-Versicherer die Gefühlsebene an und werben um Vertrauen. Andere locken verstärkt mit monetären Argumenten.

tt

Veröffentlicht am: 21.09.2016

 

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