Kfz-Versicherer verdreifachen ihr Werbevolumen

research tools

21.09.2016

Kfz-Versicherungen scheinen im Marketing zurzeit verstärkt auf Werbung zu setzen. Wie research tools in einer Werbemarktanalyse ermittelte, haben die zehn werbestärksten Versicherer innerhalb von zwölf Monaten 67 Millionen Euro für mediale Kommunikation ausgegeben.

Chart zum Werbemarkt der Kfz-Versicherer (Infografik: research tools)

Während klassische Versicherer vor allem auf TV-Werbung setzen, verteilen Direktversicherer ihre Ausgaben auf mehrere Kanäle. (Infografik: research tools)


Damit erhöhten die Unternehmen ihre Werbeausnahmen im Vergleich zum vorherigen Untersuchungszeitraum um 45 Millionen Euro, wodurch sie nicht nur ihr Werbebudget verdreifachten, sondern auch ein neues Fünfjahreshoch erreichten. Den Großteil dieser Ausgaben stemmten laut der Analyse von research tools mit einem Anteil von 66 Prozent die klassischen Kfz-Versicherer. Die vier Direktversicherer, die sich in den Top Ten platzieren konnten, investierten 27 Prozent der Gesamtsumme. Die restlichen 7 Prozent entfielen auf Spezialversicherer.

Klassische Versicherer setzen vor allem auf TV-Werbung

In der Auswahl der Werbemedien unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter allerdings teilweise erheblich. Während klassische Versicherer 89 Prozent ihrer Werbeausgaben in TV-Werbung investieren und diese Werbestrategie nur punktuell durch Radio- (5 Prozent) und Zeitschriftenwerbung (4 Prozent) ergänzen, setzen Direktversicherer auf einen Marketingmix, der nicht nur Internet- (45 Prozent) und Fernsehwerbung (40 Prozent) zu etwa gleichen Teilen umfasst, sondern auch durch Radiowerbung (13 Prozent) komplettiert wird. Werbemaßnahmen im Printbereich spielen für die Direktversicherungen hingegen kaum eine Rolle.

In der qualitativen Kommunikationsstrategie setzen die Versicherer primär auf die Nutzenvermittlung. Potenzial bleibt nach Ansicht von research tools hauptsächlich im Bereich der Alleinstellung ungenutzt. In ihren Werbebotschaften sprechen einige Top-Versicherer die Gefühlsebene an und werben um Vertrauen. Andere locken verstärkt mit monetären Argumenten.

tt

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren

Ipsos

Erfolgsgeschichte EU?

Erfolgsgeschichte EU? (Bild: VanderWolf Images - fotolia.com)

24.03.2017 - Vor 60 Jahren unterschrieben Belgien, Frankreich, Westdeutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Wie Bürger auf die heutige EU blicken, hat Ipsos in einer internationalen Studie untersucht. weiterlesen

 
Medienspiegel

Smartphones, Sex und Sterne

Männer, die auf Smartphones starren (Bild: santypan - fotolia.com)

24.03.2017 - Ticken die Digital Natives wirklich so anders als ihre Vorgänger? Warum möchte die ungarische Regierung einem niederländischen Bierkonzern sein Wahrzeichen verbieten? Und was passiert jetzt mit der Weltwirtschaft? Erfahren Sie es in unserem Medienrückblick der Woche. weiterlesen

 
Nielsen

Lebensmitteleinzelhandel in Westeuropa wächst weiter

supermarkt-eisenhans-fotolia

24.03.2017 - Nielsen zeigt anhand einer Analyse des Lebensmitteleinzelhandels, dass 61 Prozent des Wachstums in Westeuropa 2016 auf das Konto der frischen Lebensmittel und Süßwaren beziehungsweise Snacks gehen. weiterlesen

 

KKR will GfK von der Börse nehmen

23.03.2017 - Im SDax ist die GfK bereits wegen des geringen Streubesitzes seit dem gestrigen Mittwoch nicht mehr gelistet. Nun fordert der Investor KKR die Zwangsabfindung der restlichen Kleinaktionäre. Dann würde GfK nach 17 Jahren von der Börse verschwinden. weiterlesen

 
Gallup

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

23.03.2017 - Der Anteil von Arbeitnehmern, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, stagniert laut Engagement Index 2016 von Gallup bei 15 Prozent. Ebenso viele Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt – und das mit weitreichenden Folgen für die Unternehmen. weiterlesen

 

Werbung

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus