Internet der Sprache kommt – aber wann?

SPLENDID RESEARCH

01.12.2017

Siri, Alexa, Google Assistant und Co: 37 Prozent der Deutschen haben schon Erfahrungen mit digitalen Sprachassistenten gemacht. Was muss passieren, damit sich das Internet der Sprache weiter durchsetzt?

Smartspeaker: Das Potenzial ist noch nicht voll ausgeschöpft (Bild: Heiko AL - Pixabay)

Smartspeaker: Das Potenzial ist noch nicht voll ausgeschöpft (Bild: Heiko AL - Pixabay)

 

Im Rahmen der Studie wurde untersucht, in welchem Umfang digitale Sprachassistenten eingesetzt werden, welche Verwendungsmöglichkeiten beliebt sind und warum Nicht-Nutzer die Assistenten ablehnen. Außerdem wurde das Marktpotenzial für gerätegebundene Sprachassistenten erhoben.

Lieblings-Assistenten der Deutschen: Apples Siri und Google Assistant

Das Ergebnis zeigt: Mehr als 70 Prozent der Deutschen wissen, was ein digitaler Sprachassistent ist, bislang haben aber nur 37 Prozent von ihnen Gebrauch gemacht. Besonders die auf dem Smartphone vorinstallierte Sprachassistenten werden gut angenommen. Apples Siri und der Google Assistant sind mit jeweils 15 Prozent Nutzern die beliebtesten Eingabehilfen der Deutschen. Nicht nur die junge Generation nutzt diese Form der Hilfestellung. Zwar nutzt jeder zweite der 20-29-Jährigen digitale Sprachassistenten, aber selbst bei den 50-59-Jährigen ist es mehr als jede dritte Person.

Die Deutschen nutzen digitale Sprachassistenten vor allem, um sich Mühe und Zeitaufwand beim manuellen Tippen zu ersparen. 67 Prozent der Nutzer verwenden die Spracheingabe für das Schreiben von Nachrichten, gefolgt von der Suchmaschinennutzung mit 65 Prozent und dem Abspielen von Musik mit 62 Prozent. Die Nutzung erfolgt dabei regelmäßig, hat andere Eingabemöglichkeiten aber noch lange nicht verdrängt: Siri, der Google Assistant, Cortana und Alexa werden von deutlich mehr als der Hälfte ihrer Nutzer ein bis drei Mal pro Woche verwendet.

Jede fünfte Frau, aber nur jeder zehnte Mann findet Kommunikation mit Geräten unheimlich

54 Prozent der Nutzer geben als Anschaffungsgrund an, der Sprachassistent sei bereits auf dem Smartphone vorinstalliert gewesen. 22 Prozent sind Technik-Pioniere und interessieren sich für das Konzept der Spracheingabe beziehungsweise die innovative Technologie dahinter. Von den Personen, die bisher keine digitalen Sprachassistenten verwenden, begründet dies jeder Zweite mit dem Fehlen sinnvoller Verwendungsmöglichkeiten, jeder Vierte hat Datenschutzbedenken. Jede fünfte Frau, aber nur jeder zehnte Mann findet es außerdem unheimlich, mit Geräten zu kommunizieren.

Smartspeaker benötigen noch mehr Verwendungsmöglichkeiten

Das Kaufpotenzial für Smartspeaker ist deutlich geringer: Nur etwa zwei Prozent der Nicht-Nutzer halten es für wahrscheinlich, sich im Jahr 2018 ein solches Gerät zuzulegen. Dabei hätte Amazon mit dem Echo klar die höchste Präferenz: Zwei Drittel können sich vorstellen, das Gerät zu kaufen, ein Drittel zieht Google Home in Betracht, der Apple HomePod kommt für jeden Zehnten in Frage. Carina Krämer, Studienleiterin von SPLENDID RESEARCH sieht in dem enormen Sicherheitsbedürfnis der Menschen dennoch Potenzial für Smartspreacker: "Ein Smartspeaker mit der die Fähigkeit, Räume zu überwachen und den Besitzer zu alarmieren, könnte äußert erfolgreich sein."

Zur Studie:
Im November 2017 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.024 Deutsche zwischen 18 und 69 Jahren online zur Nutzung digitaler Sprachassistenten befragt.

 

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