Industrie 4.0: Eher Hype als Realität?

research tools

15.02.2017

Laut einer Studie von research tools haben nur knapp zehn Prozent der Unternehmen bereits erste Maßnahmen zu Industrie 4.0 umgesetzt. Informationsdefizit, Ressourcenmangel sowie technische und organisatorische Restriktionen sind häufige Hemmnisse.

Industrie 4.0: Eher Hype als Realität? (Bild: Nataliya Hora - fotolia.com)

Industrie 4.0: Eher Hype als Realität? (Bild: Nataliya Hora - fotolia.com)


Das Thema Industrie 4.0 ist in den Unternehmen noch nicht wirklich angekommen: So denken derzeit 32 Prozent über das Thema nach, haben aber noch keine konkreten Entscheidungen zur Vorgehensweise gefällt. Weitere 18 Prozent haben erste Umsetzungsmaßnahmen beschlossen. Nur knapp zehn Prozent der 200 befragten Verantwortlichen haben bereits Maßnahmen umgesetzt. 41 Prozent der Unternehmen erachten das Thema derzeit für nicht relevant. Branchenübergreifend zeigen sich besonders mittlere und große Unternehmen in der Umsetzung überdurchschnittlich weit. Unternehmen mit Hauptstandort im Ausland haben sich mit dem Thema bisher weitaus intensiver auseinandergesetzt als die Unternehmen mit Beschäftigtenschwerpunkt in Deutschland. Die Umsetzung zu Industrie 4.0 wird der medialen Präsenz des Themas damit aktuell nicht gerecht. 

Exemplarisch für die Umsetzung Industrie 4.0 lassen sich automatisch generierte Ersatzteilangebote, Fernüberwachung von Robotern beim Kunden und Zugriff für Kunden auf Daten und Auswertungsmöglichkeiten nennen. Informationsdefizit, Ressourcenmangel sowie technische und organisatorische Restriktionen sind häufige Hemmnisse auf dem Weg zu Industrie 4.0. Diese Hindernisse wirken sich laut der Studie in allen Unternehmensgrößen umsetzungsverzögernd aus.

Zur Studie:

Die "Studie Industrie 4.0" basiert auf einer telefonischen Befragung von 200 Unternehmen aus den vier Industriebranchen Arzneimittel OTC, Mobile Antriebsmaschinen, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Verfahrenstechnische Anlagen. Befragt wurden Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter aus Marketing, Technik und Vertrieb mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von knapp zwölf Jahren. 

dr

 

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