Im Zeichen des Zusammenhalts

ESOMAR Conference 2017

12.09.2017

Am gestrigen Montag fiel der Startschuss für die ESOMAR Conference 2017. Vom Kongress, der unter dem Motto "Visionary" in Amsterdam stattfindet, berichtet für marktforschung.de Till Eggert.

(Bild: marktforschung.de)

(Bild: marktforschung.de)


Das Beurs van Berlage, seit 2014 zahlreichen Marktforschern aus aller Welt bekannt als Location der IIeX Europe, öffnet in diesen Tagen die Tore für die Besucher der ESOMAR, des Weltverbandes der Marktforschungsbranche. Der Verband feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Das Venue, welches von einem der einflussreichsten Architekten der Niederlande (Hendrik Petrus Berlage) designt und im Jahre 1903 fertiggestellt wurde, ist mit seiner über 100-jährigen Geschichte eine angemessene Kulisse, um der 1947 gegründeten ESOMAR als Veranstaltungsort im Jubiläumsjahr zu dienen.

Dieser Meinung war auch das Gros der fast 1.200 registrierten Besucher, die zum größten Teil bereits alle schon zum Eröffnungstag nach Amsterdam gekommen sind, um der mit vielen Vorträgen durchorganisierten Konferenz beizuwohnen. “I like what they have done with the place,“ konnte man den einen oder anderen Besucher im Gespräch mit Kollegen sagen hören.

Zusammenhalt als “heimliches“ Top-Thema

Wie schon in den vergangenen Jahren startete auch die diesjährige Konferenz mit einer Darbietung. Doch anstelle von Zauberern oder grazilen Turnern wurde dem Publikum der Haka, der Tanz der Māori, präsentiert. Der Haka ist vor allem dadurch bekannt geworden, dass er von den “All Blacks“, dem Rugby Team Neuseelands, vor jedem Spiel aufgeführt wird. Laut einem Mitglied des präsentierenden lokalen Rugby Teams soll er nicht nur im Krieg den Feind beindrucken und somit die eigenen Stärken untermauern, sondern ebenfalls den Zusammenhalt unterstreichen, der die Tanzenden eint. Und so wurde das gesamte Publikum animiert, am Tanz teilzunehmen, sodass tatsächlich der ganze Saal nach entsprechenden Instruktionen nicht nur laut im Rhythmus mit den Füßen stampfte, sondern zudem aus voller Kehle die Rufe nachahmte, die vorgegeben wurden.

Der Zusammenhalt, den dieser Tanz unterstreichen sollte, wurde mehrmals an diesem Tag thematisiert. So sagte auch Niels Schillewaert, der amtierende ESOMAR-Präsident, in seiner Ansprache zu Beginn der Konferenz, dass die Anwesenden stolz darauf sein können und sollten, Marktforscher zu sein.

Das Hervorheben der eigenen Fähigkeiten sowie das Untermauern der vorhandenen Stärken waren Appelle, die die Besucher vielfach in den einzelnen Vorträgen des ersten Tages wahrnehmen konnten. Dies war besonders der Session von Coca-Cola Japan und Zappi Store zu entnehmen, die für die Einführung eines Produktes in Japan erfolgreich zusammengearbeitet haben. Das gesteckte Projektziel konnten die beiden Unternehmen laut eigener Aussage dadurch erreichen, weil sie transparent miteinander umgegangen sind und Respekt für die Kultur des anderen hatten. Offen zu sein, mit einem “open mind“ an die Dinge heranzugehen und Risiken miteinander zu teilen, seien nicht nur die Grundvoraussetzungen und somit Tipps für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen einem jungen Start-Up wie Zappy Store und einem Unternehmen wie Coca-Cola, sondern vor allem auch für das Miteinander aller.

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Kommentare (1)

  1. Matthias Hase am 12.09.2017
    Bitte lasst den Neuseeländern und Maoris ihren Haka. Wenn Werbetreibende und irgendwelche Provinzteams diesen tief in der Seele der neuseeländischen Ureinwohner verwurzelten Tanz aufführen, wirkt das einfach mehr als peinlich. Sehr unangenehm.

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