Hightech auf dem Bauernhof: Landwirte werden immer digitaler

Bitkom

10.11.2017

Hightech-Mähdrescher, Melkroboter und Sensoren in der Tierhaltung: Besonders junge Landwirte werden immer digitaler. Zwei Drittel der Landwirte schätzen ihre Digitalkompetenz positiv ein.

Landidyll? Ohne Digitalisierung geht fast nichts mehr (Bild: CJ - Pixabay)

Landidyll? Ohne Digitalisierung geht fast nichts mehr (Bild: CJ - Pixabay)

 

Auch Landwirte müssen in der Unternehmensführung digitale Kompetenz unter Beweis stellen. Die Mehrheit der Landwirte ist für die digitale Transformation gewappnet. Das zeigt eine Befragung im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) unterstützt vom Digitalverband Bitkom unter 850 landwirtschaftlichen Betriebsleitern. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben hier an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben.

Die Digitale Transformation hat den Bauernhof längst erreicht

Im Durchschnitt benoten sich die Landwirte in Sachen Digitalkompetenz mit der Schulnote 3. Zwei Drittel der Landwirte (67 Prozent) geben an, sehr gute bis befriedigende Digitalkompetenzen zu haben. Weitere 16 Prozent halten ihre Kompetenzen immerhin für ausreichend. Nur 16 Prozent sehen sich ungenügend oder mangelhaft auf das digitale Zeitalter vorbereitet. Allgemein gilt: Je jünger der landwirtschaftliche Betriebsleiter ist, desto besser wird die eigene Digitalkompetenz eingeschätzt.

Bauern sind technikaffin

"Auf dem Bauernhof funktioniert heute ohne Digitalisierung fast nichts mehr. Prozesse und Abläufe werden nicht nur zunehmend digital gesteuert, sondern auch immer stärker integriert und miteinander vernetzt. Umso wichtiger wird die Digitalkompetenz", sagt Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes. Wegen der vielen Technik im Betrieb seien Landwirte ohnehin bereits in hohem Maße technikaffin. "Landwirte sind in Sachen Digitalisierung schon weiter als mancher Industriebetrieb."

Digitale Bauern haben das Rüstzeug für den Wettbewerb

Es sind vor allem die jüngeren Landwirte, die fast alle angeben, mit den digitalen Neuentwicklungen in der Landwirtschaft sehr gut oder gut zurecht zu kommen (87 Prozent). Und trotzdem ist für 46 Prozent von ihnen klar, dass sie noch mehr Digitalkompetenz für ihren Betrieb brauchen. "Die Digitalisierung stellt auch Landwirte vor ständig neue Herausforderungen. Noch fehlt es vielfach an Orientierung. Messen wie die Agritechnica geben hier den notwendigen Überblick", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Er sieht die Wettbewerbsfähigkeit von Landwirten dann bedroht, wenn sie sich nicht aktiv mit der Digitalisierung auseinandersetzen.

Über die Studie:
Es wurden 850 betriebsleitende Landwirte befragt.

 

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