Großer Wettbewerbsdruck bei EDV-Onlineshops

Marktanalyse

07.05.2015

Grafik: research tools / Anzahl gelisteter Artikel für Computerbedarf

Grafik: research tools


Esslingen am Neckar – Oftmals identische Produkte setzen die Onlineshops für Computerbedarf mächtig unter Druck. Der Kunde hingegen profitiert von der einfachen Vergleichbarkeit des Produkts und damit auch der Preise. Das breite Markenangebot der zehn in einer Studie untersuchten E-Shops hat nur wenige Lücken, was den Wettbewerb weiter verschärft. Laut der „E-Shop-Analyse Computerbedarf 2015“ von research tools steht die Hälfte der E-Shops mit ihrer Telefonhotline auch samstags für Fragen und Notfälle bereit. Der Sortimentsumfang der EDV-Onlineshops reicht von knapp 1.500 Einzelprodukten bei PC Spezialist bis zu über 45.000 bei Computeruniverse. Alle E-Shops führen neben Computerbedarf noch weitere Warengruppen aus Bereichen wie TV/Audio/Video, Games & Konsolen oder Haushalt. Nur bei der Hälfte der Anbieter macht Computerbedarf den Hauptteil des Sortiments aus. Die Onlineshops von Alternate, Computeruniverse, Conrad, Hoh, PC Spezialist offerieren hingegen mehrheitlich branchenfremde Artikel.

Die einzelnen Online-Shops setzen innerhalb des Kernsortiments der acht Standard-Warengruppen unterschiedliche Schwerpunkte. So entfallen beispielsweise auf die Warengruppe „Hardware“ zwischen zwölf und 75 Prozent der Artikel innerhalb des Standardsortiments. Bei Arlt und Caseking machen Hardwareprodukte über die Hälfte des Computersortiments aus, Computeruniverse hat mit Abstand das umfangreichste Sortiment an Softwareartikeln. 

Die zehn Onlineshops verfügen fast durchgehend über ein respektables Markenangebot. Mit einer Abdeckung zwischen 70 und 100 Prozent der wichtigsten Marken sind die zehn Shops der Computerbranche gut aufgestellt. Auch kleinere, weniger bekannte Marken kommen hier zum Zug. Durch das Angebot identischer Artikel und die einfache Vergleichbarkeit der Produkte verstärkt sich der unmittelbare Wettbewerb für die Onlineshops. 

Es überrascht daher nicht, dass sich in umfangreichen Preisvergleichen kein E-Shop durchgehend als günstigster Anbieter positioniert. Die relativ geringen preislichen Unterschiede zwischen billigstem und teuerstem Anbieter betragen häufig etwa zehn bis 15 Prozent. Verschiedene Anbieter stellen mit breiten Preisspannen innerhalb einer Produktkategorie Produkte für unterschiedliche Zielgruppen und Ansprüche bereit. PC Spezialist hingegen verzeichnet häufig die geringste Spanne. 

Bei großem Wettbewerbsdruck erlangen Serviceleistungen besondere Bedeutung. Besonders im Notfall ist der sofortige persönliche Kontakt enorm wichtig. Die Hotlines von neun der zehn Computershops stehen dem Kunden zwischen 45 und 112 Stunden pro Woche zu Verfügung. Die Hälfte beraten auch am Samstag, Conrad und Hardwareversand sind sogar sonntags erreichbar. Ein Shop bietet lediglich Kontakt über ein Formular an. Einen Live Chat findet man in keinem der zehn E-Shops. Präsenz und Kontaktmöglichkeiten via soziale Netzwerke unterstützen neun Shops. 

Zur Studie: Die „E-Shop-Analyse Computerbedarf 2015“ von research tools untersucht die E-Shops zehn führender Anbieter von Computerhardware, -software und Zubehör Alternate, Arlt, Caseking, Computeruniverse, Conrad, Cyberport, Hardwareversand, Hoh, Mindfactory und PC Spezialist. 

ah

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren

Ipsos

Erfolgsgeschichte EU?

Erfolgsgeschichte EU? (Bild: VanderWolf Images - fotolia.com)

24.03.2017 - Vor 60 Jahren unterschrieben Belgien, Frankreich, Westdeutschland, Italien, Luxemburg und die Niederlande die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Wie Bürger auf die heutige EU blicken, hat Ipsos in einer internationalen Studie untersucht. weiterlesen

 
Medienspiegel

Smartphones, Sex und Sterne

Männer, die auf Smartphones starren (Bild: santypan - fotolia.com)

24.03.2017 - Ticken die Digital Natives wirklich so anders als ihre Vorgänger? Warum möchte die ungarische Regierung einem niederländischen Bierkonzern sein Wahrzeichen verbieten? Und was passiert jetzt mit der Weltwirtschaft? Erfahren Sie es in unserem Medienrückblick der Woche. weiterlesen

 
Nielsen

Lebensmitteleinzelhandel in Westeuropa wächst weiter

supermarkt-eisenhans-fotolia

24.03.2017 - Nielsen zeigt anhand einer Analyse des Lebensmitteleinzelhandels, dass 61 Prozent des Wachstums in Westeuropa 2016 auf das Konto der frischen Lebensmittel und Süßwaren beziehungsweise Snacks gehen. weiterlesen

 

KKR will GfK von der Börse nehmen

23.03.2017 - Im SDax ist die GfK bereits wegen des geringen Streubesitzes seit dem gestrigen Mittwoch nicht mehr gelistet. Nun fordert der Investor KKR die Zwangsabfindung der restlichen Kleinaktionäre. Dann würde GfK nach 17 Jahren von der Börse verschwinden. weiterlesen

 
Gallup

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich

Schlechte Führungskräfte verursachen Verluste von 105 Milliarden Euro jährlich (Bild: contrastwerkstatt - fotolia.com)

23.03.2017 - Der Anteil von Arbeitnehmern, die eine hohe emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben, stagniert laut Engagement Index 2016 von Gallup bei 15 Prozent. Ebenso viele Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt – und das mit weitreichenden Folgen für die Unternehmen. weiterlesen

 

Werbung

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus