GfK: KKR erwägt Squeeze-Out

17.03.2017

Die Tage des Marktforschungsunternehmens GfK an der Börse könnten gezählt sein. Der Investor KKR scheint eine Zwangsabfindung realisieren zu wollen.

Der Investor KKR hatte Medienberichten zufolge wohl bereits im Zuge seines Übernahmeangebots von GfK bestätigt, ein Squeeze-Out, eine Zwangsabfindung, vornehmen zu wollen. Dieses Vorhaben scheint nun möglich. Erst kürzlich hatte KKR Computerunternehmer Michael Dell dazu bewogen, die Mehrheit seiner GfK-Anteile abzugeben bzw. gegen Aktien von Acceleratio, einem Fonds von KKR, einzutauschen. Nun hat KKR weitere Kleinaktionäre überzeugt, die gemeinsam Anteile von insgesamt 10,8 Prozent halten. GfK Verein und KKR/ Acceleratio dürften nun insgesamt mehr als 96 Prozent an der GfK besitzen.

Ein Großaktionär, der mehr als 95 Prozent (bei Übernahmen 90 Prozent) hält, kann die übrigen Aktionäre gegen eine Abfindung aus dem Unternehmen drängen. Dies ebnet KKR den Weg, das Marktforschungsunternehmen von der Börse zu nehmen. Am heutigen Freitag gab es dazu noch keine finale Entscheidung, so ein KKR-Sprecher.

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