Fortschritt, Männer und Nutella

Medienspiegel

19.05.2017

Haben Sie grundsätzlich zu wenig Schlaf? Schlecht. Wissen Sie, was Schweigen Ihnen alles bringen kann? Dann seien Sie ruhig und lesen Sie. Glauben Sie, dass die Welt kaum zu retten ist? Vielleicht irren Sie. Mehr erfahren Sie in unserem Medienspiegel.

Männer, die auf Smartphones starren (Bild: santypan - fotolia.com)

Fortschritt, Männer und Nutella (Bild: santypan - fotolia.com)


Von Tim Farin
Na, wie war die Nacht? Haben Sie mal wieder zu wenig geschlafen? Das steht Ihnen nicht gut – und wir haben wissenschaftliche Belege dafür. "Wer wenig schläft, sieht schlecht aus und wirkt auf seine Mitmenschen weniger anziehend", lautet das Ergebnis einer in Großbritannien veröffentlichten Studie, über die der Deutschlandfunk berichtet. Mit Unausgeschlafenen wollen sich andere Leute lieber nicht treffen. Also: Ab ins Bett!

Die Nutella-Welt

Eine ganze "Nutella-Welt" entsteht gerade in Chicago. Wie W&V berichtet, eröffnet die Ferrero-Marke Ende des Monats in der US-Metropole ihre erste "Pilgerstätte". Den Machern geht es darum, den Fans ein Erlebnis zu bieten – dass das kalorienreich zugeht, dürfte klar sein. Auf der Speisekarte stehen Eiscreme, Obstsalat und Joghurt mit der Geschmacksnote der berühmten Nuss-Nougatcreme.

Schweigen und Lernen

Eine vielbeschäftigte Geschäftsfrau sucht nach Kraft und Ideen fürs Business – und findet sie im Schweigen. Vanessa Weber, Geschäftsführerin von Werkzeug Weber, berichtet für Impulse.de über ihren Besuch in einem Schweigeseminar. Drei Tage war sie dort: "Mich beeindruckt, wie viel Ruhe und Gelassenheit mir diese drei Tage gegeben haben", schreibt Weber – und übermittelt sieben Überraschungen, über die es sich zu lesen lohnt. 

Mann sein

Für vice.com hat sich derweil der Autor Fabian Herriger zu einer Männer-Konferenz gewagt, um sich mit der eigenen Rolle und der Männlichkeit auseinanderzusetzen. Er beschreibt einen bunten Haufen männlicher Menschen, geeint in einem Ziel – das eigene Geschlecht nicht einfach hinzunehmen: "Sie wollen es interpretieren." Zwischen Umarmungen, Tanz und Burgern erfahren die Teilnehmer allerlei Impulse und finden Gelegenheit, Verunsicherungen zurückzulassen.

Archiv für das Netz

Daten, Daten, Daten. Das Internet wächst rapide – und wer wüsste bei all den Informationen noch, was vor ein paar Jahren auf einer bestimmten Website stand beziehungsweise wie diese genau aussah? Wer sich auf Spurensuche im digitalen Kosmos machen möchte, findet im Internetarchiv Archive.org viele Spuren – Jürgen Schmieder berichtet für die Süddeutsche Zeitung über "eines der ehrgeizigsten Projekte der Gegenwart." Der Anspruch der Macher: "Das komplette Internet soll permanent durchforstet, jede einzelne der 300 Milliarden erfassten Webseiten mindestens alle zwei Monate in einer aktuellen Version archiviert werden."

Ja, es gibt Fortschritt 

Geht die Welt vor die Hunde – oder machen wir doch stetig Fortschritte? Wolf Lutter setzt sich im Essay zur aktuellen Ausgabe von brand eins mit dem Fortschritt auseinander und versucht, nüchtern darauf hinzuweisen, dass die Menschheit eben doch allerlei zum Guten verändert hat. Lutter findet es merkwürdig, dass man sich daran immer wieder erinnern muss: "Denn der Fortschritt ist offensichtlich, er ist vor der Tür, man kann ihn sehen."

Analog bleibt

Man könnte meinen, wer Vinylplatten auflegt oder Polaroids schießt, will nur ein bisschen Joke – doch Jürgen Salz berichtet für die WirtschaftsWoche, dass Menschen sich ganz bewusst der totalen Digitalisierung entziehen und auf Analoges setzen. "'Digital only' war gestern – heute wünschen sich viele Konsumenten, besonders die jungen, Produkte zum Anfassen; sie verlangen nach Authentizität und Entschleunigung in einer sich immer schneller drehenden Welt", schreibt Salz über ein Phänomen, das sich wohl halten könnte.

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit. In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

 

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