E-Commerce: Trends und verändertes Einkaufsverhalten

ibi research Studie

13.09.2017

Was Konsumenten gerne online kaufen und welche Online-Shops sie bevorzugen, das hat ibi research in einer Studie analysiert. Dabei wurde auch untersucht, auf welche Innovationen Verbraucher beim Einkaufserlebnis künftig Wert legen.

Welche Trends werden wichtig für den E-Commerce und welche Shops bevorzugen Konsumenten aktuell? (Bild: Ivan Kruk - fotolia.com)

 

Die Digitalisierung und ihr Einfluss auf die Einkaufsprozesse hat in den vergangenen Jahren auch das Einkaufsverhalten von Endkunden verändert. ibi Research hat unter anderem analysiert, welche Produktkategorien bei Online-Shoppern beliebt sind. Kleidung und Schuhe werden besonders gern online gekauft, 30 Prozent der befragten Nutzer gaben diese Kategorie an. Ebenfalls häufig finden Bücher, Filme, Musik und Videospiele den Weg in den digitalen Einkaufskorb (29 Prozent). Produkte aus dem Bereich Unterhaltungselektronik werden von 21 Prozent online erworben, es folgen Haushaltsgeräte (15 Prozent) sowie Waren aus der Kategorie Gesundheit und Kosmetik (14 Prozent). 

Kriterien für Auswahl des Online-Shops

Mit Blick auf die vergangenen 12 Monate gaben die Befragten an, bei durchschnittlich 6 verschiedenen Online-Shops bestellt zu haben. Bei drei unterschiedlichen Online-Shops kauften sie regelmäßig ein (mindestens dreimal pro Jahr). Wichtig sind den Konsumenten bei Online-Shops die Aspekte Versandkosten und das Angebot an verschiedenen Bezahlverfahren.

Wollen sich die Konsumenten vor dem Kauf über einzelne Produkte informieren, recherchieren sie häufig bei Amazon. 34 Prozent gaben dies in der Befragung an. Recherche in einem stationären Geschäft vor dem Online-Kauf betreiben 19 Prozent. Weitere genannte Recherchemöglichkeiten sind Google (15 Prozent), die direkte Suche in einem Online-Shop (12 Prozent) und eBay bzw. andere Preisvergleichsportale (9 Prozent).

Wichtig für das Einkaufserlebnis der Zukunft

Die Studienautoren befragten die Online-Shopper auch zu Trends, die diese für das Einkaufserlebnis der Zukunft wichtig finden. Beliebt ist der interaktive Spiegel, 47 Prozent sehen diesen als relevant an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen kassenlose Geschäfte und Virtual Reality (jeweils 45 Prozent). Ebenfalls interessant finden die Konsumenten Smart-Home-Anwendungen (42 Prozent) und Augmented Reality (39 Prozent). Weniger wichtig sind ihnen digitale Sprachassistenten (35 Prozent), Chatbots (32 Prozent) und Dash Buttons (28 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie: Die Verbraucher schätzen die Vorteile des Online-Shoppings, Pluspunkte sind etwa große Produktsortimente, günstige Preise und das bequeme Einkaufen. 40 Prozent sagten, dass sie künftig weniger häufig in die Stadt gehen werden, um einzukaufen. 61 Prozent sind auch der Auffassung, dass die Zahl der stationären Geschäfte künftig abnehmen wird. Und 46 Prozent glauben sogar, dass es stationäre Shops, die keine Online-Präsenz haben, in 10 Jahren nicht mehr geben wird. Das stellt stationäre Händler vor Herausforderungen, denn die veränderten Erwartungen der Konsumenten können sie nur bedingt erfüllen.

Amazon sehr dominant

Amazon hat viel in die Kundenbindung, neue Produkte und Dienstleistungen investiert. Das zahlt sich aus, denn bereits jetzt ist der Online-Händler sehr gut im Online-Handel aufgestellt. Mehr als ein drittel der Befragten verfügt über eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft, 34 Prozent recherchieren zuerst bei Amazon zu neuen Produkten. Durchschnittlich 18 Prozent der Online-Ausgaben werden bei Amazon getätigt. Die Studienautoren erwarten außerdem, dass der Marktanteil von Amazon weiter wachsen wird.

Für die Studie “Einkaufsverhalten im digitalen Zeitalter“ führte das Forschungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg im Rahmen des Projekts E-Commerce-Leitfaden eine Kundenbefragung durch. Die online-gestützte Befragung fand im Mai 2017 statt, es wurden 1.009 Online-Shopper befragt.

io

 

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