Drohneneinsatz: Klare Regeln gewünscht

16.03.2017

Drohnen sind beliebt. Viele befürworten besonders die Einsatzmöglichkeiten bei Katastrophen und der Brandbekämpfung. Jedoch ist die Mehrheit auch dafür, dass es klare Regeln für den Einsatz gibt, um Missbrauch zu verhindern. Dies ergab eine Befragung von Bitkom.

Drohnen können nicht nur Pakete, sondern im Ernstfall auch eilige Medikamente in entlegene Gebiete bringen. (Bild: DHL)

Drohnen können nicht nur Pakete, sondern im Ernstfall auch eilige Medikamente in entlegene Gebiete bringen. (Bild: DHL)


Drohnen bieten nicht nur wirtschaftlichen Nutzen. Sie können auch im Rahmen von Katastrophen und der öffentlichen Sicherheit helfen. Ebenso existiert aber auch die Möglichkeit des kriminellen oder fahrlässigen Missbrauchs. Aus diesen Gründen geben viele der Befragten ihre Zustimmung zu klaren gesetzlichen Regeln, was den Einsatz angeht. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums gibt es aktuell etwa eine halbe Million private Drohnen. Im Januar wurden im Rahmen einer neuen Drohnenverordnung strengere Vorschriften beschlossen, denen der Bundestag kürzlich zustimmte.

Breite Zustimmung für Katastropheneinsätze

Drohnen können bei Erdbeben helfen, Vermisste zu suchen oder entlegene Gebiete mit Medikamenten versorgen. Daher befürworten 90 Prozent der Befragten den Einsatz bei Katastrophen und bei der Versorgung entlegener Gebiete (87 Prozent). Auch für die Brandbekämpfung 86 Prozent oder bei Polizeieinsätzen können Drohnen Hilfe leisten, die Zustimmung liegt entsprechend hoch bei 86 bzw. 82 Prozent.

Die größten Bedenken

Trotz der breiten Zustimmung sind viele der Befragten auch besorgt, was den Einsatz von Drohnen angeht. 89 Prozent haben Angst, dass Sach- oder Personenschäden entstehen können. Kriminelle Einsätze befürchten 83 Prozent. 81 Prozent geben die Sorge vor einer Gefährdung ihrer Privatsphäre an. Auch Gefahren für den zivilen Luftverkehr (74 Prozent) und Lärmbelästigungen (60 Prozent) spielen eine Rolle.

Aus diesen Gründen sprechen sich viele Befragte für gesetzliche Regelungen für den Einsatz aus. Drohnen sollten gekennzeichnet und registriert sein, das sagen 85 Prozent. Einen Drohnen-Führerschein finden 84 Prozent gut. Mögliche Schäden sollten zum Beispiel durch eine Versicherungspflicht gedeckt sein, dieser geben 77 Prozent ihre Zustimmung. Ein Flugverbot über besiedelten Gebieten regen 43 Prozent der Befragten an.

Die Befragung führte Bitkom Research unter 1.005 Internetnutzern durch.

 

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