Deutliches Umsatzwachstum

Nielsen

09.02.2018

Das amerikanische Marktforschungsunternehmen Nielsen bleibt weiterhin sehr stark. Auch 2017 konnte ein deutliches Umsatzplus von 4,2 Prozent verzeichnet werden – allerdings vor allem in einem Segment.

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Von Jörg Stroisch

6,572 Milliarden US-Dollar setzte Nielsen 2017 um. Das sind 4,2 Prozent mehr als im Vergleichsraum 2016; und auch auf Basis konstanter Währung ist es ein deutlicher Zugewinn von 3,8 Prozent. So zeigt sich auch Mitch Barns, Chief Executive Officer von Nielsen, zufrieden: "Wir stehen in unseren Schlüsselaktivitäten im Watch- und Buy-Segment gut dar – während sich das Marktumfeld auch 2017 rapide veränderte", kommentierte er anlässlich der Veröffentlichung der Jahreszahlen in einer Pressemitteilung.

Ganz so überraschend kamen die positiven Zahlen nicht. Schon im dritten Quartal 2017 hatte Nielsen ein kräftiges Umsatzwachstum auf 1,641 Milliarden US-Dollar vermeldet, was einem Plus von 4,5 Prozent – oder bei der Annahme einer konstanten Währungsbasis von 3,6 Prozent entspricht. Aber: Die Zahlen haben auch Schattenseiten. Beim Nettoeinkommen gab das Unternehmen 2017 deutlich nach auf nun 429 Millionen US-Dollar. Damit schmilzt es um 14,2 Prozent ab, auf Basis konstanter Währungen sogar um 16,2 Prozent. Und: Die guten Zahlen fokussieren sich vor allem auf ein Segment.

Watch-Segment wächst kräftig

Echter Umsatztreiber ist und bleibt nämlich weiterhin das Watch-Segment bei Nielsen, in dem die Medienforschung zusammengefasst ist – das war auch schon in den letzten Jahren so. 11,9 Prozent Umsatzplus (auf Basis konstanter Währung: 11,7 Prozent) und somit 3,341 Milliarden US-Dollar konnte das Unternehmen hier verbuchen. "Im Watch-Segment hatten wir ein starkes Jahr", beschreibt es so auch Nielsen-Chef Barns.

Das Buy-Segment mit der klassischen Konsumentenforschung bleibt allerdings weiterhin umsatzschwächer. Schon lange strukturiert Nielsen diesen Bereich um. Nielsen-Chef Barns kommentiert, dass man sich in den sich aufstrebenden Märkten gut positionierte, in den entwickelten Märkten, insbesondere in den USA, aber weiterhin unter Druck stehe. Rein von den Zahlen her ist aber auch das Buy-Segment mit 3,231 Milliarden US-Dollar Umsatz sehr bedeutsam für Nielsen. Allerdings musste hier im Vergleich zu 2016 ein Rückgang von 2,7 Prozent mehr/weniger (auf Basis einer konstanten Währung: -3,3 Prozent) verzeichnet werden.

Aktienkurs ist deutlich niedriger als Anfang 2017

Weitere Investitionen kündigt Mitch Barns für 2018 an. Auf Basis konstanter Währung strebe man ein weiteres Umsatzwachstum von etwa 3 Prozent an. Nicht berücksichtigt in dieser Prognose seinen die möglichen Auswirkungen der US-Steuerreform, die derzeit etliche US-amerikanische Unternehmen dazu bewegt, ihre Investitions- und Anlagepolitik zu überdenken.

In den Tagen vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen zeigte der Aktienkurs von Nielsen – das Unternehmen ist an der Börse in New York notiert – einen deutlichen Aufwärtstrend. Insgesamt ist aber auch deutlich sichtbar, dass das letzte Jahr in dieser Beziehung nicht optimal verlaufen ist. Notierte die Aktie am 6. Januar 2017 noch bei 42,51 US-Dollar und zum Höhepunkt am 21. Februar 2017 bei 45,55 US-Dollar, so lag sie zum Vortagesschluss bei 36,84 US-Dollar. Nach Bekanntgabe der Zahlen sank der Aktienkurs bis zum Börsenschluss erneut sehr deutlich um 9,74 Prozent auf nun 33,90 US-Dollar ab.

Die komplette Präsentation der Zahlen ist hier erhältlich.

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