Baufinanzierung: Filialisten setzen auf Filialberatung

05.06.2015

Grafik: research tools / Baufinanzierung

Baufinanzierer in Suchmaschinen und Vergleichsportalen (Grafik: research tools)


Esslingen am Neckar – Nicht alle Baufinanzierer sind am Telefon auskunftsfreudig. Während das Telefon für reine Onliner ein bedeutendes Distributionsmittel ist, lehnen einige Filialisten telefonische Auskünfte aufgrund der Produktkomplexität ab. Laut der ‚Marketing-Mix-Analyse Baufinanzierung 2015‘ von research tools verdeutlichen mehr als 33 Pressemeldungen pro Woche zum Thema Baufinanzierung die aktuelle Relevanz dieses Produkts.

Zehn untersuchte Baufinanzierer offerieren zwischen zwei und 13 unterschiedliche Immobilienfinanzierungsprodukte: Baufinanzierung, Wohn-Riester-Darlehen, KfW-Darlehen, Zwischenkredite, Anschlussfinanzierungen oder Modernisierungskredite. Die beiden Vermittler Interhyp und Dr. Klein präsentieren hier das breiteste Angebot. Die Kredithöhe der Baufinanzierungsprodukte fängt mehrheitlich bei 50.000 Euro an. PSD-Banken und Sparda-Banken bieten Kredite ab 10.000 bzw. 25.000 Euro. Sondertilgungen werden unterschiedlich gehandhabt, mehrheitlich werden bis zu fünf Prozent pro Jahr gewährt.

Die Hotline-Betriebszeiten der Anbieter variieren zwischen 50 und 168 Stunden pro Woche. Interessant ist, dass teilweise gerade Banken mit kürzeren Betriebszeiten durch eine bessere Antwortqualität bei Testanrufen punkten. Während drei Anbieter am Telefon erstklassig beraten beantworten einige Filialisten die gestellten Fragen nicht. Sie bestehen aufgrund des komplexen Produkts auf einen Beratungstermin vor Ort. Bei Mailanfragen überzeugt allein Interhyp mit einer guten Antwortqualität, die übrigen Baufinanzierer zeigen hier deutliches Potenzial.

In Suchmaschinen und Vergleichsportalen sind Dr. Klein, ING-DiBa und Interhyp mit guten Platzierungen vertreten. Eine starke Präsenz zeigen die Sparkassen in Suchmaschinen. Commerzbank, ING-DiBa und Interhyp verzeichnen in Vergleichsportalen neben der Vielzahl genutzter Portale auch eine hohe Anzahl an Top 10-Platzierungen. Die übrigen Anbieter sind nur in weniger als jedem dritten der 42 untersuchten Vergleichsportale zu finden. 

Die zehn Baufinanzierer haben innerhalb eines Jahres insgesamt knapp 32 Millionen Euro für mediale Werbung aufgewendet. Geworben wird dabei in Zeitungen, Zeitschriften und TV. Im Verlauf eines Jahres veröffentlichten sieben der zehn Anbieter insgesamt 70 Pressemitteilungen zu Baufinanzierungsthemen. In der Presseresonanz dazu erschienen 1.748 Pressemeldungen, in denen mindestens einer der zehn Anbieter genannt wurde. Diese enorme Flut von mehr als 33 Meldungen pro Woche verdeutlicht die aktuelle Relevanz dieses Bankprodukts.

Zur Studie: Die "Marketing-Mix-Analyse Baufinanzierung 2015“ von research tools untersucht das Marketingverhalten der zehn berücksichtigten Anbieter Bausparkasse Schwäbisch Hall, Commerzbank, Deutsche Bank, Dr. Klein, ING-DiBa, Interhyp, Postbank, PSD Banken, Sparda-Banken, Sparkassen. 

ah

 

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