Angst und Schlange

Medienspiegel

09.05.2018

Wie wirkt sich Netflix auf unsere körperlichen Beziehungen aus? Wie zufrieden sind die Arbeitnehmer in Deutschland mit ihrem Gehalt? Und welche Regeln helfen uns, wirklich länger zu leben? Um diese und weitere Fragen geht es in unserem Medienspiegel.

Und, wie sieht es bei Ihnen zuhause aus mit der Romantik – seit Sie sich abends auf Serien bei Netflix oder Amazon Prime stürzen? Es gibt jedenfalls Grund zur Sorge, denn: Britische Forscher haben herausgefunden, dass Streaming sich negativ aufs Liebesleben auswirkt. Darüber berichtet der Bonner General-Anzeiger. "Eigentlich sollte die aktuelle Studie die Auswirkungen des Internetkonsums auf den Stromverbrauch untersuchen - doch die Forscher stellten auch fest, dass der zunehmende Datenverkehr dafür sorgen kann, dass eine andere Art des Verkehrs abnimmt", heißt es in der Nachricht. 

Unzufrieden mit dem Gehalt

Unzufrieden sind viele Menschen im Land auch mit ihrem Gehalt – das gilt sogar für 57 Prozent, wie eine Umfrage des Karrierenetzwerks Xing zeigt, über die nun Capital berichtet. "Etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Unzufriedenen meint, dass die Bezahlung unter dem Marktdurchschnitt liegt", heißt es in der Geschichte. Der überwiegende Teil der Arbeitnehmer würde sich mehr Transparenz beim Einkommen wünschen – wobei die Affinität zu offengelegten Zahlen bei Menschen mit hohem Gehalt eher abnimmt.

Baumärkte im Test

Die Deutschen sind traditionell Heimwerker – ja, die gesellschaftliche Verbreitung von Basteln und Schreinern hat schon beinahe religiöse Züge. Wichtige Orte für diesen Kult sind natürlich die immer pompöser werdenden Baumärkte. ZDFzeit hat diese Paläste des DIY-Konsums nun unter die Lupe genommen. In dem Dreiviertelstündler lässt die Redaktion Obi, Hornbach und Bauhaus gegeneinander zum Test antreten. Dabei geht es nicht nur um die günstigsten Preise, sondern auch um das verantwortungsvolle Wirtschaften der Ketten.

Der Angstmacher

Der Hirnforscher Manfred Spitzer provoziert regelmäßig Diskussionen zur Schädlichkeit digitaler Medien. In der Süddeutschen Zeitung bekommt er nun von Jan Stremmel sein Fett weg. "Über einen, der aus Ängsten Geld macht", heißt die zugespitzte Überschrift zur Geschichte über den Autor. "Wenn künftige Generationen einmal wissen wollen, wovor die Menschen Anfang des 21. Jahrhunderts besonders viel Angst hatten, sind Spitzers Bücher die ideale Forschungsgrundlage." Eine krachende Abrechnung mit dem Experten, den viele als Vordenker sehen. 

Warten in der Schlange

Heute möchte niemand mehr Schlange stehen – das passt nicht zu unserer digitalen Welt, in der wir gern alles immer sofort haben. Im neuen Heft von brand eins gehrt es ums Warten – und Jochen Metzger und Søren Harms beschäftigen sich mit der Ungeduld und Firmen, die dagegen etwas tun. Eine Geschichte über die Wissenschaft der Wartezone, die Sozialpsychologie beim Anstellen und die Wirkung einer langen Anreihung von Menschen auf das Wertempfunden. 

Fünf Regeln für ein sehr langes Leben

Einfache Regeln können wir uns leicht merken. Das ist nicht schlecht – vor allem, wenn sie uns wirklich weiterhelfen sollen. Der Internist Michael Ristow von der ETH Zürich berichtet im Gespräch mit dem Deutschlandfunk über fünf bestechend simple Botschaften, die sich jeder merken kann. Wer danach handelt, kann sein Leben um ein Dutzend Jahre oder mehr verlängern. Grundlage ist eine Studie von Wissenschaftlern aus Boston in den Vereinigten Staaten. Das Besondere an dieser Untersuchung: "Dass man klar ermittelt hat, wenn sie diese fünf Faktoren einhalten, leben sie eine bestimmte Zahl von Jahren", sagt der Experte im Deutschlandfunk. 

Darüber könnte man mal nachdenken. Vielleicht bieten die kommenden Tage ja die Gelegenheit, das in Ruhe zu tun. Schönen Feiertag und freudiges Wochenende!

 

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