Interview mit Dr. Stephan Telschow, Geschäftsführer bei der GIM „Wir profitieren vielfach von Technologie, die in Start-ups entwickelt wird“

Auch wenn Innovationen eine potenzielle neue Konkurrenz bedeuten, hält Dr. Stephan Telschow, Geschäftsführer bei der GIM, nicht viel von Schwarz-Weiß-Denken. Der Juror beim 5. Start-up Online-Pitch von marktforschung.de und CONSULTING.de erzählt im Interview zudem, vor welchen Herausforderungen Start-ups in der Marktforschung derzeit stehen und in welchen Bereichen es dringend Innovationen braucht.

Dr. Stephan Telschow von der GIM im Interview

Die GIM ist zum ersten Mal als Sponsor und auch Jury-Mitglied beim Start-up Pitch dabei. Was hat Sie zur Teilnahme bewegt? 

Dr. Stephan Telschow: Marktforschung, auch wenn sie wie bei uns vornehmlich handgemacht und individualisiert ist, lebt ja inzwischen von einem breiten Universum technologischer Innovationen. Da zu sehen, was passiert und gute, sinnvolle Entwicklungen auch zu fördern, ist für die GIM eine wichtige Aufgabe.

Und natürlich: Das „I“ in unserem Unternehmensnamen stellt auch eine gewisse Selbstverpflichtung dar.

Seien Sie als Zuschauer dabei und melden Sie sich jetzt kostenfrei für den Start up-Pitch am 22. November, 15 Uhr, hier an!

Wenn neue Innovationen auf den Markt kommen, heißt das auch immer, dass es eine weitere potenzielle Konkurrenz für Sie gibt. Wie sind Sie da eingestellt? Freuen Sie sich über Innovationen, die die Marktforschungsbranche vorantreiben, oder bereiten Ihnen Start-ups manchmal auch Bauchschmerzen? 

​​​​​Dr. Stephan Telschow: Schwarz-Weiß-Denken war noch nie meine Sache. Wir profitieren vielfach von Technologie, die in Start-ups entwickelt wird. Das Einzige, was mir in Pitch-Präsentationen häufig Bauchschmerzen bereitet: Wenn auf dem ersten Chart erklärt wird, dass „traditionelle“ Marktforschung langsam, teuer und unflexibel sei. Das ist genau jenes Schwarz-Weiß-Denken, das ich mir etwas reduziert wünsche.

Können Sie sich noch an eine Innovation aus den letzten Jahren erinnern, die Sie vom Hocker gerissen hat? Was hat Sie daran fasziniert? 

Dr. Stephan Telschow: Die stand alone Innovation eines einzelnen Anbieters herauszuheben, wäre an dieser Stelle sicher unfair. Seit vielen Jahren verfolge ich die Entwicklungen von NLP-Technologie und finde hier auch viele kleine Fortschritte sehr spannend.

Vor welchen bedeutenden Herausforderungen stehen neu in den Markt eintretende Unternehmen derzeit Ihrer Meinung nach? 

Dr. Stephan Telschow: Gerade bei sehr technologie- und datenlastigen Lösungen wird die zentrale Frage nach den use cases oft zu spät gestellt.

Zudem: Marktforschung hat eben auch viel mit Vertrauen zu tun.

Angebote, bei denen Algorithmen intransparent bleiben und nicht überzeugend dargelegt werden kann, woher Daten kommen und wie ihre Qualität gesichert wird, dürften es schwer haben.

In welchem Bereich wünschen Sie sich endlich mal einen Durchbruch? Wo muss dringend eine Innovation her?

Dr. Stephan Telschow: Als stark auch qualitativ Forschender: Die erste Lösung, die wirklich brauchbare automatiserte Transkriptionen von Gruppendiskussionen bietet – idealerweise mit automatisierter Vercodung und einem guten Video-Editing-System. Die wäre sofort gekauft!

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Über die Person

Dr. Stephan Telschow ist Mitglied der GIM Geschäftsführung. Der promovierte Sozialwissenschaftler ist seit 20 Jahren bei der GIM, ein gefragter Speaker und Autor zahlreicher Fachartikel. Die Schwerpunkte seiner forscherischen Tätigkeit liegen in den Bereichen Retail, PoS und Shopper sowie der qualitativen FMCG- und Near-­Food-Forschung. In der Geschäftsführung ist er zuständig für Business Development und Operations.

Weitere Informationen zum Unternehmen auf marktforschung.de:

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