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Interview mit Simone Waller-Klink & Heinrich Fischer „Wir haben dieses Jahr eine viel bessere Situation.“

Am 20. und 21. Oktober wird die zweite succeet-Präsenzmesse in München stattfinden. Simone Waller-Klink und Heinrich Fischer im Gespräch zum Status Quo der Planungen und Anmeldungen, zu wichtigen Neuerungen und zur Frage, wie die Marktforschungsbranche ihren Durst nach persönlichen Begegnungen in München stillen kann.

Seit kurzem sind die Aussteller-Informationen für die succeet22 verfügbar. Wie läuft die Vermarktung der Messe bislang an?

Simone Waller-Klink: Sie läuft sehr gut an. Obwohl wir uns ja noch mitten in den WdM-Vorbereitungen befinden. Wir haben schon viele Anfragen, Zusagen und Buchungen von unseren langjährigen und regelmäßigen Ausstellern – die ersten kamen schon im November. Besonders groß ist im Augenblick die Nachfrage nach größeren Standflächen im vorderen Teil der Halle.

Wir freuen uns, dass viele Stammkunden bereits fest zugesagt oder gebucht haben. Großes Interesse verzeichnen wir auch bei Ausstellern, die bei der ersten succeet noch nicht dabei waren.

Insofern sind wir sehr zuversichtlich, dass wir die Zahl der Aussteller gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern werden.

Auch wenn der Re-Start insgesamt erfolgreich war: Was soll im Oktober 2022 bei der zweiten succeet besser werden?

Heinrich Fischer: Wir haben dieses Jahr eine viel bessere Situation. Klar, Corona ist nicht vorbei, aber wir können doch verlässlicher planen und Erfahrungen vom letzten Jahr nutzen. Auch haben wir einen wesentlich längeren Vorlauf, dadurch können wir die Messe noch besser vorbereiten und kommunizieren. Wir werden den Webauftritt inklusive Ticket- und Vortragsbuchung optimieren, so dass sich interessierte Besucher und Aussteller gut und schnell zurechtfinden. Das gesamte Messe- und Programmangebot soll thematisch herausgearbeitet und kommuniziert werden, um den praktischen Nutzen für die Fachbesucher zu steigern.

Für die besonders wichtige Besuchergruppe der betrieblichen Insights Manager wird es einige exklusive Programmpunkte geben.

Die Messe wird dieses Jahr auch noch deutlich internationaler werden, weil die Reisebeschränkungen wegfallen. Diesem Umstand werden wir etwa durch ein weitgehend zweisprachiges Programmangebot Rechnung tragen und die Live-Präsentationen – wo sinnvoll und möglich – mittels Simultanübersetzung auch dem englischsprachigen Publikum zugänglich machen.

Die Branche dürstet nach persönlichem Kontakt. Wird es neben der Messe auch wieder Events wie eine Messeparty oder ein Get-together geben?

Simone Waller-Klink: Das planen wir fest ein. Diese Events sind tatsächlich sehr wichtig und beliebt. Wir gehen sogar davon aus, dass sie sich fast wieder wie vor Corona anfühlen werden. Konkret ist aktuell die traditionelle Messeparty von The Research Club in der Kongressbar geplant. Und es gibt Überlegungen zu einem Get-together am Abend vor Messebeginn.

Aktuell werden aufgrund der Omikron-Welle wieder viele Events in den Herbst verschoben. Die succeet konnte letztes Jahr als eine von wenigen Veranstaltungen vor Ort stattfinden. Wie zuversichtlich seid Ihr, dass die Messe erneut in Präsenz stattfinden kann?

Heinrich Fischer: Grundsätzlich sind wir sehr zuversichtlich.

Auch wenn ein minimales Restrisiko bleibt, sind wir absolut davon überzeugt, dass 2022 noch um einiges besser wird als 2021.

Die Grundimmunisierung in der Bevölkerung ist wesentlich besser als letztes Jahr: Der Impffortschritt ist deutlich weiter, und viele haben die Krankheit schon durchgemacht, was in Summe ein gutes Schutzniveau bietet. Und wir haben ja die Erfahrung gemacht, dass die Krankenhäuser auch bei höheren Inzidenzen nicht überlaufen. Die Politik berücksichtigt das und hält sich zurück mit Verboten und Einschränkungen. Trotzdem – wir sind nicht blauäugig, sondern auf alles vorbereitet.

Viel Resonanz bekamen letztes Jahr die Live-Präsentationen. Welche Veränderungen sind hier 2022 geplant?

Heinrich Fischer: Das Konzept der geschlossenen Live-Präsentationen war eigentlich dem Corona-bedingt begrenzten Platzangebot geschuldet. Es hat gut funktioniert und wird dieses Jahr weiter ausgebaut. Sowohl von Besuchern als auch Ausstellern haben wir positives Feedback bekommen, da beide Seiten gleichermaßen einen Vorteil haben. Durch dieses Konzept können die Vortragenden viel mehr in die Tiefe gehen und für den Besucher wertvolle Details teilen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Informationen beim Mitbewerber landen. Wir optimieren auch den Buchungsprozess für die Programmpunkte: Dieses Jahr gibt es einen kompletten Online-Workflow, statt Excel-Tabellen, die hin- und hergeschickt werden müssen.

Im Nachgang gab es Berichte darüber, dass Studierende nicht an jedem Messestand willkommen waren. Wie wollt Ihr diesem Thema begegnen?

Simone Waller-Klink: Wir werden bei beiden Gruppen, Ausstellern und Studierenden, über ein Messe-Briefing das Verständnis für die jeweils andere Seite verbessern. Und wir verstehen beide Seiten: Studierende sind die Zukunft der Insights Industry – sei es als zukünftige Arbeitskräfte oder als Auftraggeber. Aussteller sollten daher ein grundsätzliches Interesse haben, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Andererseits sollten Studierende Verständnis haben, wenn ein Aussteller aktuell keinen Bedarf hat oder Fachbesuchern am Messestand Vorrang gibt.

Im Ausstellerverzeichnis werden wir klar kennzeichnen, welcher Aussteller für Bewerber und Studierende offen ist und wer eher nicht.

So können beide Seiten besser zusammenfinden. Grundsätzlich möchten wir den Austausch zwischen Studierenden und Ausstellern weiter fördern und denken derzeit intensiv über das Thema Recruiting nach. Wir sind sicher, auf der Messe im Herbst ein geeignetes Format anbieten zu können.

Anderes Thema: Ihr organisiert dieses Jahr zum ersten Mal gemeinsam mit marktforschung.de die dritte Woche der Marktforschung, die im Mai 2022 stattfinden wird. Wie läuft die Vermarktung der Sponsorings und Kalendereinträge bislang?

Simone Waller-Klink: Sehr gut! Wir haben für die WdM22 bereits etwa 50 Anbieter und Sponsoren mit fast 70 Sessions. Ausgebucht sind wir noch nicht, es sind noch attraktive Slots und Sponsoring-Möglichkeiten verfügbar. Der aktuelle Stand des Festivalkalenders wird voraussichtlich am 7. März veröffentlicht, und wir empfehlen interessierten Anbietern, sich rasch bei uns zu melden. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Häusern succeet und marktforschung.de hat sich absolut bewährt, wir ergänzen uns perfekt. Die Zusammenlegung der virtuellen succeet mit der WdM bietet viele Vorteile. Gegenüber letztem Jahr haben wir zwar eine Veranstaltung weniger, die WdM wird aber aufgewertet: Sie wird umfangreicher und internationaler.  

Simone Waller-Klink, succeet GmbH
Über Simone Waller-Klink

Simone Waller-Klink ist geschäftsführende Gesellschafterin der succeet GmbH. Zuvor war sie Eigentümerin einer Event- und Kommunikationsagentur und über 10 Jahre u.a. für die Fachmesse Research & Results im Bereich Sales, Konzeptentwicklung, Planung und Messeorganisation tätig. Es ist ihre große Leidenschaft, Kommunikation effektiv zu gestalten, Menschen zusammenbringen und Netzwerke zu entwickeln.

Heinrich-Fischer, succeet GmbH
Über Heinrich Fischer

Der empirische Kommunikationsforscher Heinrich Fischer hat jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Marktforschung, Mediasales, Marketing, Werbung, Unternehmensführung, Verlagswesen und Messeveranstaltung. Zuletzt war er Managing Partner und Mitbegründer der früheren Marktforschungsmesse Research & Results.

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