Unternehmen und Marken sollen umweltbewusst handeln

Grafik: GfK
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Nürnberg – Knapp Zweidrittel der für eine internationale Studie Befragten bekunden, sie kaufen nur Produkte und Dienstleistungen, die ihren Überzeugungen oder ihren Werten und Idealen entsprechen. Ebenfalls knapp zwei Drittel fühlen sich schuldig, wenn sie nicht umweltfreundlich handeln. Die zeigt eine Umfrage der GfK, für die als 28.000 Menschen ab 15 Jahren in 23 Ländern befragt wurden.

Rund 73 Prozent der in Deutschland Befragten stimmen der Aussage zu, dass Unternehmen und Marken umweltbewusst handeln müssen. Ein Fünftel der Befragten stimmt sogar stark zu. Nur 9 Prozent sind nicht dieser Meinung. Der Vergleich zwischen Männern und Frauen zeigt bei beiden Geschlechtern eine ähnlich hohe Akzeptanz (Frauen: 74 Prozent, Männer: 71 Prozent). Die geringsten Zustimmungswerte geben jüngere Personen im Alter von 15 bis 19 Jahren mit 65 Prozent. Immerhin 15 Prozent in dieser Altersgruppe lehnen die Aussage ab. Mit zunehmendem Alter steigt die Akzeptanz an und erreicht bei Personen über 50 Jahren 76 Prozent. 

Über alle Länder hinweg betrachtet, sind 78 Prozent der befragten Frauen und 75 Prozent der befragten Männer für ein umweltbewusstes Handeln von Unternehmen und Marken. Im internationalen Ländervergleich liegen Inder und Indonesier mit einer Zustimmungsrate von über 90 Prozent vorne. Selbst in Japan und Schweden, die am unteren Ende der Skala rangieren, legen weit über der Hälfte der Befragten Wert auf ein umweltbewusstes Verhalten von Unternehmen.

Wenn es um das eigene umweltbewusste Verhalten geht, geben 46 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass sie sich schuldig fühlen, wenn sie nicht umweltbewusst handeln. Insgesamt 7 Prozent stimmen dieser Aussage stark zu. Frauen und Männer sehen das ähnlich. Rund 45 Prozent der weiblichen Befragten fühlen sich schuldig, wenn sie Dinge tun, die der Umwelt schaden. Der Anteil der männlichen Befragten liegt bei 46 Prozent. Die 20 bis 29-Jährigen nehmen sich hier besonders in die Verantwortung. Etwas über die Hälfte fühlt sich schuldig, wenn sie nicht umweltfreundlich handeln. Auch die Altersgruppen der 30 bis 49-Jährigen nehmen dieses Thema ernst: Jeweils 47 Prozent geben an, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie der Umwelt schaden.

Damit liegt Deutschland im Ländervergleich allerdings auf dem viertletzten Platz. Nur die Werte in Südkorea (41 Prozent), Polen (38 Prozent) und Schweden (37 Prozent) sind noch geringer. Befragte in Indien und Indonesien hingegen führen auch bei dieser Frage die Liste an. Rund 85 Prozent der Inder und 83 Prozent der Indonesier fühlen sich am häufigsten schuldig, wenn sie nicht umweltbewusst handeln.

Insgesamt 58 Prozent der Befragten in Deutschland sagen, dass sie nur Produkte oder Dienstleistungen kaufen, die ihren Überzeugungen, ihren Werten oder Idealen entsprechen. Starke Zustimmung erfährt diese Aussage von immerhin 10 Prozent. Wenig Unterschied zeigt sich zwischen den Geschlechtern mit einer Gesamtzustimmung von 59 Prozent bei Frauen und 57 Prozent bei Männern. Auch über die verschiedenen Altersgruppen hinweg haben Werte und Ideale nach eigenem Bekunden eine hohe Bedeutung beim Einkauf. Vor allem die 15 bis 19-Jährigen sowie die 30 bis 39-Jährigen liegen mit 61 Prozent vorne. Gefolgt von den Befragten im Alter von 50 bis 59 Jahren (58 Prozent) sowie den 40 bis 49-Jährigen und Befragten ab 60 Jahren (jeweils 57 Prozent).

International betrachtet zeigt die GfK Umfrage, dass 63 Prozent aller Befragten angaben, nur Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die ihren Überzeugungen, ihren Werten oder Idealen entsprechen. Starke Zustimmung erfährt die Aussage bei 17 Prozent der Befragten. Im Ländervergleich führt auch bei dieser Frage Indien (94 Prozent) die Liste an. Platz zwei belegen Indonesien und die Ukraine mit jeweils 78 Prozent. Deutschland reiht sich mit 58 Prozent im Mittelfeld ein. Argentinien und Belgien (jeweils 43 Prozent) bilden mit Schweden (35 Prozent) das Ende der Skala.

Zur Studie: In der GfK-Umfrage wurden mehr als 28.000 Verbraucher ab 15 Jahren in 23 Ländern befragt. Die Befragung fand entweder online oder persönlich (Face-to-Face) im Sommer 2014 in folgenden Ländern statt: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Polen, Russland, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweden, Türkei, Großbritannien, Ukraine und USA. In Deutschland wurde die Umfrage unter 1.500 Personen online durchgeführt. 

ah

 

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