GfK Konsumklimastudie Stimmungshoch hält an

Die Verbraucher in Deutschland bleiben optimistisch: Die Werte für Anschaffungsneigung, Konjunktur- und Einkommenserwartung steigen. Das geht aus der aktuellen GfK-Konsumklimastudie für Juni hervor.


Für den Juni verzeichnet die GfK ein Drei-Jahres-Hoch bei der Konjunkturerwartung. Die Aussichten steigen zum vierten Mal in Folge und legen ein Plus von 6,5 Zähler vor (Indikator aktuell bei 41,3 Punkten). Das ist nach Angaben der GfK der höchste Wert seit Juli 2014 (45,9 Punkte). Trotz weltwirtschaftlicher Risiken sind die Verbraucher überzeugt, dass sich der Aufschwung in Deutschland fortsetzt. Die gute Konjunktur profitiert vom schwachen Euro, niedrigen Ölpreise und der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Selbst Brexit und etwaige Handelsbeschränkungen der Trump-regierungen können der robusten Konjunktur nichts anhaben.

Auch die Wirtschaftsexperten blicken optimistisch in die nahe Zukunft. Das ifo-Institut korrigierte seine Prognose für das BIP um 0,3 Punkte nach oben. Als Gründe nennt das Institut neben der guten binnenkonjunkturellen Entwicklung die weltwirtschaftliche Belebung – davon profitiert Deutschland als Exportnation.

Arbeitslosigkeit: niedrigster Stand seit 26 Jahren

Auch die Werte bei der Einkommenserwartung steigen (auf 60,2 Punkte), sie erreichen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Das wirkt sich auf die Konsumneigung aus, die ebenfalls wächst. Der Anstieg lieg in der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt begründet, die Beschäftigung steigt, allein in diesem Jahr werden eine halbe Million mehr Erwerbstätige prognostiziert. Aktuell sind laut Bundesagentur knapp 2,5 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das ist der niedrigste Wert seit 26 Jahren.

Die Anschaffungsneigung profitiert ebenfalls vom generellen Optimismus der Verbraucher: Der Indikator liegt bei 57,9 Punkten und habe damit laut GfK Exzellentes Niveau. Insgesamt sind die Verbraucher auch zu größeren Anschaffungen mit höherem finanziellen Risiko bereit, Sparen ist angesichts der niedrigen Zinsen wenig attraktiv.

Konsumausgaben steigen

Die GfK sieht auch im Juli Chance für einen Anstieg des Konsumklimas, die Prognose liegt bei 10,6 Punkten. Der Anfang des Jahres prognostizierte Anstieg der realen privaten Konsumausgaben um 1,5 Prozent wird bestätigt. Jedoch könnten sich weltwirtschaftliche Risiken künftig stärker negativ auswirken, so das Unternehmen. Eine Richtungsänderung in der amerikanischen Handelspolitik könne etwa dazu führen, dass Anschaffungsneigung und Konsumklima zurückgehen.

Die Studie “GfK-Konsumklima MAXX“ basiert auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, diese werden im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 durchgeführt.

 io

 

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