Nielsen-Studie So grillt Deutschland: Kompetenzgrillen mit Qualitätsbewusstsein

Pünktlich zur Hitzewelle hat Nielsen das Grillverhalten deutscher Bürger untersucht. Einige Ergebnisse sind bemerkenswerter Natur: Das Grillen findet immer unabhängiger von der Jahreszeit statt. Und: Die Gruppe der (selbsternannten) "Grillexperten" wächst unaufhaltsam.

Dreiviertel aller Haushalte grillen regelmäßig, und das nicht nur bei schönem Wetter. So verzichten 5,6 Millionen Haushalte in Deutschland auch im Winter nicht auf ihr Würstchen mit Röstaroma. Aber auch das Selbstbewusstsein und die Begeisterung für das Grillen nimmt immer weiter zu. So ist laut Nielsen die Anzahl der selbsternannten "Grillexperten" seit 2016 um 10 Prozentpunkte auf 45 Prozent gestiegen. Auch die Anzahl der Haushalte, die angeben, "leidenschaftlich" zu grillen (55 Prozent) und Grillevents zu "zelebrieren" (40 Prozent), stieg um jeweils fünf Prozentpunkte im Vergleich zu 2016.

Grilltypen und Bedürfnisgrillen

Die Deutschen grillen hauptsächlich draußen und zu unterschiedlichen Anlässen. Knapp 20 Millionen Haushalte grillen als Ersatz zum täglichen Kochen. Diese Gruppe der "Für-Mich-Griller" grillt besonders oft und spontan. Weniger häufig und spontan grillen Haushalte wenn Freunde und Verwandte zu Besuch sind. Für 22 Millionen Haushalte, die Gruppe der "Gemeinschafts-Griller", ist dieser Anlass jedoch die beliebteste Motivation zum Grillen. Feiern und Parties sind für fast 16 Millionen Haushalte ("Party-Griller") ein Grund den Grill anzuwerfen.

Interessante Unterschiede bestehen bei der Planung und beim Einkauf für die verschiedenen Grillanlässe. Während die spontanen "Für-Mich-Griller" weniger Variation auf dem Grill brauchen, schätzen "Party-Griller" eine breite Vielfalt an Grillgut und Beilagen. 

Auch beim verwendeten Grilltyp unterscheiden sich die Anlass-Gruppen. Der "Für-Mich-Griller" verhält sich beispielsweise weniger wetterabhängig, grillt hauptsächlich zu Hause und verwendet dafür öfter einen Elektrogrill als der "Party-" oder "Gemeinschafts-Griller". Für Parties und Besuch wird eher der Holzkohlegrill angeworfen - dieser ist und bleibt der beliebteste Grill unter den deutschen Haushalten.

Gemüse und Käse im Kommen

Fleisch kommt bei fast allen Haushalten auf den Grill (96 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgen Grillwürstchen (67 Prozent). Gleichzeitig darf es für immer mehr Deutsche auf dem Grill aber auch etwas mehr Variation sein. So steigt zum Beispiel die Beliebtheit von Gemüse immer mehr (59 Prozent). Auch gegrillter Käse liegt aktuell im Trend. Bei Dips greifen die deutschen Haushalte gerne einmal zu exotischen Varianten. Während zum Beispiel die klassische Kräuterbutter bei den deutschen Haushalten an Beliebtheit verliert (49 Prozent), steigt die Verwendung von Kräuterbuttervarianten (35 Prozent).

Quantität UND Qualität

Für den Großteil der befragten Haushalte ist Grillen ein besonderes Event (73 Prozent). 37 Prozent legen dabei besonderen Wert auf hochwertiges Grillgut. Hochwertigkeit verbinden Verbraucher vor allem mit Vertrauen: 63 Prozent der Haushalte, die nur hochwertiges Grillgut kaufen, geben an, dies nur in Geschäften zu tun, denen sie vertrauen.

Für die zweite Nielsen Grillstudie "So grillt Deutschland!" wurden im Mai 2019 rund 11.000 Haushalte in Deutschland zum Thema Grillen befragt. Beleuchtet werden unter anderem die wichtigsten Grillanlässe und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anlass-Gruppen. Zudem liefert die Studie Insights über die beliebtesten Grilltypen, das trendigste Grillgut, die meist gekauften Beilagen sowie die wichtigsten Getränke. Daneben zeigt die Studie auf, wer hauptsächlich am Grill steht, wer die Einkäufe fürs Grillen plant und wer schließlich vor dem Grillen einkaufen geht. Die Studie erscheint nach 2016 zum zweiten Mal und und zeigt somit auch wichtige Veränderungen im Zeitverlauf.

 

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