Kantar TNS Snapchat und Instagram sind weiterhin auf dem Vormarsch

Hier schnell ein Foto teilen, dort einen Kommentar hinterlassen – spontane In-the-Moment-Kommunikation wird immer beliebter. Davon profitieren insbesondere Snapchat und Instagram, die ihren Nutzeranteil in den vergangenen zwei Jahren deutlich steigern konnten.


Laut der Studie "Connected Life" von Kantar TNS hat beispielsweise der Bilderdienst Instagram seinen Nutzeranteil in den letzten beiden Jahren fast verdoppeln können: Während im Jahr 2014 noch 24 Prozent der globalen Internetuser die Anwendung genutzt haben, tun dies nun 42 Prozent. Auch in Deutschland konnte das Fotoportal seinen Anteil im gleichen Zeitraum von 15 auf 30 Prozent steigern. Eine ähnliche Entwicklung hat auch der Instant-Messaging-Dienst Snapchat genommen, den derzeit etwa jeder vierte Onliner weltweit nutzt (2014: 12 Prozent). Zudem konnte Snapchat in dieser Zeitspanne seinen Nutzeranteil in Deutschland mehr als verdoppeln (von 8 auf 19 Prozent). "Der Aufstieg von Instagram und Snapchat zeigt den Wunsch der Menschen nach unmittelbaren und unterhaltsamen Inhalten von Freunden, Bekannten und auch Influencern, oft noch verbessert durch lustige Filter und andere Bearbeitungsmöglichkeiten", erklärt Walter Freese, Associate Director bei Kantar TNS.

Instagram wird auch in älteren Altersgruppen populärer

Dabei ist es keineswegs nur die junge Bevölkerungsschicht, die derartige Dienste nutzt. Zwar dominiert diese Altersgruppe beispielsweise auch die Nutzerstruktur von Instagram – allerdings wächst die Popularität des Fotoportals auch in den älteren Bevölkerungsgruppen. So sind weltweit bereits 20 Prozent und in Deutschland 13 Prozent der Instagram-Nutzer 55 bis 65 Jahre alt. Aus diesem Grund bieten Anbieter von In-the-Moment-Kommunikation wie Snapchat und Instagram werbenden Unternehmen im Hinblick auf alle Altersgruppen die Chance, für den User relevante und involvierende Inhalte zu erstellen, die es wert sind, geteilt zu werden. Dabei sollten Marketingverantwortliche jedoch beachten, dass auch weiterhin Bedenken gegen die Beobachtung des persönlichen Online-Verhaltens bestehen: So erhebt weltweit fast jeder dritte Internetnutzer (30 Prozent) Einwände gegen Online-Tracking-Maßnahmen, durch die Werbung gezielter auf den Nutzer angepasst werden könnte. In Deutschland stößt diese Praxis sogar bei fast der Hälfte der Nutzer (44 Prozent) auf Ablehnung.

Unternehmen müssen relevanten Content liefern

"Die Skepsis der Onliner in Deutschland gegenüber Online-Trackings und die starke Nutzung von Ad-Blockern zeigt deutlich, dass immer noch zu viel irrelevante und eben nicht auf die individuellen Interesse und Bedürfnisse abgestimmte Online-Werbung ausgespielt wird. Nur durch relevanten Content kann Offenheit und Vertrauen der Verbraucher herstellt werden", rät Freese daher. "Einige globale Marken haben das im vergangenen Jahr geschafft. Disney, Starbucks und McDonalds nutzten Snapchat Filter, um Verbraucher mit der Marke zu verbinden, ohne dass es sich aufdringlich anfühlt. Dieser Weg ist der Schlüssel, um die negative Wahrnehmung von Markenaktivität der Menschen zu überwinden", ergänzt Kantar-TNS-Global-Director Michael Nicholas.

Zur Studie:
Für diese Studie wurden zwischen Juni und September 2016 weltweit insgesamt 70.000 regelmäßige Internetnutzer befragt.

tt

 

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