Potential für Versicherungen gegen Cyber-Risiken

Köln - Über 250.000 Internet-Straftaten hat die Polizei vergangenes Jahr deutschlandweit registriert. Die Gefahrenlage bleibt für viele Internet-Nutzer trotzdem weiterhin diffus. Die Verbreitung von Versicherungen als Variante zur Absicherung gegen Cyber-Risiken ist bisher verschwindend gering. Auch deswegen, weil entsprechende Angebote am Markt fehlen oder die wenigen existierenden noch sehr unbekannt sind. Nur ein Prozent der Internetnutzer in Deutschland kann ein konkretes Versicherungsprodukt gegen Cyber-Risiken nennen. Ebenfalls nur ein Prozent der User besitzt solch eine Versicherung. Immerhin liegt die generelle Abschlussbereitschaft für Versicherung zum Schutz gegen Cyber-Risiken derzeit bei 19 Prozent. Dies zeigen die Ergebnisse der YouGov-Studie „CyberRisiken im Privatbereich“, für die 1.005 Internet-Nutzer vom 28.10. bis 04.11.2014 befragt wurden.

Die befragten Internetnutzer sehen im Phishing mit 46 Prozent die größte Gefährdung im Internet. Aber auch Hacking eines Online-Shopping- (43 Prozent) oder Online-Banking-Accounts (41 Prozent), sowie Vermögensschäden durch Identitätsdiebstahl/-missbrauch (37 Prozent) führen die Angst-Hitliste der deutschen Internet-Nutzer an.

Als Informationsquelle zu Risiken und Sicherheit im Netz nutzt die Mehrheit (62 Prozent) zumindest manchmal Nachrichtenseiten im Internet oder Bekannte, Verwandte oder Freunde (63 Prozent). Bereits etwa einem Drittel (32 Prozent) sind negative Erfahrungen mit technischen Schäden oder Datenverlusten wie z. B. durch Infizierungen widerfahren. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) hat sogar schon einmal finanzielle Schäden durch Attacken im Online-Banking oder Online-Shopping beklagen müssen.

ah

 

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