dossier.PLUS-Logo

Julia Görnandt, SKIM Nachhaltigkeit ist mehr als nur Klimaneutralität

Das ursprünglich aus den Niederlanden stammende internationale Marktforschungsinstitut SKIM verfolgt unter dem Namen SKIMpact drei Ziele, um die Welt nachhaltiger zu machen. Julia Görnandt stellt die Ziele vor und beschreibt, mit welchen Aktionen und Maßnahmen das Unternehmen konkret versucht, seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde und neben Regierungen setzen sich auch viele Unternehmen Nachhaltigkeitsziele. Meist liegt der Fokus auf Umweltfreundlichkeit oder Klimaneutralität. Doch im Sinne der Vereinten Nationen ist dies so viel mehr: Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung beziehen sich neben Klima- und Umweltschutz auch auf die Bekämpfung von Armut, Reduzierung von Ungleichheiten, lebenslanges Lernen und gleichberechtigten Zugang zu Ressourcen. Das klingt alles erstmal sehr abstrakt, aber welche umsetzbaren Möglichkeiten haben wir als Insights-Agenturen, um zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele beizutragen? Und warum sollten wir uns damit beschäftigen?

Die Unternehmens-DNA von SKIM baut seit über 40 Jahre auf einen wertschätzenden Umgang miteinander auf: Wir streben danach einander zu inspirieren, herauszufordern und gemeinsam Großartiges zu (er)schaffen. Diese zunächst aufs Unternehmensinnere fokussierte Werte wollten wir nach außen erweitern und haben daher – inspiriert von den Zielen der Vereinten Nationen – drei Ziele definiert, die wir unter dem Namen SKIMpact zusammenfassen. Mit den drei SKIMpact-Zielen konzentrieren wir unsere Bemühungen auf Bereiche, von denen wir glauben, dass SKIM als Unternehmen zusammen mit unseren Mitarbeitenden, die größtmögliche positive Wirkung auf die Welt und Menschen außerhalb von SKIM erzielen können:

  1. Empowerment von Menschen, aber auch vor allem in Communities außerhalb unseres Unternehmens
  2. Ein klimapositives Unternehmen zu werden
  3. Unseren Kunden und Kundinnen helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

Engagement auch außerhalb der eigenen Firma

Unser erstes Ziel – Empowerment von Menschen – bezieht sich vor allem darauf, Menschen außerhalb unseres Unternehmens zu befähigen und ermächtigen, ihre persönlichen Ziele zu erreichen und ein für sie lebenswertes Leben führen zu können. Hierbei geht es für uns darum Ungleichheiten zu verringern und hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen für alle zu fördern (SDG 4, 5 und 10). Das machen wir auf vielfältige Art und Weise: In Singapur geben unsere Mitarbeitenden regelmäßig Excel-Anfänger-Trainings für unterprivilegierte Teenager. Die meisten dieser Teenager haben nur geringe oder gar keine Vorkenntnisse in Excel, und da diese Fertigkeit in Singapur in der Regel nicht in der Schule gelehrt wird, besteht die reale Chance, dass sie beim Eintritt in den Arbeitsmarkt Schwierigkeiten haben würden. Wir dagegen arbeiten tagtäglich mit Excel. Daher haben wir ein Training zusammengestellt und teilen unser Wissen und Fähigkeiten mit diesen Teenagern, die davon langfristig profitieren können. Ähnliches machen wir in Lateinamerika, indem wir Business Englisch-Unterricht geben.
An unseren regelmäßigen Team-Tagen probieren wir auch Spaß damit zu verbinden, etwas Gutes zu tun, zum Beispiel in Rotterdam unterstützen wir ‘Jarige Job’, so dass Kinder, deren Eltern es sich nicht leisten können, wie in den Niederlanden üblich, den Geburtstag mit ihren Klassenkameraden zusammenfeiern können. Das Packen der Geschenk- und Geburtstagspakete zaubert nicht nur den Kindern ein Lachen ins Gesicht, sondern macht auch unserem Team viel Freude.

Ein klimapositives Unternehmen sein

Das SKIMpact-Ziel Nummer 2 – ein klimapositives Unternehmen zu werden – heißt kurz gesagt, dass wir als Unternehmen mit zehn Standorten und ca. 250 Mitarbeitenden weltweit, mehr tun wollen, als unsere eigenen Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Nichtsdestotrotz fangen wir natürlich bei uns an: Unser firmeneigenes CO2-Dashboard zeigt uns, was die größten Emissionstreiber sind und welche Maßnahmen effektiv sind, um unseren CO2-Fußabdruck zu senken.

Traditionell ist es uns wichtig, dass all unsere Mitarbeitenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen (können). Daher sind seit unserer Gründung unsere Büros in der Nähe eines zentralen Bahnhofs.

Darüber hinaus streben wir in Europa an, Geschäftsreisen möglichst per Zug, anstatt dem Flieger durchzuführen. In anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, ist dies durch die mangelnde Infrastruktur und die weiten Strecken schwieriger. Aber dennoch ermutigen wir alle Mitarbeitenden, die Reise so nachhaltig wie möglich zu gestalten, indem zum Beispiel eine längere Reise anstatt mehrere kürzere (und daher mehrere Flugreisen) geplant wird. Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass wir im Vergleich zu 2019 (vor Corona) letztes Jahr unsere Emissionen für Flugreisen um 75% reduziert haben.
Darüber hinaus beschäftigen wir uns aktuell damit, welche CO2-Kompensationsprojekte wir finanziell, aber wenn möglich auch durch Bereitstellung von Wissen, Fähigkeiten und Zeit unterstützen können, um unsere verbleibenden Emissionen (und mehr) zu kompensieren, um tatsächlich klimapositiv zu werden.

Neben diesen unternehmensweiten Maßnahmen, die unseren CO2-Fußabdruck beeinflussen, liegt es uns auch am Herzen unsere Mitarbeitenden weltweit zu einem nachhaltigen Lebensstil zu inspirieren. Letztes Jahr hat ein Gruppe von Kollegen eine globale Nachhaltigkeitswoche organisiert und jeden Tag ein Thema - wie Müll, Energie, Essen – in den Mittelpunkt gestellt, hilfreiche Informationen geteilt und entsprechende Aktivitäten angeboten. Einige Aktivitäten aus dieser Woche, die sicherlich eine Wiederholung finden, sind eine Kleider-Tauschbörse, Müll-Fischen auf der Themse in London, ein vegetarisches Mittagsbuffet mit lokalen und saisonalen Zutaten, der Vortrag einer Zero Waste-Expertin, das digitale Entmüllen unsere E-Mail-Postfächer und Server oder das gemeinsame Erkunden von Restaurants in der Nähe, die unkomplizierte Mehrweglösungen wie Vytal anbieten.

Auftraggebenden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

Unser drittes SKIMpact-Ziel bezieht sich auf unser eigentliches Kerngeschäft der Marktforschung, indem wir das, was wir gut können, im Rahmen der Net-Zero-Ambitionen unserer Kunden tun. Unser Nachhaltigkeitsteam berät Unternehmen, wenn es beispielsweise darum geht globale Kommunikationsleitfäden zu erstellen, die Nachhaltigkeitsaspekte von Produkten hervorheben oder nachhaltige Produktportfolios zu gestalten. Damit einhergehend ist auch die Entwicklung neuer Marktforschungsansätze, die zum Beispiel die Say-Do-Gap akkurat erfasst und somit auch Ideen explorieren und validieren können, um diese zu schließen.

Alle drei SKIMpact-Ziele kann man als natürliche Erweiterung unserer Unternehmenskultur sehen.

Wir wollen auch über unsere eigenen Mitarbeiter und über unsere Kunden hinaus, einen positiven Einfluss haben.

Und ich persönlich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Ich denke, dass wir sogar eine Verantwortung haben, unsere Fähigkeiten und Ressourcen proaktiv zu nutzen, um weniger privilegierten Communities und Menschen und somit die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen tatkräftig zu unterstützen.

 

Diskutieren Sie mit!     

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Machen Sie gerne den Anfang!

Um unsere Kommentarfunktion nutzen zu können müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Mehr zum Dossier: Nachhaltigkeit - Besser erstmal die Welt retten

Artikel dieser Ausgabe:

alle anzeigen
Vielen Dank an die Sponsoren

Weitere Highlights auf marktforschung.de

Bitte warten, Verarbeitung läuft ...