Interview zum Web-Seminar am 24.02.2022, 11:00 Uhr "Nachhaltigkeit ist immer noch DAS Trendthema Nummer eins"

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde und beschäftigt gleichermaßen Nutzer sowie Unternehmen. Wie können Marken nun auf das Trendthema reagieren und ihre Kundschaft nachhaltig erreichen? Aufschluss darüber gibt die aktuelle Studie "Trendmonitor Deutschland" von NORDLIGHT research, dessen Ergebnisse Liesa Fiegl, Research Consultant bei Nordlight, in ihrem Web-Seminar vorstellen wird.

Nachhaltigkeit ist für die Einen DAS Thema, für die Anderen weniger und manche finden es wichtig, können es aber nicht mehr hören. Wie ist Ihre persönliche Einstellung zu dem Thema? Ziehen Eisbärfotos bei Ihnen noch?

Liesa Fiegl: Beim Brainstorming zu neuen Themen unserer Eigenstudienreihe „Trendmonitor Deutschland“ waren wir eigentlich der Meinung, das Thema Nachhaltigkeit sei bereits wieder von sinkendem Interesse. Aber der Wahlkampf letztes Jahr, die hohe Präsenz in den Medien und nun im Nachhinein auch die große Resonanz auf unsere Studie haben gezeigt: Das Thema ist immer noch DAS Trendthema Nummer eins – mal abgesehen vom Dauerbrenner Corona.

Nachhaltigkeit ist ja ein sehr weiter Begriff. Mit welcher Definition haben Sie in der Studie gearbeitet?

Liesa Fiegl: In den Köpfen der Verbrauchenden ist Nachhaltigkeit meist mit ökologischem Handeln und Umweltschutz gleichgesetzt; das zeigen auch die Studienergebnisse. Wir haben aber auch die beiden anderen Säulen, der zumeist in der Wissenschaft verwendeten Definition von Nachhaltigkeit, abgedeckt: Ökonomie und Soziales. Insbesondere die ökonomische Nachhaltigkeit ist bei Verbrauchen aktuell nahezu unbekannt und für diese schwer zu greifen.

Für ein nachhaltiges Leben kann und muss man in ganz unterschiedlichen Bereichen aktiv werden: Ernährung, Mobilität und Energie beispielsweise, aber auch Bekleidung und sicherlich viele weitere, die jetzt vergessen wurden. Was ist den Verbrauchenden besonders wichtig?

Liesa Fiegl: Bei der Ressourcennutzung Zuhause und beim Einkauf von Lebensmitteln ist das Thema Nachhaltigkeit für Verbrauchende aktuell besonders wichtig. Die Mehrheit gibt auch an, im Haushalt darauf zu achten, Ressourcen zu sparen – sicher auch aus Gründen der Nachhaltigkeit, aber nicht zuletzt aus Geldspargründen.

Sind die Wünsche und Forderungen, die Verbrauchende haben, immer deckungsgleich mit den Hebeln, an denen die Unternehmen ziehen und schieben? Wie gut ist die Verständigung zwischen Marken und ihren Verbrauchenden?

Liesa Fiegl: In dieser Studie haben wir den Fokus auf die Verbrauchersicht gelegt. Dabei hat sich gezeigt, dass sie von den Unternehmen mehr Nachhaltigkeit erwarten und – wenn diese gegeben ist – auch wollen, dass mit ihr geworben wird. Gleichzeitig sind sie aber skeptisch gegenüber Webeversprechen, die Nachhaltigkeit thematisieren. Das führt zu einem schwierigen Spannungsfeld für Unternehmen.

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Was ist der Trendmonitor Deutschland? Und hilft er bei der Verständigung?

Liesa Fiegl: Der Trendmonitor Deutschland ist unser regelmäßiges Eigenstudienformat, in dem wir das Interesse der Bundesbürger an Produkten und Dienstleistungen in zahlreichen Trendfeldern des modernen Alltags untersuchen. Er besteht aus einem Basisteil, in dem zahlreiche aktuelle Produktangebote und Services (z.B. E-Mobility, VR / AR, digital Lifestyle, Shopping, Banking & Insurance) abgefragt werden sowie Produktbekanntheit, Produktinteresse und Kaufbereitschaften. Zusätzlich zum Basistracking beleuchtet der Trendmonitor Deutschland ausgewählte Schwerpunktthemen in vertiefender Form, so wie in diesem Fall das Thema Nachhaltigkeit. Einen Teil der Ergebnisse teilen wir über Pressemitteilungen und Blog-Posts mit der interessierten Öffentlichkeit. Unseren Kunden und Kundinnen helfen die Studien unmittelbar weiter, ihre Kundschaft zu verstehen. So betrachtet hilft der Trendmonitor bei der Verständigung zwischen Verbrauchern, Industrie und Medien.

Welche Branchen und Marken haben Sie im Trendmonitor untersucht?

Liesa Fiegl: Für das Thema Nachhaltigkeit haben wir ein breites Spektrum an Marken über verschiedene Branchen untersucht. Hierzu haben wir aus Sicht der Verbrauchenden eher nachhaltige sowie weniger nachhaltige Unternehmen aufgenommen. So ist eine bunte Liste an untersuchten Marken entstanden: 1&1, Adidas, Aldi, Allianz, Amazon, ARMEDANGELS, BMW, Deutsche Bahn (DB), Deutsche Bank, Deutsche Post/DHL, E.ON, EDEKA, EnBW, eprimo, Eurowings, H&M, IKEA, LichtBlick, LIDL, Lufthansa, O2, OTTO, REWE, Sparkasse, Tchibo, Telekom, Tesla, TUI, Vattenfall, Vodafone, Volkswagen (VW), Zalando.

Welche Fragen werden Sie in Ihrem Web-Seminar beantworten? Und ist es nur aus beruflicher Perspektive sinnvoll, dieses zu besuchen? Oder findet man auch für private Fragen die ein oder andere Entscheidungshilfe?

Liesa Fiegl: Das Web-Seminar ist für alle gedacht, die sich beruflich oder privat für das Thema Nachhaltigkeit interessieren. Wir betrachten ganz allgemeine Fragen, wie „was verbindet man spontan mit dem Begriff Nachhaltigkeit“ und „wie ist die persönliche Einstellung zu dem Thema“ oder „wie sehr achtet man im Alltag bereits darauf“ aber auch konkrete Fragen in Bezug auf Produktkategorien und Unternehmen, wie „welche Kauf- und Vertragsabschlussentscheidungen werden beeinflusst“ und „wie nachhaltig stellen sich Unternehmen in der Verbraucherwahrnehmung dar und wie nachhaltig werden sie tatsächlich eingestuft“.

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Über Liesa Fiegl

Liesa Fiegl fing bereits während ihres Studiums an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Werkstudentin bei NORDLIGHT research an. Seit ihrem Masterabschluss 2014 ist sie dort Vollzeit als Research Consultant tätig.

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