Nielsen-Studie Nachfrage von täglichen Verbrauchsgütern steigt

Der Bedarf an Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel ist im dritten Quartal 2018 gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt Nielsen in einer aktuellen Studie. Im Vergleich zu anderen Ländern ist das Wachstum in Deutschland jedoch gering.

 

Der europäische Umsatz von Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (sogenannte "Fast Moving Consumer Goods" wie Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel) ist im dritten Quartal 2018 um +3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Dies zeigen die aktuellen Zahlen von Nielsen zum Lebensmitteleinzelhandel in 28 europäischen Ländern. Nach einem schwachen Volumenwachstum im zweiten Quartal verbesserte sich die FMCG-Performance im dritten Quartal, wobei das Volumenwachstum auf +1,0 Prozent (nach -0,1 Prozent im zweiten Quartal) stieg und damit wieder auf den Trend der 18 Monate zurückging.

Entwicklungen im ersten Quartal

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 war dieser Anstieg des Nominalwerts um +3,7 Prozent in den 28 gemessenen europäischen Ländern darauf zurückzuführen, dass die Käufer +1,0 Prozent mehr Artikel kauften und +2,7 Prozent mehr pro Artikel zahlten als im Vorjahresquartal. Die höheren Ausgaben für Lebensmittel waren auf einen guten Sommer in den meisten westeuropäischen Ländern, stärkere Zuwächse in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Deutschland, Ereignisse wie die Weltmeisterschaft und die anhaltende moderate Inflation zurückzuführen.

Die Türkei verzeichnet nach wie vor das höchste Wachstum der Einnahmen an den Kassen (+21,0 Prozent), gefolgt von Finnland und Ungarn (jeweils +7,6 Prozent). Dagegen verzeichnete Österreich (+0,8 Prozent) das geringste Wachstum. Deutschland rangiert unter den 28 Ländern auf Rang 13.
 
Unter den fünf großen westeuropäischen Märkten war Großbritannien mit der höchsten Wachstumsrate (+3,5 Prozent) am stärksten, gefolgt von Spanien und Deutschland (3,2 Prozent bzw. 2,3 Prozent), während Italien das niedrigste Wachstum unter dieser Gruppe (+1,3 Prozent) verzeichnete.

Die Lage in Deutschland

Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt zeigt Deutschland im dritten Quartal eine Gesamtwachstumsrate von +2,3 Prozent, die hauptsächlich auf Preiserhöhungen (+1,8 Prozent) zurückzuführen ist. Mit +0,5 Prozent wächst auch das Volumen und trägt zur positiven Entwicklung bei.

Vor allem Milchprodukte sind von Preiserhöhungen betroffen (+5,7 Prozent) und auch das Trendsegment der Gesichtsmasken kann zu höheren Preisen (+ 21,1 Prozent) verkauft werden. Aufgrund der guten Erntebedingungen verzeichnen auch Geliermittel einen Aufschwung und wachsen um +46,7 Prozent im Wertumsatz.

Zur Studie: Der Nielsen Growth Reporter vergleicht die Marktentwicklung (Nominalwert und Einheiten) im FMCG-Sektor in ganz Europa. Er basiert auf den Umsatzdaten, die Nielsen in 28 europäischen Märkten erhebt und deckt die Umsätze der Vertriebslinien Lebensmittel, Verbrauchermarkt, Supermarkt, Discounter und Convenience ab. Er basiert auf dem größtmöglichen Warenkorb an Produktkategorien, den Nielsen in jedem dieser Länder und Vertriebslinien kontinuierlich verfolgt.

 

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