Nielsen Consumers Studie Lebensmitteleinzelhandel wächst leicht

Im Jahr 2016 gaben die Konsumenten pro Einkauf mehr Geld aus, dennoch konnte der Umsatz der Branche nur leicht zulegen. Einen deutlichen Anstieg gab es bei den Werbebudgets. Die Informationen aus der Consumers-Studie stellt Nielsen nun auch als App zur Verfügung.

 

In “Nielsen Consumers Deutschland” veröffentlicht das Unternehmen seit 40 Jahren Informationen zu Entwicklungen des Handels, mittlerweile zählen auch Angaben zum Verbraucherverhalten und Werbeausgaben dazu. In der aktuellen Ausgabe sind die Resultate für das Jahr 2016 zusammengefasst.

Die Verbraucher in Deutschland gehen mittlerweile seltener einkaufen. Dafür steigt der Preis des jeweiligen Einkaufs. 226 Mal gehen Verbraucher aus einem durchschnittlichen Haushalt einkaufen. Im Jahr 2016 wurden laut Studie insgesamt rund 150 Milliarden Euro ausgegeben, pro Haushalt flossen somit 3.662 Euro in Einkäufe. Der durchschnittliche Einkaufskorb mit Produkten für den täglichen Bedarf hat einen Wert von rund 18 Euro.

Einkäufe: zwischen geplant und spontan

Dabei gehen mehr als die Hälfte der Verbraucher planmäßig vor, sie nutzen auch einen Einkaufszettel. Ebensoviele bevorzugen Läden, in denen sie ihren Einkauf schnell erledigen können. Knapp jeder vierte Verbraucher nimmt sich allerdings auch Zeit, um Produkte miteinander zu vergleichen. Schnäppchen sind bei den Verbrauchern nach wie vor beliebt, 64 Prozent achten auf Sonderangebote. Solche besonderen Angebote landen ungeplant in jedem vierten Einkaufswagen. Nach Einschätzung der Experten wird fast jeder fünfte Euro, der im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkte erwirtschaftet wird, für im Preis reduzierte Produkte ausgegeben.

Anzahl der Geschäfte geht weiter zurück

Seit Jahren ist die Anzahl der Geschäfte rückläufig, sie reduzierte sich im Jahr 2016 weiter auf 35.000 Läden. Lebensmitteleinzelhandel (≥ 100m²) und Drogeriemärkte konnten 2016 einen Umsatz von 177 Milliarden Euro erwirtschaften und verbuchen damit ein leichtes Plus von 0,9 Prozent.

Die Discounter erzielen ein Wachstum von 1,1 Prozent, die Supermärkte hatten Umsatzeinbußen in Höhe von 2,6 Prozent. Besonders die kleinen Supermärkte haben zu kämpfen: Ihr Umsatzanteil ging von 2,0 auf 1,7 Prozent zurück, das bedeutet einen Umsatzrückgang von 12,4 Prozent. Steigende Umsätze können die Drogeriemärkte verbuchen: ein Plus von 3,8 Prozent ist drin, der Marktanteil steigt auf 8,7 Prozent.

Mehr Geld für Werbung

Bei den Brutto-Werbeaufwendungen nahmen die Unternehmen deutlich mehr Geld in die Hand. 30,9  Milliarden Euro wurden investiert, das bedeutet ein Plus von 4,9 Prozent. Der größte Anteil fließt in die Mediengruppe Fernsehen, 14,9 Milliarden Euro Werbeausgaben bedeuten ein Plus von 6,8 Prozent. Die Ausgaben für Radiowerbung legten um 8,9 Prozent zu; 1,8 Milliarden Euro wurden ausgegeben. Für TV-Werbung gab der Wirtschaftsbereich Handel 2,1 Milliarden Euro aus.

In Nielsen Consumers Deutschland veröffentlicht das Unternehmen einen Überblick über die Handelslandschaft in Deutschland mit Informationen zu Verbrauchereinstellungen und Werbespendings. Die Daten basieren auf den Haushaltspanel- und Handelspanel-Daten sowie mehreren Nielsen-Studien.

io

 

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