GfK Konsumklima trotzt Brexit und Terrorgefahr

Die deutschen Verbraucher scheinen sich durch das Brexit-Votum im Juni und die Terroranschläge im Juli nicht verunsichern zu lassen. So stieg das von GfK ermittelte Konsumklima für den September von 10,0 auf 10,2 Punkte.


Neben dem Gesamtindikator verbesserten sich innerhalb der Konsumklimastudie auch die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung. Lediglich die Konjunkturerwartung sank nach den deutlichen Verlusten im August noch einmal um 0,8 Zähler auf nun 8,6 Punkte. Damit liegt dieser Indikator zwar noch immer im positiven Bereich – und damit über dem langjährigen Durchschnittswert von 0 Zählern. Allerdings ist die Konjunkturerwartung im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres um 8 Punkte zurückgegangen. Nach Meinung von GfK könnten insbesondere die Anschläge und der Amoklauf in Bayern die deutschen Konsumenten im Hinblick auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung verunsichert und eine Steigerung der Konjunkturerwartung verhindert haben.

Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung steigen

Zuversichtlicher sind die deutschen Verbraucher hinsichtlich ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation: Nach den signifikanten Einbußen im August (- 9,9 Punkte) erholte sich die Einkommenserwartung nun mit einem Plus von 8,6 Zählern spürbar, sodass bei 58,3 Punkten die Verluste des Vormonats fast wieder kompensiert sind. Somit liegt der Indikator wieder deutlich über der 50-Punkte-Marke und etwa 5 Zähler über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. An dieser optimistischen Bewertung der eigenen finanziellen Lage dürfte sich aus Sicht von GfK dank des stabilen Arbeitsmarkts, merklich steigernder Einkommen von Beschäftigten und Rentnern sowie einer kaum spürbaren Inflation auch in der nächsten Zeit nichts ändern.

Durch diese positiven Einkommensaussichten und der weiterhin niedrigen Zinslage ist auch die Anschaffungsneigung der deutschen Konsumenten weiter nach oben geklettert. Nach dem Zuwachs im August legte der Indikator noch einmal um 1,9 Punkte auf 57,3 Zähler zu, sodass auch hier im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von etwa 5 Punkten zu verzeichnen ist. Demnach scheinen sich die Verbraucher bei Kaufentscheidungen weiterhin von den derzeit positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Arbeitsmarkts, des Einkommens und der Inflation leiten zu lassen und die Folgen des EU-Referendums und der Terrorgefahr erfolgreich ausklammern zu können.

tt

 

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