Dynata-Umfrage So stehen die Menschen weltweit zum Klimawandel

Pünktlich zur 26. UN- Klimakonferenz hat Dynata die Ergebnisse einer weltweiten Befragung zum Thema Klimawandel veröffentlicht. Welche Erwartungen und Ängste hat die Bevölkerung? Was erwarten sie von Politik, Unternehmen und Individuen? Wie bedrohlich und dringend empfinden sie den Klimawandel? Und welche Maßnahmen würden sie begrüßen?

Klimawandel (Bild: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack)

Abgestorbene Wälder in Deutschland sind nur ein erstes Zeichen des Klimawandels (Bild: picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack)

Großbritannien ist Gastgeberland für die 26. UN- Klimakonferenz der Vertragsparteien (COP26), die vom 31. Oktober bis 12. November 2021 in Glasgow stattfindet. Passend dazu erschien im Rahmen des Dynata Global Consumer Trends Reports “The Urgent Fight Against Climate Change" eine große Studie über das Stimmungsbild zum Klimawandel in den einzelnen Ländern. Dabei zeigt sich: 69 Prozent sehen es als extrem oder sehr dringlich an, gegen den Klimawandel zu handeln. Dabei hat die Dringlichkeit in den letzten fünf Jahren um 65 Prozent zugelegt. 

Betroffenheit vom Klimawandel

Wen wird der Klimawandel betreffen? 42 Prozent geben an, dass sie der Klimawandel persönlich betreffen wird, 70 Prozent denken, dass der Rest der Welt betroffen sein wird. Zwei von drei Menschen weltweit machen sich Sorgen darüber, wie das Leben in Zukunft aufgrund des Klimawandels aussehen wird. Am meisten Sorgen machen sich dabei die Menschen in Indien, Italien und Spanien, am wenigsten Sorgen in den Niederlanden, Kanada, Frankreich und Deutschland.

Wer kann den Klimawandel stoppen?

Wer hat das größte Potenzial, den Klimawandel zu verlangsamen oder aufzuhalten? Hier sehen die Menschen folgendes Ranking:

  1. Regierungen
  2. öffentlich-privaten Partnerschaften
  3. Zusammenarbeit von Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen
  4. Unternehmen
  5. Einzelpersonen

"Um den Klimawandel zu bewältigen, müssen die Nationen gemeinsam handeln und sich gegenseitig zu Klimaschutzzielen verpflichten." Diesem Satz stimmen weltweit fast acht von zehn Menschen (79  Prozent) zu. In allen befragten Länder liegt die Zustimmung dafür bei mindestens 70 Prozent – in Deutschland und USA stimmen 78 Prozent der Befragten zu, in China und Indien jeweils 90 Prozent. Die wenigsten stimmen in Kanada und den Niederlanden mit jeweils  70 Prozent zu. 

Wie ticken die, die an den Klimawandel glauben?

Weltweit glauben 84 Prozent an den Klimawandel. Dabei lassen sich folgende spannende Fakten festhalten:

  • Zwei von drei (66 Prozent) von ihnen denken, dass der Klimawandel schon stattfindet.
  • Die Hälfte sieht Potenzial in öffentlich-privaten Partnerschaften von Regierungen und Unternehmen.
  • 60 Prozent wollen Investitionen in saubere Energie/nachhaltige Unternehmen, 35 Prozent wollen Regierungen in die Pflicht nehmen.
  • 77 Prozent denken, dass grünere Kaufentscheidungen helfen können.
  • Vier von zehn wollen sich für Maßnahmen zur Beeinflussung der Klimapolitik einsetzen.

Blick auf die Daten aus Deutschland

Mehrfach wurden in der Studie auch Daten speziell für die einzelnen Länder erhoben. Dabei sieht es für Deutschland wie folgt aus:

  • 37 Prozent glauben, dass ihr Land bei der Bekämpfung des Klimawandels eine führende Rolle spielt und 52 Prozent, dass das Land, das beim Klimaschutz führend ist, die Welt anführen wird.
  • 64 Prozent wollen, dass die Regierung ihres Landes dem Klimawandel eine höhrere Priorität einräumt.
  • 57 Prozent ist bei politischen Wahlentscheidungen die Leistungen und Positionen des Kandidierenden zu Klimaschutz extrem oder sehr wichtig.
  • 85 Prozent glauben an den Klimawandel.
  • 68 Prozent halten es für extrem oder sehr dringend, dass die Welt Maßnahmen ergreift, um den Klimawandel zu stoppen.
  • 43 Prozent stimmen der Aussage zu, dass der Klimawandel andere mehr betreffen wird als sie.

Ist es schon zu spät, um zu handeln?

41 Prozent der Millenials (Alter 25-39) glauben, dass es bereits zu spät ist, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Dahinter folgt die Generation Z (bis 25) mit 39 Prozent, die Generation X (40-55) mit 34 Prozent und die Babdyboomer (56-74) mit 22 Prozent. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Umfrage zum Klimawandel stehen zur 26. UN-Klimakonferenz "COP26 aus. Ein Zitat von Alok Sharma, Präsident der 26. UN-Klimakonferenz der Vertragsparteien (COP26): 

"Die Entscheidungen, die wir [zum Klimawandel] in den nächsten Jahren treffen, und die Maßnahmen, die wir bis 2030 ergreifen, werden im Grunde die Weichen für künftige Generationen stellen."

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Methodik

Erhebungsmethode Umfrage
Befragte Zielgruppe ab 16 Jahren
Wie wurde die Zielgruppe rekrutiert? Dynata-Forschungspanels
Stichprobengröße n= 12.096
Feldzeit 28. September bis 5. Oktober 2021
Land USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Italien, China, Japan, Indien und Australien
 

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