6 Fragen an Sabine Vock, Austrian Airlines "Kleinere Institute bieten teilweise flexiblere und auf die konkrete Situation zugeschnittene Ansätze"

Welche Kriterien spielen bei der Auftragsvergabe von betrieblichen Marktforschern eine Rolle? Was macht ein gutes Unternehmensimage aus? Und: Haben kleinere Institute mehr Vorteile gegenüber den großen Playern der Branche? Diese Fragen beantwortet uns heute Sabine Vock, Consumer Insights Managerin bei Austrian Airlines.

Sabine Vock, Manager Consumer Insights, Austrian Airlines ©Sabine Vock

Sabine Vock, Manager Consumer Insights, Austrian Airlines ©Sabine Vock

marktforschung.de: Ganz allgemein gefragt, wo sehen Sie die Hauptunterschiede zwischen großen und kleinen Marktforschungsinstituten?

Sabine Vock: Ganz grundsätzlich sehe ich in der Zusammenarbeit mit beiden Arten von Instituten Vorteile. Große Institute haben häufig Niederlassungen in mehreren Ländern, wodurch sich länderübergreifende Studien einfacher umsetzen lassen. Kleinere Institute bieten teilweise flexiblere und auf die konkrete Situation zugeschnittene Ansätze, während manche große Institute fallweise zuerst einmal die Standardlösung anbieten.

marktforschung.de: Stichwort Image: Mit welchen Eigenschaften assoziieren Sie ein gutes Unternehmensimage?

Sabine Vock: Wenn es jetzt um die Auswahl eines passenden Instituts geht, dann verbinde ich ein gutes Unternehmensimage mit den Schlagworten: Erreichbarkeit, Know How und Innovationskraft, Flexibilität und Professionalität.

marktforschung.de: Welche Faktoren/Kriterien sind für die Beauftragung eines Instituts für Sie ausschlaggebend?

Sabine Vock: Gute Erfahrungen, die man selbst oder das Umfeld mit einem Institut gemacht hat, sind ein relevanter Faktor. Aber ebenso wichtig ist, inwiefern ein Institut auf die individuelle Problemstellung eingeht, und eine dafür passende Lösung vorstellt. In manchen Fällen ist auch ein konkretes Erhebungs- und Analyseverfahren dafür ausschlaggebend, dass ein bestimmtes Institut beauftragt wird.

marktforschung.de: Welche Vorteile sehen Sie in der Beauftragung von kleineren Marktforschungsinstituten?

Sabine Vock: Fallweise sind kleinere Marktforschungsinstitute stärker um eine auf die konkrete Problemstellung zugeschnittene Lösung bemüht, da sie weniger mit Standard-Tools arbeiten. Bei kleineren Instituten ist aufgrund der kürzeren Kommunikations- und Arbeitswege teilweise eine raschere Umsetzung möglich. Kleinere Institute können manchmal innovativere Lösungen anbieten, da sie sich auf ein konkretes Thema spezialisiert haben.

marktforschung.de: Welche Nachteile sehen Sie in der Beauftragung von kleineren Marktforschungsinstituten im Vergleich zu großen Playern der Branche?

Sabine Vock: Größere Marktforschungsinstitute haben häufig auch Standard-Lösungen im Programm, die in der Regel kostengünstiger sind als individuell zugeschnittene Lösungen. Bei sehr umfangreichen Projekten könnten kleineren Instituten unter Umständen benötigte Ressourcen fehlen. Die Größe eines Instituts in Kombination mit einem länderübergreifenden Netzwerk kann auch von Vorteil sein, wenn es um konkrete Branchenexpertise geht.

marktforschung.de: Hat die Berichterstattung rund um die “Akte Marktforschung“ den Prozess der Auftragsvergabe in Ihrem Unternehmen verändert?

Sabine Vock: Nicht den Vergabeprozess per se, aber es ist noch wichtiger geworden, welche Qualitätssicherungsmaßnahmen ein Institut installiert hat.

marktforschung.de: Vielen Dank!

Zur Person:

Sabine Vock ist seit 16 Jahren in der Marktforschung tätig. Nach ihrem Tourismus-Management Studium in Wien arbeitete sie zunächst viele Jahre auf Institutsseite. Seit 2016 verantwortet sie nun unternehmensseitig das vielschichtige Gebiet der Consumer Insights bei Austrian Airlines.

 

Diskutieren Sie mit!     

Noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Machen Sie gerne den Anfang!

Um unsere Kommentarfunktion nutzen zu können müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Mehr zum Dossier: Imagestudie Marktforschungsdienstleister

Weitere Highlights auf marktforschung.de